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Plauener Stadtnachrichten

20.04.2016

Atemlos durch's Archiv

Ganz am Anfang dachte sie manchmal, hoffentlich hältst Du das aus hier im Archiv. Über 25 Jahre nach der Wiedervereinigung sagt sie in Anlehnung an einen Schlager "Atemlos durch's Archiv". Insgesamt aber will sie keines von den 42 Jahren vermissen, die sie im Archiv der
Stadt Plauen gearbeitet hat, davon 28 als Leiterin. Die Rede ist von
Martina Röber, die Mitte April nach 42 Dienstjahren in de Ruhestand verabschiedet wurde. Zu den vielen Weggefährten, die ihr herzlich für die engagierte Arbeit dankten, gehörte natürlich auch Oberbürgermeister
Ralf Oberdorfer.

Im Januar 1973 begann Martina Röber ihre Tätigkeit im Archiv.
"Das war eigentlich mehr Zufall. Mit einer Freundin besuchte ich im Stadtarchiv einen der Vorträge, die es immer zum Spitzenfest gab.
Da ich an Geschichte interessiert war, wollte ich mehr von der Archivluft schnuppern", erinnert sie sich. Schon 1973 begann dann für die 20-jährige Abiturientin das Fernstudium an der Fachhochschule Potsdam, das sie erfolgreich als Diplomarchivarin (FH) beendete.
"Von der damaligen Leiterin Ingeburg Sachs und den Kolleginnen erhielt ich viel Unterstützung", ist sie dankbar.

Dass das Stadtarchiv zu jener Zeit noch einen ganz anderen Charakter hatte, zeigt sich auch in der Tatsache, dass die Mitarbeiter mit dem Handwagen zum oberen Bahnhof gelaufen sind, um schweres Archivmaterial, das aus Dresden kam, vom Zug ins Rathaus zu holen.

Nach 42 Dienstjahren im Stadtarchiv wurde Martina Röber in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Brand-Aktuell

Nach 42 Dienstjahren im Stadtarchiv wurde Martina Röber in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Brand-Aktuell

Umso größer war die Herausforderung dann nach der Wiedervereinigung. Der neue Umgang mit Archivmaterial musste bei der Arbeit gelernt werden. "Die wohl größte Herausforderung war die Umstellung auf PC und Scanner", schätzt Martina Röber ein. Ebenso erforderte der Umzug des Archivs in die Räume mit Zugang direkt von der Herrenstraße aus viel Kraft.

Zu den Dokumenten, die ihr im Plauener Stadtarchiv am liebsten sind, zählt sie die Bachbriefe und das Testament einer Priorin von 1329.
"Aber alle kenne ich natürlich gar nicht, alle in der Hand zu halten ist in
40 Berufsjahren, selbst in 60 nicht zu schaffen", meint sie. Bei 5.000 laufenden Metern Archiv- und Sammlungsgut sowie einer Bibliothek mit 1.000 Bänden auf 2.000 Quadratmetern ist das wohl wirklich nicht möglich. "Außerdem ist unsere wichtigste Aufgabe, Dienstleister zu sein", betont sie. Auch in ihrer Freizeit beschäftigt sich Martina Röber mit Geschichte, um sie für das Leben in der Gegenwart und Zukunft aufzuarbeiten. Dafür stehen ihr Schaffen als Autorin heimatgeschichtlicher Texte und die Mitgestaltung der Jahresausstellungen im Archiv. Die jüngste unter dem Titel "Plauener Stadtansichten im Fokus - Architektur, Kunst und Denkmäler" wurde gerade erst eröffnet.

Nun will sie das Mehr an Freizeit nutzen, um mehr mit ihrem Mann und den beiden Töchtern zusammen zu sein. Die Geschichte und das Archiv wird sie wohl aber nicht aufgeben. "Da ist ja das Stadtjubiläum 900 Jahre Plauen, das vorzubereiten ist", blickt Archivarin Martina Röber voraus.

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Nadine Läster

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