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3.3 Jahresabrechnung

Hausgeld

Das Wohnungseigentumsgesetz sieht vor, dass alle Eigentümer in einem Haus die Kosten und Lasten für das Gemeinschaftseigentum zusammen tragen. Darunter fällt der Begriff "Hausgeld", welches in der Regel monatlich auf das geführte Gemeinschaftskonto eingezahlt wird. Die Höhe richtet sich nach dem vom Verwalter aufgestellten Wirtschaftsplan. Dabei können sich Über- oder auch Nachzahlungen ergeben.

Betriebskosten

Ein wesentlicher Anteil des Hausgeldes wird für die Betriebskosten aufgewendet:

  • öffentliche Lasten des Grundstücks (Kommunalabgaben und Anliegerbeiträge)
  • Wasserversorgung des gemeinschaftlichen Eigentums
  • Entwässerung des gemeinschaftlichen Eigentums
  • Straßenreinigung und Müllabfuhr
  • Betrieb des gemeinschaftlichen Aufzugs
  • Reinigung gemeinschaftlich genutzter Gebäudeteile (zum Beispiel Flure, Treppenhäuser, Keller, Waschräume)
  • Gartenpflege
  • Außenbeleuchtung und Beleuchtung der gemeinschaftlich genutzten Gebäudeteile
  • Schornsteinreinigung
  • Sach- und Haftpflichtversicherungen
  • Hausmeister und Hausmeisterwohnung, die in gemeinschaftlichem Eigentum steht
  • gemeinschaftliche Antennenanlage
  • sonstige Betriebskosten (zum Beispiel Feuerlöscher, Müllschlucker, Blitzableiter, Sauna, Kinderspielplätze)

HINWEIS: Wenn Sie Ihre Eigentumswohnung vermietet haben, können diese Kosten auf den Mieter umgelegt werden.

Weitere Kosten und Lasten

Neben den Betriebskosten haben die Wohnungseigentümer Kosten und Lasten zu tragen für

  • Instandhaltung und -setzung des gemeinschaftlichen Eigentums
  • Instandhaltungsrücklage
  • Vorratskäufe (zum Beispiel Heizöl)
  • Notgeschäftsführung
  • Verkehrssicherung der gemeinschaftlichen Wege, Zugänge und Zufahrten
  • Verwaltung
  • Aufwandsentschädigung des Verwaltungsbeirats
  • Durchführung von Wohnungseigentümerversammlungen
  • Überprüfung (wenn beschlossen) der Jahresabrechnung durch einen Wirtschaftsprüfer
  • anwaltliche Vertretung und Prozessführung der Eigentümergemeinschaft
  • bauliche Veränderungen (nach Abstimmung)

Jahresabrechnung

Nach dem Verwaltervertrag und auch nach dem Wohnungseigentums­gesetz ist der Verwalter dazu verpflichtet, jeweils nach Ablauf eines Kalender- oder Wirtschaftsjahres eine Jahresabrechnung zu erstellen. Ziel ist hierbei, die Einnahmen und Ausgaben zu erfassen beziehungs­weise eine Übersicht zu erhalten, wie die gemeinschaftlichen Gelder über das Jahr verteilt verwendet wurden.


Eine bestimmte Gliederung für die Abrechnung ist nicht vorgegeben. Sie sollte aber über folgende Merkmale verfügen:

  • übersichtliche und geordnete Gegenüberstellung von Ausgaben und Einnahmen
  • Kontostände mit Anfangs- und Endbestand
  • Darstellung der Einzelabrechnung inklusive Verteilerschlüssel

Der Verwalter sollte die Rechnung innerhalb von drei bis sechs Monaten nach Ablauf des Wirtschaftsjahres erstellen.

Einzelabrechnung

Neben der Gesamtabrechnung muss der Verwalter auch für jeden Wohnungseigentümer eine Einzelabrechnung erstellen. Die Einzelabrechnung richtet sich nach dem Kostenverteilerschlüssel. Dieser ergibt sich aus dem Miteigentum des Wohnungseigentümers. Berechnet wird der Miteigentumsanteil (MEA) aus der Größe der Wohn- beziehungsweise Nutzfläche der Eigentumswohnung. In Teilungserklä­rungen und Gemeinschaftsordnungen kann der Verteilerschlüssel abweichend vom Gesetz geregelt werden – zum Beispiel nach der Eigentumsfläche oder nach Wohneinheiten.

Heizkosten

Wird eine Heizungsanlage gemeinschaftlich genutzt, fallen hierbei Kosten zu gemeinschaftlichen Lasten an. Das Gleiche gilt für die Belieferung der Eigentümergemeinschaft mit Fernwärme und Warmwasser. Wie bei den Wohnungsmietern gilt auch hier die Heizkostenverordnung.


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