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Landeserziehungsgeld beantragen

Allgemeine Informationen

Eltern, die im Freistaat Sachsen leben, können im zweiten oder im dritten Lebensjahr des Kindes auf Antrag Landeserziehungsgeld erhalten.

Mit der Leistung unterstützt der Freistaat Sachsen besonders jene Eltern, die sich für eine längerfristige eigene häusliche Betreuung des Kindes entschieden haben und beispielsweise die vollen drei Jahre der gesetzlichen Elternzeit in Anspruch nehmen möchten.

Eine vergleichbare familienfördernde Leistung wird außer in Sachsen nur in Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen gewährt.

Landeserziehungsgeld darf bei einkommensabhängig gewährten Sozialleistungen nicht als Einkommen berücksichtigt werden. Es steht den Eltern zusätzlich zur Verfügung und wird gestaffelt nach der Kinderzahl gezahlt. Im 3. Lebensjahr beträgt die Leistung beim:

  • 1. Kind: neun Monate je EUR 150,00
  • 2. Kind: neun Monate je EUR 200,00
  • ab dem 3. Kind: zwölf Monate je EUR 300,00

Voraussetzung für diesen Leistungsumfang ist, dass Sie für dieses Kind seit dem vollendeten 14. Lebensmonat keinen Platz in einer staatlich geförderten Kindertagesstätte in Anspruch nehmen. Andernfalls gilt der gleiche Leistungsumfang wie bei Leistungsbezug im 2. Lebensjahr.

Ein Leistungsbezug bereits im 2. Lebensjahr (zum Beispiel im Anschluss an das Bundeselterngeld) ist wie folgt möglich:

  • 1. Kind: fünf Monate je EUR 150,00
  • 2. Kind: sechs Monate je EUR 200,00
  • ab dem 3. Kind: sieben Monate je EUR 300,00
Hinweis: Wenn Sie für Ihr Kind einen Platz in einer mit staatlichen Mitteln geförderten Kindertageseinrichtung oder eine staatliche Förderung der Tagespflege beanspruchen, erhalten Sie in aller Regel kein Landeserziehungsgeld.

Ablauf:

Um Landeserziehungsgeld zu erhalten, müssen Sie einen Antrag stellen.
  • Füllen Sie das Antragsformular und die Erklärung zum Einkommen aus und fügen Sie die nötigen Nachweise bei.
  • Die Antragsunterlagen können Sie bei der zuständigen Stelle persönlich abgeben oder dem Amt zusenden.

Voraussetzungen:

Anspruch auf Landeserziehungsgeld haben Sie, wenn

  • Ihr Hauptwohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in Sachsen ist,
  • Sie mit einem Kind, für das Ihnen die Personensorge zusteht, in einem Haushalt zusammenleben,

  • Sie dieses Kind selbst betreuen und erziehen,
  • Sie nicht oder nicht voll erwerbstätig sind (eine Erwerbstätigkeit bis zu 30 Stunden ist zulässig) oder
  • Sie die sonstigen Voraussetzungen zum Bezug von Erziehungsgeld* erfüllen.
    (Dies betrifft zum Beispiel Entsandte mit Beschäftigungsverhältnis in Sachsen, Grenzgänger mit Bezug nach Sachsen, Stiefeltern, dritte Personen im Härtefall oder Ausländer. Auch ohne das Recht der Personensorge kann der leibliche Vater anspruchsberechtigt sein, wenn die Mutter zustimmt).
*) nach § 1 Bundeserziehungsgeldgesetz (BErzGG) in der Fassung vom 31.12.2006


Der Auszahlungsbetrag verringert sich wie beim früheren Bundeserziehungsgeld bei einem jährlichen Einkommen (pauschaliertes Jahresnettoeinkommen) oberhalb bestimmter Höchstgrenzen. Diese betragen

  • EUR 17.100 für Eltern, die in Ehe oder eheähnlicher Gemeinschaft zusammenleben
  • EUR 14.100 für Alleinerziehende

Die vorgenannten Einkommensgrenzen erhöhen sich für jedes weitere Kind um jeweils EUR 3.140.

Hinweis: Für Geburten ab dem 01.01.2015 wird die Leistung ab dem 3. Kind einkommensunabhängig gewährt.

Zuständige Dienststelle

Erforderliche Unterlagen

Mit dem Antrag sind einzureichen:

  • wenn Sie kein Elterngeld beantragt haben: Original-Geburtsbescheinigung "für Elterngeld/soziale Zwecke"
  • wenn die Eltern des Kindes unverheiratet sind: Erklärung, ob Sie mit dem Vater/der Mutter des Kindes in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft leben

Ob Sie weitere Unterlagen einreichen müssen, entnehmen Sie bitte dem Merkblatt zum Antrag auf Landeserziehungsgeld.

Frist/Dauer

Antragstellung: frühestens 3 Monate vor Beginn des gewählten Leistungszeitraumes

Hinweis: Landeserziehungsgeld wird rückwirkend nur für einen Monat vor der Antragstellung gezahlt.

Kosten

keine

Sonstiges

Bitte geben Sie Ihren Wohnort ein:

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

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