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1.3 Hauptmieter, Untermieter

Wenn Sie eine Wohnung beziehen, können Sie dies als Hauptmieter oder als Untermieter tun. Mieten Sie ein Zimmer oder eine Wohnung zur Untermiete, dann schließen Sie den Mietvertrag direkt mit dem Hauptmieter ab. Sind Sie hingegen selbst Hauptmieter, sind Sie und der Vermieter Vertragspartner.

Wer ist Hauptmieter?

Hauptmieter ist derjenige, der eine Wohnung direkt vom Vermieter mietet. Vermieter kann dabei sowohl eine natürliche als auch eine juristische Person sein (zum Beispiel eine Wohnungsgesellschaft). Dabei ist zu beachten, dass der Vermieter nicht gleichzeitig Eigentümer sein muss.

Was bedeutet Untermiete?

Bei der Untermiete wird der Mietvertrag zwischen dem Untermieter und dem Hauptmieter abgeschlossen, das heißt der Hauptmieter vermietet einen Teil der Wohnung an den Untermieter weiter, ohne dass der Vermieter in den Vertrag einbezogen wird.

Der Hauptmieter haftet für sämtliche Miet- und Betriebskosten mit seinem Vermögen und muss dem Vermieter beispielsweise auch den Anteil des Untermieters selbst zahlen, falls dieser seinen Anteil nicht begleicht. Die Haftung gilt auch für Schäden, die der Untermieter verursacht. Das gilt nicht nur für reine Sachschäden, sondern auch für weitere Schäden, die der Hausgemeinschaft entstehen. Der Hauptmieter kann zwar vom Untermieter Schadenersatz fordern, hat er damit aber keinen Erfolg, muss er den Schaden selbst bezahlen.

Wer Untermieter in seine Wohnung aufnehmen will, muss dafür die Erlaubnis des Vermieters einholen. Außerdem darf er den zur Verfügung stehenden Wohnraum nicht übermäßig belegen. Unberechtigtes Untervermieten kann ein Kündigungsgrund sein!

Warum zur Untermiete wohnen?

Untermiete ist besonders für Personen, denen wenig Geld zur Verfügung steht, eine gute Möglichkeit, preiswert zu wohnen und ist deshalb besonders unter Studierenden beliebt. Sowohl der Haupt- als auch der Untermieter sparen Kosten. Folgende Besonderheiten sollten Sie beachten, wenn Sie einen Untermietvertrag abschließen:

  • Wenn der Hauptmieter auszieht, gibt es keine Garantie, dass der Untermieter in der Wohnung bleiben kann. Der Vermieter ist nach Auszug des Hauptmieters nicht verpflichtet, den Mietvertrag auf den Untermieter zu übertragen oder den Untermietvertrag weiterzuführen.
  • Der Untermieter hat dem Hauptmieter gegenüber unter Umständen keinen vollen Kündigungsschutz. Grundsätzlich gelten die Kündigungsvorschriften und -fristen auch zwischen Hauptmieter und Untermieter. Nutzt der Hauptmieter einen Teil der Wohnung selbst, ist der Kündigungsschutz gelockert und er kann dem Untermieter zum Beispiel aufgrund von "Eigenbedarf" leichter kündigen.

Wohngemeinschaften können ein Spezialfall von Untermiete sein, wenn die Mitglieder der Wohngemeinschaft den Vertrag direkt mit dem Mieter geschlossen haben. Nahe Familienangehörige (Eltern, Kinder, Ehepartner) und Lebenspartner in einem eheähnlichen Verhältnis zählen rechtlich nicht als Untermieter.


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