Hauptnavigation Sprachumschalter Suche Navigation Inhaltsbereich Metanavigation Plauen

Hauptmenü

Sprachumschalter

Sprache wechseln

Suche

Logo: Vogtland

Mehrgenerationenwohnen

Allgemeine Informationen

Mit zinsgünstigen Darlehen unterstützt der Freistaat Sachsen den Umbau bestehender Gebäude in innerstädtischen Gebieten, um dort die Wohnsituation sowohl für Menschen mit Behinderungen als auch für Familien und somit für verschiedene Generationen zu verbessern. Besonders kundenfreundlich sind die Darlehen für Bauvorhaben zur barrierefreien Gestaltung von Wohnungen gestaltet. Sie richten sich nach Pauschalbeträgen.

Neben den Förderdarlehen werden für die technische und wirtschaftliche Bauberatung und -betreuung Zuschüsse gewährt.

Tipp: Sofern die Förderbestimmungen für das barrierefreie oder das barrierereduzierende Bauen eingehalten werden, können ab 19.09.2014 zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung des Einbruchschutzes gefördert werden.

Für welche Vorhaben ist eine Förderung möglich?

Fälle für barrierereduzierendes Bauen im Sinne dieses Förderprogrammes sind:

  • Einbau von bedarfsgerechten und gebäudespezifisch geeigneten Aufzügen
  • Veränderungen von Grundrissen im Wohngebäude
  • Schaffung von Gemeinschaftsräumen im Wohngebäude, zum Beispiel für eine Nutzung als Familien- und Begegnungszentrum oder für einen Gesundheits- und Sozialservice
  • Anbau von neuen Balkonen und Erweiterung vorhandener Balkone
  • Einbau von Notrufanlagen, Wechselsprechanlagen und automatischen Türöffnern
  • bauliche Veränderungen im Sanitär- und Küchenbereich
  • Anpassen der Schalter für elektrische Anlagen und Einrichtungen, wie zum Beispiel Licht und Jalousien
  • Verbreiterung von Türen und das Entfernen von Schwellen und Treppen
  • Schaffung von Rollstuhl- und Kinderwagenabstellplätzen in Treppenhäusern oder Nebenräumen
  • Schaffung geeigneter Zugänge zu Gebäuden, Wohnungen und Nebenräumen (Keller, gemeinschaftlich genutzte Räume wie Trockenräume, Waschhäuser und Abstellräume)
  • bedarfsgerechte bauliche und gestalterische Anpassung des unmittelbaren Wohnumfeldes auf dem Grundstück des Eigentümers, zum Beispiel: Schaffung von Kinderspielbereichen, Wäschetrockenplätzen, Begegnungsflächen und Ähnlichem

Alternativ werden der barrierefreie Um- und Ausbau bestehender Wohnungen und in Ausnahmefällen die Errichtung barrierefreier Wohnungen gefördert. Letzteres ist der Fall, wenn die Wohnhäuser städtebaulich sinnvoll sind, eine Baulücke schließen oder eine Brachfläche beseitigen.

In Ausnahmen ist auch eine Förderung von Neubauten möglich.

Hinweis: Die Förderung von Ferienwohnungen ist ausgeschlossen.

Konditionen – Darlehen für Mehrgenerationenwohnen

Darlehenshöhe

für Vorhaben des barrierereduzierenden Bauens:

  • bis zu 75 Prozent der förderfähigen Ausgaben (Anteilsfinanzierung)
  • maximal EUR 50.000 je Wohneinheit oder Gemeinschaftsraum

für Vorhaben des barrierefreien Bauens:

>Festbetragsfinanzierung für Bauarbeiten zur Herstellung der Barrierefreiheit

  • EUR 12.900 je Wohnung, komplett
  • EUR 5.000 je Wohnung, nur Sanitärräume
  • EUR 6.300 je Geschoss, außerhalb von Wohnungen

Laufzeit, Sollzinsbindung

  • maximal 25 Jahre

Zinssatz

  • vom ersten bis zum 25. Jahr: 1 Prozent pro Jahr

Sicherheiten

  • Darlehen über EUR 50.000 sind im Grundbuch an rangbereiter Stelle zu sichern

Konditionen – Zuschuss für die technische und wirtschaftliche Bauberatung und -betreuung

Zuschusshöhe

  • 100 Prozent der nachgewiesenen Ausgaben für die technische und wirtschaftliche Bauberatung und -betreuung

Höchstbetrag

  • maximal EUR 1.000 je Vorhaben

Auszahlung

>Der Zuschuss wird nur in Verbindung mit einem Darlehen gewährt und nach Vollauszahlung des öffentlichen Darlehens und Abschluss der Maßnahmen mit der Darlehensrestschuld verrechnet.

  • Abruf des Darlehens grundsätzlich innerhalb von 12 Monaten, Verlängerung möglich, aber kostenpflichtig
  • bis EUR 25.000 Darlehenssumme: 100 Prozent nach Abschluss der Maßnahme
  • über EUR 25.000 Darlehenssumme: in drei Teilbeträgen nach Baufortschritt möglich (Bestätigung durch sachverständigen Dritten)
  • Mindestbetrag: EUR 5.000

Tilgung

  • annuitätische Tilgung von ca. 3,7 Prozent pro Jahr
  • Tilgung des Gesamtdarlehens spätestens nach 25 Jahren
  • ein tilgungsfreies Jahr (ab Zusage)
  • Sondertilgung ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich
Hinweis: Eine Förderung nach a) kann nur erfolgen, wenn die Wohnung bereits barrierefrei erreichbar ist (setzt Förderung nach Buchstabe c) voraus)

Ablauf:

Nutzen Sie im ersten Schritt das Beratungsangebot der SAB. Im Weiteren empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  • Nutzungskonzept erstellen, Maßnahmen festlegen und deren Kosten ermitteln
  • Antrag bei der SAB stellen

  • Bewilligung erfolgt durch Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Darlehensvertrages
  • anschließend unter Beachtung der Festlegungen im Darlehensvertrag Maßnahmen durchführen
  • Auszahlung nach Abschluss der Maßnahme oder bei Baufortschritt beantragen
  • mit Beantragung der Schlussauszahlung Verwendungsnachweis und Bestätigung der fachgerechten Ausführung durch den Sachverständigen erbringen

Voraussetzungen:

Wer kann einen Förderantrag stellen?

Antragsberechtigt sind Eigentümer
  • eines Grundstücks mit bestehendem Wohngebäude
  • einer oder mehrerer Wohnungen in einem bestehenden Wohngebäude
  • eines Grundstücks, auf dem ein bestehendes Gebäude zum Wohnhaus umgebaut oder ein Wohngebäude errichtet werden soll

Welche Voraussetzungen müssen darüber hinaus erfüllt sein?

  • Die Förderung erfolgt in Städten und Gemeinden mit der Funktion eines Oberzentrums, Mittelzentrums oder Grundzentrums
  • Die zuständige Stadt- / Gemeindeverwaltung muss bestätigen, dass sich das Vorhaben in einem förderfähigen Gebiet (zum Beispiel Sanierungsgebiet, Erhaltungsgebiet, "Stadtumbau", "Soziale Stadt", "nachhaltige Stadtentwicklung und Revitalisierung von Brachflächen") befindet und den demografischen und wohnungspolitischen Zielsetzungen der Gemeinde entspricht.
  • Bestehende Wohnhäuser und Wohnungen sowie Gebäude, die zu Wohnhäusern umgebaut werden sollen, müssen über zehn Jahre alt sein.
  • Die Gesamtbelastung aus der Finanzierung und den sonstigen Aufwendungen muss auf Dauer tragbar erscheinen.
  • Dem Vorhaben dürfen öffentlich-rechtliche Vorschriften nicht entgegenstehen, insbesondere für genehmigungspflichtige Baumaßnahmen an Kulturdenkmalen.

Zweckbindungsfrist

Der geförderte Wohnraum darf innerhalb von 25 Jahren keiner anderen Nutzung zugeführt und nicht zurückgebaut werden.

Frist/Dauer

  • Abruffrist: innerhalb von 12 Monaten nach Bewilligung des Darlehensvertrages

Das Vorhaben darf erst nach Finanzierungszusage begonnen werden. Ein Vorhaben gilt als begonnen, wenn der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- und Leistungsvertrags erfolgt ist. Planungsleistungen gelten nicht als Baubeginn.

Kosten

  • Darlehenszinsen
  • Entgelt bei Nichtabnahme: einmalig 1 Prozent des Gesamtdarlehens, höchstens EUR 1.000

Weitere Kosten entstehen regelmäßig für die Bestellung von Sicherheiten (Grundpfandrechte) und für die Versicherung des Wohngebäudes. Darüber hinaus können im Einzelfall weitere Kosten anfallen.

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium des Innern, Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB)

Zu den Lebenslagen

Formulare

Seitenfunktionen

Metanavigation