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Berufliche Weiterbildung, Förderung beschäftigter Arbeitnehmer - Arbeitsentgeltzuschuss (§ 81 Absatz 5 SGB III)

Allgemeine Informationen

Als Arbeitgeber können Sie unter bestimmten Voraussetzungen von der Bundesagentur für Arbeit während der Zeit einer beruflichen Weiterbildung Ihrer geringqualifizierten Arbeitnehmer einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt erhalten. Die Weiterbildung muss dazu unter anderem wegen eines fehlenden Berufsabschlusses als notwendig anerkannt worden sein und im Rahmen eines bestehenden Arbeitsverhältnisses durchgeführt werden.

Die Zuschüsse zum Arbeitsentgelt können bis zur Höhe des Betrages erbracht werden, der sich als anteiliges Arbeitsentgelt für weiterbildungsbedingte Zeiten ohne Arbeitsleistung errechnet. Wird die Arbeitsleistung nur zeitweise durch die Weiterbildung eingeschränkt, orientiert sich die Zuschusshöhe an dem anteiligen Ausfall der Arbeitsleistung.

Berücksichtigungsfähig sind das vom Arbeitgeber regelmäßig gezahlte Arbeitsentgelt, soweit es das tarifliche Arbeitsentgelt oder, wenn eine tarifliche Regelung nicht besteht, das für vergleichbare Tätigkeiten ortsübliche Arbeitsentgelt nicht übersteigt, sowie pauschaliert der Anteil des Arbeitgebers am Gesamtsozialversicherungsbeitrag.

Hinweis: Ein Rechtsanspruch auf einen Zuschuss besteht nicht.

Ablauf:

  • Der Arbeitsentgeltzuschuss muss durch den Arbeitgeber beantragt werden.
  • Die Agentur für Arbeit entscheidet über die Förderung und zahlt den Zuschuss an den Arbeitgeber aus.

Voraussetzungen:

Anerkannt wird die Notwendigkeit der Weiterbildung bei Arbeitnehmern wegen fehlenden Berufsabschlusses, wenn Sie

  • über einen Berufsabschluss verfügen, jedoch auf Grund einer mehr als vier Jahre ausgeübten Beschäftigung in an- oder ungelernter Tätigkeit eine dem Berufsabschluss entsprechende Beschäftigung voraussichtlich nicht mehr ausüben können, oder

  • über einen Berufsabschluss verfügen, jedoch auf Grund einer mehr als vier Jahre andauernden Arbeitslosigkeit, Kindererziehung und/oder Pflege eines Angehörigen der Pflegestufe I bis III eine dem Berufsabschluss entsprechende Beschäftigung voraussichtlich nicht mehr ausüben können, oder
  • nicht über einen Berufsabschluss verfügen, für den nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften eine Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren festgelegt ist. Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss, die noch nicht drei Jahre beruflich tätig gewesen sind, können nur gefördert werden, wenn eine berufliche Ausbildung oder eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme aus in ihrer Person des Arbeitnehmers liegenden Gründen nicht möglich oder nicht zumutbar ist.

Weitere Voraussetzungen

  • Wegen der Teilnahme an der Weiterbildung kann ganz oder zeitweise die Arbeitsleistung nicht erbracht werden.
  • Das Arbeitsverhältnis besteht über die Gesamtdauer der Weiterbildung hinaus fort. Der Arbeitgeber stellt den Arbeitnehmer für die Dauer der Weiterbildungsteilnahme unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts frei.
  • Die Maßnahme führt zu einem nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften anerkannten Berufsabschluss, dessen reguläre Ausbildungsdauer mindestens 2 Jahre beträgt.

Der Anspruch auf Arbeitsentgeltzuschuss entfällt, wenn die Teilnahme an der Maßnahme abgebrochen wurde.

Hinweis: Sofern die individuellen Voraussetzungen sowie die Zulassung (Zertifizierung) des Weiterbildungsträgers und der Weiterbildungsmaßnahme vorliegen, kann eine Co-Finanzierung der Weiterbildungskosten im Rahmen der Vorschriften zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Dritten Sozialgesetzbuch (§ 81f. SGB III) an den Arbeitnehmer gewährt werden. Lassen Sie sich dazu von der für Sie zuständigen Stelle beraten.

Erforderliche Unterlagen

Antragstellung

Dem vom Arbeitgeber zu stellenden Antrag auf Arbeitsentgeltzuschuss muss eine Erklärung des Arbeitnehmers beigefügt werden.

Beginn der Förderung

Umgehend nach dem Beginn der Förderung muss eine Bescheinigung des Trägers vorgelegt werden, die nachweist, dass der Arbeitnehmer an der Bildungsmaßnahme teilnimmt.

Nach der Förderung

Nach der Förderung (beziehungsweise unverzüglich bei Veränderungen) ist durch den Arbeitgeber eine Erklärung zur Gewährung des Arbeitsentgeltzuschusses für die Weiterbildung Beschäftigter (Beschäftigungsnachweis) abzugeben. Der Arbeitnehmer muss diese Erklärung ebenfalls unterschreiben. Innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Förderzeitraumes ist der Nachweis über die tatsächlich gezahlten Arbeitsentgelte und abgeführten Sozialversicherungsbeiträge (Lohn-/ Gehaltsbelege) vorzulegen.

Frist/Dauer

Antragsfrist: rechtzeitig vor Beginn der Weiterbildung

Kosten

keine

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit

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