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Durch Dick und Dünn: Essstörungen

Das gesunde (Gleich-)Gewicht: Body-Mass-Index

Körpergröße und -gewicht sollten in einem gesunden Verhältnis stehen. Am einfachsten kann das Normalgewicht mit dem Body-Mass-Index (BMI) berechnet werden. Dabei wird das Körpergewicht durch das Quadrat der Körpergröße geteilt.

BMI=    Körpergewicht in kg
             (Körpergröße in m)²

Essstörungen: Wenn Essen zum Problem und die Waage Maß aller Dinge wird

Wenn die Waage zum Maß aller Dinge wird, ist es oftmals schon zu spät. Viele Jugendliche sind dann bereits auf dem Weg, eine chronische Diätkarriere zu starten, die meist in einer Form von Essstörungen endet. Die Erscheinungsformen von Essstörungen sind vielfältig und werden in Magersucht, Bulimie (Ess-Brechsucht) und Binge-Eating-Störung (Essattacken mit Kontrollverlust) unterteilt.

Essstörungen entstehen oft über Jahre; die Betroffenen brauchen ebenfalls viel Zeit, um zu einem normalen, ausgewogenen Essverhalten zurückzukehren.

Magersucht

Typisch für die Magersucht, "Anorexia nervosa", ist ein starker Gewichtsverlust, den die Betroffenen bewusst herbeiführen. Sie sind auffallend dünn und empfinden sich auch dann noch als zu dick, wenn sie schon unter starkem Untergewicht leiden.

In der Altersgruppe von 14 bis 18 Jahren kommt Magersucht am häufigsten vor, und wesentlich mehr Mädchen als Jungen sind davon betroffen. Genaue Daten zur Häufigkeit der Magersucht in dieser Altersgruppe liegen für Deutschland nicht vor.

Bulimie

Vom äußeren Erscheinungsbild sind bulimische Frauen oder Männer unauffällig. Kennzeichen der Bulimie sind häufige Essattacken, bei denen große Mengen Nahrung in kurzer Zeit konsumiert werden.

Bulimie-Betroffene unternehmen viel, um die Kalorienaufnahme "rückgängig" zu machen: absichtliches Erbrechen, Missbrauch von Abführmitteln, exzessiver Sport, Dauerdiät. Bulimie tritt häufig erst gegen Ende des Jugendalters und vor allem bei Mädchen auf. Meist sind sie 18 bis 20 Jahre alt.

Nach der repräsentativen Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) aus dem Jahr 2013 leiden 0,3 Prozent der Frauen und 0,1 Prozent der Männer im Alter von 18 bis 79 Jahren unter Bulimie.

Binge-Eating-Störung (Binge Eating Disorder – BED)

Wiederholte Essattacken, bei denen große Mengen Nahrung in kurzer Zeit konsumiert werden, kennzeichnen die Binge-Eating-Störung (Binge Eating Disorder – BED).

Binge ist das umgangssprachliche englische Wort für ein Gelage, Prasserei; also eine Situation, in der übermäßig viel gegessen oder auch viel getrunken wird. Bei den wiederkehrenden Essanfällen werden enorme Mengen verschlungen. Die Betroffenen haben das Gefühl, die Kontrolle über die Situation verloren zu haben.

Im Gegensatz zur Bulimie unternehmen die Betroffenen nichts, um die Kalorienzufuhr ungeschehen zu machen. Das heißt, Betroffene treiben nicht extrem viel Sport, fasten oder diäten wiederholt. Sie sind also oft übergewichtig, aber nicht zwangsläufig.

Nach der repräsentativen Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) aus dem Jahr 2013 leiden 0,1 Prozent der Frauen und 0,1 Prozent der Männer im Alter von 18 bis 79 Jahren unter einer Binge-Eating-Störung.

Weitere Informationen

Broschüren der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:

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