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Friedliche Revolution ´89

Zum Geleit

"Wir sind das Volk" und "Wir wollen Reformen" - so riefen Tausende bei den ersten Demonstrationen des Wendeherbstes 1989. Das DDR-Regime, das auf die Demonstrationen zunächst mit brutalen Übergriffen und Massenfestnahmen reagierte, wurde allein durch die rasch anwachsende Zahl der Demonstranten zum Einlenken gezwungen - zum ersten Mal in den sächsischen Städten Plauen, Dresden und Leipzig. ...

Die friedliche Revolution 1989 in Plauen

Die friedliche Revolution 1989 in Plauen

Niemand ahnte damals, dass der Aufbruch aus der verkrusteten Politbürokratie des SED-Staates binnen weniger Monate in einen Weltpolitischen Epochenwechsel einmünden würde. Eine Entwicklung, die in Polen, Ungarn und in der Sowjetunion allmählich begonnen hatte, beschleunigte sich im Herbst 89 in der bis dahin gelähmten DDR schlagartig - und die deutsche friedliche Revolution beförderte wiederum die Freiheitsbestrebungen anderer Osteuropäischer Völker.

In dem Moment als sich in der DDR Oppositionstruppen und Ausreisebewegungen zusammentaten, wurde der Ruf nach Freiheit zu einem Massenphänomen, zum ersten Mal seit dem Juni-Aufstand von 1953 hatten öffentlich protestierende Menschen das Gefühl, nicht mehr allein zu sein sondern sich in einer tragenden Gemeinschaft zu befinden, die schließlich die Mehrheit der Bevölkerung ausmachte.

Identitätsstiftende Erfahrung

Die meisten Ostdeutschen haben die Ereignisse des Herbstes 89 als Selbstbefreiung erlebt: Massendemonstrationen, Runde Tische und Bürgerkomitees erreichten die Überwindung von Anpassungsdruck und Repression, von ideologischer Indoktrination und Mangelwirtschaft, von Mauer und Isolation. Diese Identität stiftende Erfahrung, Freiheit und Demokratie selbst errungen zu haben, wurde später bei vielen durch die "nur" übernommenen rechtstaatlichen Strukturen überlagert, ebenso durch aktuelle Alltagsprobleme. ...

Auszug aus "Die friedliche Revolution in Sachsen" (Aufbruch 89)
Michael Beleites, Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

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