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Solarenergie

Informationen Amt24-Sachsen Redaktion

Über Deutschland scheint die Sonne mit einer Kraft von 950 bis 1.200 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Ein Potential, das nicht ungenutzt bleiben sollte, denn das entspricht einer Durchschnittsleitung von 100 bis 135 Watt pro Quadratmeter (W/m²). Das ist genug Energie, um eine 25-Watt-Energiesparlampe über 4 Stunden brennen zu lassen. Mit Photovoltaikanlagen können Sie Sonnenlicht in Strom umwandeln und in Ihrem Haus nutzen oder in das Stromnetz einspeisen. Das Sonnenlicht eignet sich auch für die Wärmegewinnung, womit Wohnräume beheizt und Wasser erwärmt werden kann.

Photovoltaik – Strom aus Sonnenlicht

Photovoltaikanlagen dienen der Stromgewinnung aus Sonnenlicht. Dabei lassen Halbleiterelemente positive und negative Ladungen entstehen, die durch ein elektrisches Feld getrennt werden (der sogenannte p-n-Übergang) und über einen elektrischen Leiter als Elektronen abgeführt werden. Dadurch entsteht Gleichstrom, welcher direkt in Gleichstromgeräten genutzt oder in Batterien gespeichert werden kann. Wechselrichter wandeln den Strom in Wechselstrom um, so dass er in das öffentliche Netz und für Haushaltsgeräte genutzt werden kann. Die maximale Leistung von Anlagen für normale Gebäude liegt bei zwei bis zehn Kilowatt Peak (kWp).

Für die Errichtung von Photovoltaikanlagen und Solaranlagen in, an und auf Dach- und Außenwandflächen ist keine Baugenehmigung mehr erforderlich.

Netzgekoppelte Photovoltaikanlagen, die eine Vergütung nach EEG erhalten, müssen bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Die Einspeisevergütung nach EEG ermöglicht meist einen wirtschaftlichen Betrieb einer Photovoltaikanlage an geeigneten Standorten. Bei den derzeitigen Kosten ist darüber hinaus der Eigenverbrauch von selbst erzeugten Solarstrom in Haushalten und Gewerbe oft attraktiv. Die Installation von Photovoltaikanlagen wird üblicherweise nicht gefördert. Unter Umständen ist aber eine Förderung von mit der Photovoltaikanlage gekoppelten Batteriespeichersystemen möglich.


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Solarthermie – Wärme aus Sonnenstrahlen

Die Sonnenenergie kann auch für Wärmegewinnung im Haus genutzt werden, zum Beispiel für die Heizung oder die Erwärmung von Trinkwasser. Ein flüssiger Wärmeträger in den Solarkollektoren wird erhitzt und mittels einer Pumpe zum Wärmetauscher weitergeleitet. Im Wärmetauscher erhitzt der Wärmeträger das Trinkwasser. Das Trinkwasser befindet sich in einem Speicher, der wie eine Thermoskanne funktioniert. Der Einsatz der Solarthermie senkt zudem die Wartungs- und Verbrauchskosten der Heizungsanlage.

Unter bestimmten Voraussetzungen stehen beim Einbau dieser Anlagen verschiedene Förderalternativen bereit.


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Bürgersolaranlagen

Bürgersolaranlagen werden von einer Gemeinschaft engagierter Bürger errichtet und betrieben. Dazu können sie entweder eine Dachfläche von Dritten mieten oder sich bei der Kommune informieren, ob diese kostenlos Dachflächen zur Verfügung stellt. Durch den Zusammenschluss mehrerer Personen sinkt die finanzielle Belastung des Einzelnen, im Umkehrschluss ist mit einer geringeren Rendite zurechnen.


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Solaranlagen und das Finanzamt

Betreiber von Solaranlagen sind Gewerbetreibende im Sinne von § 15 Einkommensteuergesetz. Es liegt aber kein Gewerbe an sich vor, so dass keine Gewerbeanmeldung nötig ist. Die Lieferung von Strom kann nicht als Beteiligung am wirtschaftlichen Waren- und Dienstleistungsverkehr angesehen werden. Dennoch ist die Vergütung des eingespeisten Stroms eine Gewinnerzielungsabsicht und muss dem Finanzamt als Umsatz gemeldet werden. In diesem Zusammenhang können sich Bauherren die Umsatzsteuer aus den Anschaffungskosten ihrer Anlage vom Finanzamt erstatten lassen, einschließlich der Planungskosten. Dem Netzbetreiber müssen sie auf die Vergütung zusätzlich 19 Prozent Umsatzsteuer in Rechnung stellen und diese an das Finanzamt abführen.

Sowohl die Umsatzsteuervoranmeldung als auch die tatsächliche Überweisung der Umsatzsteuer müssen jeweils bis zum 10. des Folgemonats ausgeführt sein.

Gewinne und Verluste werden mittels einer einfachen Einahmen-Überschuss-Rechnung ermittelt. Der Gewinn ergibt sich aus der Vergütung, welche vom Netzbetreiber gezahlt wird, abzüglich der Kosten für Wartung, Versicherung, Schuldzinsen, Abschreibung und Miete für den Stromzähler der Anlage. Staatliche Zuschüsse zur Finanzierung der Anlage müssen von den Anschaffungskosten abgezogen werden, sie gelten nicht als Einnahmen.


HINWEIS: Wenn Ihr Bruttoumsatz im Vorjahr unter EUR 17.500 liegt und im laufenden Jahr EUR 50.000 nicht übersteigt, können Sie sich von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen (Kleinunternehmer-Regelung).


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