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Stadtplakettenverleihung 2008

Stadtplaketten für verdiente Bürger der Stadt Plauen

Stadtplakette

Am 18. September 2008 zeichnete der Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer in einer Festsitzung des Stadtrates im Saal des Vogtlandkonservatoriums Plauen verdiente Persönlich-keiten, die sich in besonderem Maße um die Entwicklung der Stadt Plauen, um deren Ansehen oder um das Wohl ihrer Bürger verdient gemacht haben mit der Stadtplakette der Stadt Plauen aus.

Ausgezeichnet wurden:

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Maria Fromme †

„Ich hoffe, dass unsere Gruppe durch die Auszeichnung noch bekannter wird“, kommentiert Maria Fromme ihre Ehrung mit der Stadtplakette, „wir können jede Hilfe und Unterstützung gebrauchen.“ Sie weiß, wovon sie spricht, denn Maria Fromme hat 1991 die „Frauenselbsthilfe nach Krebs - Gruppe Plauen - Vogtland“ mit gegründet und leitet sie.
„Mich hat es 1986 erwischt“, erinnert sich die Unterstufen-lehrerin und Hortnerin, „irgendwann wollte ich nicht mehr allein sein zuhause, einfach raus.“ Im Fernsehen hatte sie von einer Selbsthilfegruppe in Mannheim erfahren, ging zur Fürsorgestelle, um etwas Ähnliches aufzubauen, wurde aber vertröstet. Dann kam die Wende. Maria Fromme schrieb gleich nach Mannheim, schon 1990 trafen sich Betroffene, 1991 wurde die Gruppe Plauen Vogtland der Frauenselbsthilfe nach Krebs gegründet. „Du darfst, aber du musst nicht zu uns kommen“ , beschreibt Maria Fromme das Grundprinzip der Gruppe, „so können soziale Kontakte zwanglos geknüpft werden. Für mich waren und sind sie sehr wichtig. “Unterstützt wird sie von ihren drei Kindern und ihrem Mann. Er übernimmt die Fahrerrolle. Schlimm findet sie den Papierkram, vor allem die Fördermittelanträge, um von Stadt und Kreis Geld beispielsweise für Telefon und Fahrkosten zu erhalten, oder von der Deutschen Krebshilfe für Weiterbildungen. Alles andere läuft ehrenamtlich, wird selbst finanziert oder ab und an mal durch eine Spende. Maria Fromme teilt sich mit drei weiteren Frauen die Vorstandsarbeit. Heute gehören der Gruppe 130 Mitglieder an, dazu gibt es eine junge Gruppe mit 20 Mitgliedern. Die Angebote reichen von monatlichen Treffen, Sommerfest, Weihnachtsfeier und Geburtstagsrunde aller zwei Monate über wöchentliche Gymnastik, Schwimmen, Wassergymnastik, Nordic Walking und ab und an kleinere Wanderungen bis hin zum Keramikzirkel. Eine Menge Verantwortung für andere, wenn man selbst angeschlagen ist. Doch Maria Fromme meint: „Jammern nutzt nix, anpacken hilft. Mein größter Wunsch damals war, 50 zu werden und Großmutter. Jetzt bin ich 67, habe vier Enkel. Bin ich nicht reich!“

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Brigitte Unger

Als Lehrerin und Fachberater für Geografie stellte Brigitte Unger fest, dass sowohl Lehrer als auch Schüler ein übersichtliches Nachschlagewerk über das Vogtland benötigen. Das war 1990. Die engagierte Pädagogin begann, diesen Mangel zu beseitigen. Es entstand die Idee vom Vogtlandatlas. Sie suchte und fand kompetente Mitstreiter und Autoren. „Ich habe allen immer gleich gesagt, dass sie ehrenamtlich arbeiten. Aber ich konnte sie mit meinem Konzept überzeugen“, erinnert sie sich lachend. Die Arbeit begann, half der gebürtigen Treuenerin über eine schwere Krankheit hinweg, brachte Unterstützung bei Kommunalpolitikern und Wissenschaftlern - und 2003 wurde die erste Auflage veröffentlicht. „Der wichtigste Helfer war mein Mann, der mir immer wieder Mut machte. Die erste Ausgabe hatte er noch in der Hand“, erinnert sich Brigitte Unger mit Wehmut. Nach seinem Tod setzte sie wohl in seinem Sinn die Arbeit fort. Inzwischen liegt die dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage vor. In den bisherigen Gebieten Natur, Geschichte, Bevölkerung und Wirtschaft sind auf Wunsch vieler Nutzer nun auch Themen wie Mineralien, Kirchen und erneuerbare Energien enthalten. Doch Brigitte Unger beschäftigtsich nicht nur mit dem Vogtlandatlas. Wandern, klassische Musikhören, selbst Klavier spielen, Botanik, Reisen, um Natur und Umwelt zu erschließen, gehören zu ihren Hobbys. Und Gesteine, die sie im geologischen Garten am Pfaffengut angelegt hat. Als 70jährige schafft sie es mit viel Herzblut, Schüler für die Millionen Jahre alten Zeugen der Vogtlandgeschichte zu begeistern, „weil sie die Steine angreifen können, damit begreifen, auch die Werte der Heimat.“ Mit diesem Begreifen greift dann manch Schüler und Lehrer auch zum Vogtlandatlas, den Brigitte Unger immer wieder empfiehlt, „nicht nur Lehrern und Schülern, sondern auch Behörden und Firmen“, betont sie und meint lachend: „Ich weiß, wenn man nicht etwas übertreibt, wird nichts.“ Dieses Engagement für ihre Heimat wird in diesem Jahr mit der Stadtplakette geehrt.

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Dietmar Schönherr

„Ich böse, wenn man mich einen Narren nennt - nein, nein, da habe ich gar keinen Grund dazu,
ich werd ja sogar dafür ausgezeichnet“, lacht Dietmar Schönherr über seine Ehrung mit der Stadtplakette, die er als Vorsitzender des Vereins Vogtländischer Carnevalisten - VVC - erhält. „Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich dafür mal ausgezeichnet werde. “
Aber: Was unter seiner Leitung entstand, ist aller Ehren wert.
Der Faschingsumzug mit dem anschließenden Programm auf dem Altmarkt ist für Plauen und das Vogtland ein absoluter Höhepunkt. Hunderte Faschingsverrückte gestalten einfallsreich den Umzug, Tausende Narren säumen die Straßen. Dietmar Schönherr erinnert sich an den ersten Umzug 1994: „Wir haben uns am Oberen Bahnhof gestellt, wussten nicht, ob überhaupt jemand zuschaut. Dann sind wir um die Kurve und sahen eine riesige Menschenmenge, es war Wahnsinn. “ Und er ergänzt, dass sein „Mit-Narr“ Hilmar Brademann die Idee hatte für den Umzug. Zwei Jahre später zogen dann die Narren unter Leitung des HCC erstmals durch die Stadt. Dietmar Schönherr brachte Erfahrung für „die ernste Sache Fasching“ mit.
Der Elektrokonstrukteur im Schaltanlagenbau gehörte zu den Begründern des legendären Betriebsfaschings in der ehemaligen Elgawa. „Ich hab aber immer im Hintergrund gewirkt, organisatorisch und technisch“, erzählt er und lobt die Unterstützung durch die Betriebsleitung der Elgawa und die Geschäftsführung der Nachfolge-Firma Kirchgässner. Als es nach 1990 die Elgawa nicht mehr gab, mischte er im Handwerker Carneval Club - HCC - mit und gründete schließlich 2002 den VVC mit. Vor wenigen Wochen hat er den VVC-Vorsitz Joachim Kriester übergeben. Das war lange geplant, weil er auf „seine Zahl“ geschaut hat, obwohl ihm die 65 niemand ansieht. So bleibt mehr Zeit für seine Frau und die beiden Söhne und für den Vorstand in der Gartensparte „Gute Hoffnung II“. Aber beim Rathaussturm am 11.11. und beim Faschingsumzug ist Dietmar Schönherr dabei:
„Es macht Spaß, Leute in die Stadt zu bringen.“

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