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Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragen

Allgemeine Informationen

Liegt Ihre Ausbildungsstätte weit entfernt, so dass Sie während der Berufsausbildung oder Berufsvorbereitung nicht daheim bei Ihren Eltern wohnen, können Sie bei der Bundesarbeitsagentur Berufsausbildungsbeihilfe beantragen.

Mit der Berufsausbildungsbeihilfe sollen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten ausgeglichen werden, die Ihnen durch die auswärtige Unterbringung während der Ausbildung entstehen. damit einer angemessenen beruflichen Qualifizierung nichts entgegensteht.

Die Berufsausbildungsbeihilfe muss nicht zurückgezahlt werden.

Ablauf:

Die Berufsausbildungsbeihilfe beantragen Sie schriftlich mit dem vorgeschriebenen Formular. Den Antragsvordruck beziehen Sie über Ihre zuständige Arbeitsagentur (zuständige Stelle), oder Sie nutzen das Online-Verfahren.

  • Rufen Sie den Online-Dienst auf, Sie werden Schritt für Schritt durch die Antragstellung geführt. Alternativ füllen Sie das Antragsformular aus und reichen dieses mit den weiteren Unterlagen bei der zuständigen Stelle ein.
  • Die Agentur für Arbeit prüft Ihren Anspruch. Dabei werden das eigene Einkommen, das Einkommen der Eltern oder Ehepartner einbezogen. Zusätzlich werden Freibeträge und Zusatzbedarfe berücksichtigt.
  • Nach Abschluss der Prüfung erhalten Sie einen Bescheid, in dem die Höhe Ihrer Berufsausbildungsbeihilfe angegeben ist.

Voraussetzungen:

Antragsberechtigte

  • Auszubildende
  • Teilnehmer einer berufsvorbereitenden Maßnahme
Hinweis: Unter bestimmten Voraussetzungen können auch ausländische Antragstellende beziehungsweise eine Berufsausbildung im Ausland gefördert werden. Nähere Informationen hierzu erteilen die Berufsberater der Agentur für Arbeit.

Persönliche Voraussetzungen

  • Sie wohnen während der Ausbildung nicht bei Ihren Eltern, weil der Ausbildungsbetrieb vom Elternhaus zu weit entfernt ist.
  • Wohnen Sie nicht bei Ihren Eltern, aber in deren Nähe, können Sie die Berufsausbildungsbeihilfe ebenfalls erhalten, wenn Sie
    • das 18. Lebensjahr vollendet haben
    • verheiratet sind oder waren
    • mindestens ein Kind haben, mit dem Sie dauerhaft zusammenleben

Für Menschen mit Behinderung gelten abweichende Regelungen. Sie können die Förderung auch erhalten, wenn sie:

  • Berufsausbildungen, die im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung abweichend von den Ausbildungsordnungen für staatlich anerkannte Ausbildungsberufe oder in Sonderformen für behinderte Menschen durchführen.
  • die Ausbildung über das vorgesehene Ausbildungsende hinaus verlängern
  • die Ausbildung ganz oder teilweise wiederholen, wenn Art oder Schwere der Behinderung es erfordern oder eine dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben sonst nicht möglich wäre
  • im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnen

Ausbildungsvorraussetzungen

Berufsausbildung:

  • erstmalige Berufsausbildung
    • Eine zweite Berufsausbildung kann gefördert werden, wenn zu erwarten ist, dass eine berufliche Eingliederung dauerhaft auf andere Weise nicht erreicht werden kann und durch die zweite Berufsausbildung die berufliche Eingliederung erreicht wird.
  • anerkannte Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder dem Seemannsgesetz
    • Die Durchführung kann betrieblich, außerbetrieblich oder nach dem Altenpflegegesetz erfolgen.
  • Abschluss eines Berufsausbildungsvertrages und Eintrag bei der zuständigen Kammer
Nach der vorzeitigen Lösung eines Ausbildungsverhältnisses (Ausbildungsabbruch) darf erneut gefördert werden, wenn für die Lösung ein berechtigter Grund bestand.

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme:

  • die "Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme" (BVB) wird im Auftrag der Agentur für Arbeit durchgeführt

Eine Beihilfe für schulische Berufsvorbereitungsmaßnahmen kann nicht gewährt werden.

Zuständige Dienststelle

Erforderliche Unterlagen

  • Antragsformular
  • Ausbildungsvertrag
  • Mietvertrag
  • Nachweise des Einkommens der Eltern und gegebenenfalls des Ehegatten (Steuerbescheid oder Jahreslohnbescheinigung für das vorletzte Kalenderjahr)

Unter Umständen kann die Agentur für Arbeit weitere Unterlagen verlangen, wenn sie es für die Beurteilung der Förderfähigkeit für nötig hält.

Frist/Dauer

Antragstellung: vor Beginn der Maßnahme

Bei nachträglicher Beantragung kann ein Zuschuss frühestens ab dem Monat der Antragstellung gewährt werden.

Auszahlungszeitraum

  • bei beruflicher Ausbildung: 18 Monate
  • bei anderen Bildungsmaßnahmen: 1 Jahr

Nach Ablauf des Auszahlungszeitraumes müssen Sie die Leistungen erneut beantragen.

Kosten

keine

Sonstiges

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Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit

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