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Schulbesuch im Ausland

Informationen Amt24-Sachsen Redaktion

Wer neugierig ist auf andere Länder, den Mut hat, das Elternhaus und seine Schule vorübergehend zu verlassen, um in die Fremde zu gehen, der kann über einen Schulbesuch im Ausland nachdenken.

Schüleraustausch

Eine Variante des Auslandsaufenthalts für Schülerinnen und Schüler ist der Austausch, das heißt der gegenseitige Besuch von Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Ländern. Solche Austauschmaßnahmen finden häufig in Gruppen statt und werden von Partnerschulen oder Partnerstädten durchgeführt. In der Regel dauert ein Austausch nicht länger als drei bis vier Wochen.

Interessierte Schüler und Eltern können sich in der eigenen Schule oder bei der örtlichen Gemeinde- oder Stadtverwaltung informieren, ob es entsprechende Partnerschaften gibt und wie man sich anmeldet. Die Lehrer der jeweiligen Fremdsprache an der eigenen Schule informieren gerne über Angebote und geplante Austauschmaßnahmen.

Hinweis: Das Sächsische Staatsministerium für Kultus lobt jährlich auf dem Bildungsserver Stipendien für einen vierwöchigen Aufenthalt im Ausland aus. Und auch der Pädagogische Austauschdienst informiert über Schüleraustauschprogramme.

Einige Organisationen bieten individuelle Austauschprogramme für Schüler an, zum Beispiel das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) im Rahmen des "Brigitte-Sauzay"- und des "Voltaire"-Programms und das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW), welches für die Förderung des deutsch-polnischen Jugendaustausches verantwortlich ist.

Daneben unterstützen Tandem – das Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch, die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gGmbH und ConAct – das Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch den Schüleraustausch zwischen Deutschland und den jeweiligen Staaten.

Langfristige Austauschprogramme, die sich an hohen Qualitätsstandards orientieren, vermitteln die Mitglieder des Dachverbands gemeinnütziger Jugendaustausch-Organisationen (AJA).

Individueller Schulbesuch

Ein Schulaufenthalt im Ausland muss nicht unbedingt mit einem Austauschpartner verknüpft sein. Ein individueller Schulbesuch im Ausland dauert zwischen drei und zwölf Monaten, wobei man wählen kann, ob man lieber in einem Internat oder in einer Familie untergebracht werden will. Internatsaufenthalte im Ausland sind meist teurer als Familienaufenthalte, bieten dafür jedoch geregelte Umstände in Bezug auf Unterkunft und Verpflegung sowie klare Internatsregeln. Der Aufenthalt in einer Familie dagegen ermöglicht Einblicke in den familiären Alltag und eine noch intensivere Auseinandersetzung mit der Fremdsprache.

Beurlaubung

Nach den Klassenstufen 8 und 9 der Oberschule und nach allen Klassenstufen sowie der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums können Schülerinnen und Schüler, die in die nächsthöhere Klassenstufe oder Jahrgangsstufe versetzt sind, für die Zeit eines längstens einjährigen Schulbesuchs im Ausland beurlaubt werden. Nach dem Auslandsbesuch wird der Unterricht in der Klassenstufe beziehungsweise Jahrgangsstufe fortgesetzt, in welche die Schülerin oder der Schüler vor der Beurlaubung versetzt worden ist.

Auf Antrag kann die Sächsische Bildungsagentur genehmigen, dass der Unterricht bei Beurlaubung nach der Klassenstufe 8 der Oberschule in der Klassenstufe 10 fortgesetzt wird beziehungsweise bei Beurlaubung am Gymnasium in der jeweils nächsthöheren Klassenstufe oder nach der Klassenstufe 9 in der Jahrgangsstufe 11, wenn eine Schule im Ausland mit vergleichbaren Lerninhalten regelmäßig besucht wurde und hierüber sowie über die erzielten Leistungen eine Bestätigung der Schule vorgelegt wird.

Die Beurlaubung muss bei der zuständigen Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur beantragt werden. Die Genehmigung einer Beurlaubung nach Jahrgangsstufe 11 ist davon abhängig, ob die Voraussetzungen für den Eintritt in die Jahrgangsstufe 12 nach Ablauf der Beurlaubung (unter anderem wegen des Kursangebots) gesichert sind. Es besteht kein Anspruch auf die Einrichtung eines bestimmten Kursangebotes.

(Rechtsgrundlage: § 33 Schulordnung Mittel- und Abendmittelschulen, § 34 Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung)

Internationales Abitur im Ausland

In Deutschland lebende Schülerinnen und Schüler können sich um ein Stipendium für einen Ausbildungsplatz an einem United World College (UWC) bewerben. An den weltweit zwölf United World Colleges verbringen Jugendliche aus verschiedenen Nationen und unterschiedlichen kulturellen Hintergründen ihre zwei letzten Schuljahre. In den multikulturellen Schulklassen bereiten sich die Schüler auf das internationale Bakkalaureat-Diplom vor, das international als Abitur anerkannt ist.

Im Sinne des deutschen Pädagogen und UWC-Gründers Kurt Hahn werden die Jugendlichen zu sozialer Verantwortung und Toleranz erzogen, die aus dem alltäglichen Zusammenleben und insbesondere auch aus dem Engagement der Schüler in sozialen und kreativen Projekten erwächst. Der Unterricht findet auf Englisch und teilweise in der Landessprache statt.

Finanzierung von Schulaufenthalten im Ausland

Auslands-BAföG

Im Rahmen des BAföGs für Ausbildungsaufenthalte im Ausland können auch Schülerinnen und Schüler unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung erhalten.

Parlamentarisches Patenschaftsprogramm (PPP)

Wer ein Schuljahr in den USA verbringen will, kann sich beim Deutschen Bundestag um ein Stipendium beim Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) bewerben.

Deutsch-Französisches Jugendwerk

Finanzielle Zuschüsse für Schulbesuche in Frankreich gewährt das Deutsch-Französische Jugendwerk im Rahmen des "Brigitte-Sauzy"- und des "Voltaire"-Programms.

Deutsch-Polnisches Jugendwerk

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk unterstützt Begegnungsmaßnahmen zwischen jungen Deutschen und Polen, Praktika, Fach- und andere Programme auch finanziell durch die Vergabe von Zuschüssen.

Tandem – Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch

Das Koordinierungszentrum vergibt selbst keine finanziellen Förderungen, hilft aber bei der Auswahl der einschlägigen Programme und bei der Antragstellung.

Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gGmbH

Die Stiftung fördert Lehrer-Informationsreisen mit dem Ziel der Anbahnung von Schulpartnerschaften, Erstkontaktbegegnungen für Schüleraustauschmaßnahmen und projektorientierte Begegnungen, wenn deutsche und russische Schüler im Rahmen der Begegnung an einem gemeinsamen Projekt arbeiten sollen.

ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch

Das Koordinierungszentrum hilft an Fragen der finanziellen und sonstigen Förderung weiter.

  • Förderung
    Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch – ConAct

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