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Erneuerbare Energien

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"European Energy Award" in Plauen

Seit 2008 hat sich Plauen zum Ziel gesetzt, eine nachhaltige kommunale Energiepolitik zu betreiben. Aus diesem Grund nimmt die Stadt Plauen am Programm des europäischen Zertifizierungs- und Qualitätsmanagementsystems European Energy Award (eea) teil. Erstmalig gelang im Jahr 2011 die Zertifizierung als "Europäische Energie- und Klimaschutzkommune". Damit konnte sich Plauen als erste Stadt im Vogtlandkreis über diese Auszeichnung freuen.

Im Rahmen der 7. Jahrestagung "Kommunaler Energie-Dialog Sachsen" am Montag, dem 10.11.2014 in Dresden, wurde die Stadt Plauen, zum wiederholten Male, und acht weitere sächsische Städte und Gemeinden mit dem European Energy Award (eea) ausgezeichnet.
Der Preis wurde vom Sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Frank Kupfer, an den Plauener Baubürgermeister Levente Sárközy und sein Energieteam überreicht.

Die Stadt Plauen ist damit die erste Kommune im Vogtlandkreis, die sich offiziell für weitere drei Jahre "Europäische Energie- und Klimaschutzkommune - ausgezeichnet mit dem European Energy Award" nennen darf.
European Energy Award

Baubürgermeister Levente Sárközy und sein Energieteam
(Foto: © Sebastian Bratge)

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Informationen Amt24-Sachsen Redaktion

Illustration zur Lebenslage Erneuerbare Energien

Uns bleibt nur, was immer da ist.

Erneuerbare Energien – täglich begegnet uns dieser Begriff in den Medien. Es ist ein Schlagwort unter vielen. Schon hören wir nicht mehr so genau hin. Dabei ist die häufige Erwähnung mehr als berechtigt: Erneuerbare Energien sind einfach wichtig für die Menschheit. Nur mit ihrer Hilfe werden wir unseren steigenden Energiebedarf künftig decken und unseren Lebensstandard sichern können.

Vor nicht allzu langer Zeit haftete erneuerbaren Energien noch etwas Exotisches an. Sie galten als kostspielige Ergänzungen zu den klassischen Energiequellen und als etwas, mit dem hauptsächlich das Umweltgewissen beruhigt werden konnte. Die Zeit ist über diese Sicht der Dinge hinweggegangen. Heute wissen wir, dass wir uns von den klassischen Energiequellen schneller als gedacht verabschieden müssen. Zugleich hat die Technologie einen gewaltigen Entwicklungsschub erhalten – es gibt keinen Grund mehr, die vermeintliche Exotik erneuerbarer Energien zu belächeln. Schon bald wird jeder von uns ganz praktischen Umgang mit ihnen haben – als Verbraucher oder als Erzeuger – und das wird Veränderungen mit sich bringen. Es ist daher an der Zeit, sich ein Basiswissen über erneuerbare Energien zu verschaffen.

Was sind überhaupt erneuerbare Energien?

Es handelt sich um einen Sammelbegriff für jene Energiequellen, die nach menschlichem Ermessen unendlich verfügbar sind. Wind, Sonnenlicht, Wasser, Erdwärme und sich erneuernde Biomasse aus pflanzlichen und tierischen Lebewesen. Sie stehen im Gegensatz zu den konventionellen Energiequellen, welche auf endlichen Vorräten basieren: Kohle, Erdöl, Erdgas und Uran.

Bevor wir auf die einzelnen erneuerbaren Energien eingehen, wollen wir uns mit den Gründen für einen möglichst schnellen Umstieg auf erneuerbare Energiequellen befassen.

Schwindende Vorräte

Behalten wir den gegenwärtigen Energieverbrauch bei, so reichen die Vorräte an Erdöl, Erdgas und Kohle noch für einen Zeitraum zwischen 40 und 200 Jahren. Wem die höhere der beiden Zahlen als beruhigend hoch erscheint, dem sei gesagt: In ihr stecken jede Menge Unwägbarkeiten. Da sind Lagerstätten eingerechnet, die nur mit großem Aufwand und erheblichen ökologischen Risiken erschlossen werden können. Die Kosten hierfür werden die bislang bekannten weit übersteigen. Der Weltenergiebedarf wird zudem nicht gleichbleiben, er wird weiter ansteigen.

Nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur (IEA) steigt der globale Primärenergieverbrauch von 2008 bis 2035 um 36 Prozent. Dies wird einen seit Jahren anhaltenden Trend fortsetzen: Die Energiepreise werden weiter steigen. Es gibt aber gute Gründe, noch viel schneller von den fossilen Energieträgern wegzukommen.

Unsere Vorräte an Kohle, Erdöl und Erdgas reichen noch für einen Zeitraum zwischen 40 und 200 Jahren. Einschränkungen beim Angebot sind noch deutlich früher zu erwarten.

Klimawandel

Am Pfingstmontag 2010 zog ein Tornado eine kilometerlange Schneise der Verwüstung durch Nordsachsen. Am schlimmsten betroffen war die Stadt Großenhain. Die Dächer ganzer Straßenzüge wurden abgedeckt, meterdicke Schornsteine und Bäume abgeknickt, ein Kind kam ums Leben. Die Jahrhundertflut von 2002 – manche nennen sie auch Jahrtausendflut – trieb die Elbe auf bis dato für unmöglich gehaltene Pegelstände. Solche Ereignisse alarmieren die Menschen in Sachsen. Sind sie zufällig oder sind sie schon ein Vorgeschmack auf das Leben mit dem Klimawandel?

Der Klimawandel, darüber sind sich die Experten einig, wird kommen. Und er steht in unmittelbarem Zusammenhang zum Treibhauseffekt. An sich ist dieser Treibhauseffekt – ein Teil der einstrahlenden Sonnenenergie wird von der Atmosphäre in Form von Wärme gebunden, entweicht also nicht ins All – eine Grundvoraussetzung für das Leben auf der Erde. Aber dafür darf das fragile Gleichgewicht der Natur nicht gestört werden. Schickt der Mensch durch die Verbrennung fossiler Energieträger und durch die Prozesse in Industrie und Landwirtschaft zu viel Kohlendioxidgas, Fluorchlorkohlenwasserstoffe und Methan in die oberen Schichten der Atmosphäre, dann verstärken diese den Treibhauseffekt. Die Erde wird wärmer; das globale Klima ändert sich. Eine Erwärmung der durchschnittlichen bodennahen Erdtemperatur um 0,7 Kelvin reicht dabei aus, spürbare Effekte zu erzeugen und ab 2 Kelvin kann es gefährlich werden, sagen die Wissenschaftler.

Steigt die durchschnittliche bodennahe Erdtemperatur um mehr als 2 Kelvin, kann es gefährlich werden.

Die Prognosen im Angesicht eines ungebremsten Ausstoßes an Treibhausgasen sagen Temperatursteigerungen um bis zu 5,8 Kelvin im Jahre 2100 voraus. Die Auswirkungen wären folgenschwerer als ein einzelner Tornado oder eine Jahrhundertflut. Es wären weltweite Folgen, von denen wir mit betroffen würden. Auf der einen Seite stehen schmelzende Polkappen, ein globaler Anstieg des Meeresspiegels, versinkende Inseln und Küstenregionen. Auf der anderen Seite stehen sich ausbreitende Steppen- und Wüstenregionen, Schädlingsvermehrung, Durst, Hunger, globale Epidemien. Das ist ein katastrophales Szenario, dem es mit aller Macht entgegenzuwirken gilt. Fest steht dabei: Die Verbrennung fossiler Energieträger und der damit verbundene Kohlendioxidausstoß tragen erheblich zu dieser Entwicklung bei. Die schnelle Ablösung der alten Energiequellen, ungeachtet aller Vorratsprognosen, ist deshalb existentiell für die Menschheit. Fest steht auch: Der derzeitige Pro-Kopf-Kohlendioxid-Ausstoß der Deutschen liegt mit 9,32 Tonnen pro Jahr deutlich über dem Weltdurchschnitt. Daraus ergibt sich eine Verpflichtung zum Handeln – auch für Sachsen.

Umweltschutz

Der Umgang mit den alten Energiequellen hat jedoch auch unmittelbare negative Folgen. Der Untergang der Ölbohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexico im April 2010 und die nachfolgende ökologische Katastrophe ist ein aktuelles Beispiel hierfür. Auch die Reaktorkatastrophen 1986 in Tschernobyl und 2011 in Fukushima gehören dazu. Dazwischen liegt eine Vielzahl unspektakulärer, weil zum Teil permanenter Umweltschädigungen. Die Ölsandgewinnung in Kanada ist nur ein Beispiel hierfür. Sie vernichtet Wald und setzt große Mengen zusätzlicher Treibhausgase frei.

Erneuerbare Energien, das ist inzwischen bekannt, schonen die Umwelt, weil die Quellen, derer sie sich bedienen, ohne tiefgreifende Eingriffe ins Ökosystem angezapft werden können. Die Betonung liegt aber auf „tiefgreifend“. Denn ohne Eingriffe in die Natur und damit ohne verantwortungsvolles Handeln geht es auch hier nicht. Dass eine hemmungslose Hingabe an die „Erneuerbaren“ nicht gut ist, zeigen die ersten praktischen Probleme: "Windanlagenwälder" oder übertriebener Anbau von Biotreibstoff-Pflanzen zu Lasten von Nahrungsmittelpflanzen.

Versorgungssicherheit

In den Wintern 2007/2008 und 2008/2009, und zwar jeweils in den kältesten Perioden, ließ ein Konflikt Europa aufhorchen. Russland hatte nach Streitigkeiten mit der Ukraine die Erdgasversorgung eingestellt. Davon waren eine ganze Reihe von europäischen Staaten betroffen, auch Deutschland. Die Abhängigkeit von Energierohstoffen ist in Deutschland mit den Jahren stetig gestiegen. Sie beträgt inzwischen bei Uran 100 Prozent, bei Mineralöl 98 Prozent, bei Gas 87 Prozent und bei Steinkohle 77 Prozent. Über 65 Prozent der Erdgasreserven und über 70 Prozent der Erdölreserven beispielsweise kommen aus politisch instabilen Regionen der Erde.

Deutschlands Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger nimmt zu.

Arbeitsplätze

Im Jahr 2013 wurden in Deutschland 16,3 Milliarden Euro in die Erzeugung erneuerbarer Energien investiert, was 371.000 Menschen einen Arbeitsplatz bietete. Dabei lag der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch – das ist die national aus allen Quellen erzeugte Energiemenge – erst bei etwa 12 Prozent. Die Zahlen lassen erahnen, welches Wirtschafts- und Arbeitsplatzpotential in den erneuerbaren Energien steckt. Für den Technologiestandort Sachsen mit einer ausgewiesenen Führungsrolle im Bereich der erneuerbaren Energien ergeben sich große Potentiale für Forschung und Entwicklung, für Industrie und Gewerbe und für die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Für den Technologiestandort Sachsen ergeben sich große Potentiale für Arbeitsplätze.

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Markus Löffler

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