| Konventsgebäude erhält neues Dach |
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Zum Richtfest des Konventsgebäudes hatte Oberbürgermeister
Ralf Oberdorfer am Vormittag des 20. Dezember 2006 eingeladen.
Anfang September 2006 informierte die Landeskonservatorin,
Dr. Rosemarie Pohlack vom Landesamt für Denkmalpflege Dresden den Plauener Oberbürgermeister, dass für die Dachinstandsetzung des denkmalgeschützen Gebäudes durch die Stadt Plauen Fördermittel beantragt werden können. Bereits Anfang Oktober ging der Bewilligungbescheid in der Stadtverwaltung ein und es konnte schon Anfang November 2006 mit den Arbeiten begonnen werden. Mit der Mittelzuwendung aus dem Landesförderprogramm Einzeldenkmalförderung wird die Dachinstandsetzung zu 80 Prozent gefördert. Insgesamt betragen die Baukosten zirka 400.000 Euro.
Die Ursprünge des Gebäudes gehen auf den Deutschen Orden im 13. Jahrhundert zurück.
Durch das Landesamt für Denkmalpflege Dresden wurden die Überreste dieses mittelalterlichen Gebäudes als Kulturdenkmal von herausgehobener Bedeutung eingestuft. Das neue Dach entspricht in der Gesamtansicht den historischen Vorlagen. Die Planung des Gebäudes wurde vom Büro für Architektur und Bauforschung Angelika & Andreas Kern vorgenommen.
Bisher wurde die notwendige Ergänzung des Mauerwerkes und des Bruchsteins abgeschlossen. Danach wurde der neue Ringanker montiert, der Voraussetzung für den Aufbau des Dachstuhls war. Voraussichtlich bis Ende Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Restarbeiten erfolgen im Januar 2007.
Nach Abschluss der Bauarbeiten soll die Ruine für eine "sanfte Sommernutzung" wie zum Beispiel für Konzerte, kirchliche und mittelalterliche Veranstaltungen genutzt werden.
Richtspruch Komturhof Plauen, gesprochen von Zimmerermeister Heinz Lesko
Zum Richtfest lasst mich heut’ den Gruß Euch bieten
wie es von je dem Zimmermann gebührt.
Es ist ein seltener Bau, haushoch verschieden
von allem, was bisher wir ausgeführt.
So mancher Sturm voll Allgewalt
durchbrauste schon den Plauner Wald,
und streift dabei jahraus, jahrein
auch manchesmal den Konvent,
das er erbebt im grimmen Krach
tief von den Kellern bis zum Dach.
Da brachen wilde Flammen aus,
von Granaten angezündet.
Das Feuer fraß mit Hast und Wut
den halben Dachstuhl gut.
Immer wieder peitschte der Regen nass
durch das verwundete Dach oft, -so dass
der Zahn der Zeit das wenige Holz zerbiss,
die Sonne das restliche Gebälk zerriss,
bis nun am End das Dachgestühl
zerbrechlich ward- und auch zerfiel,
wie dies nach der gegebenen Frist
wohl vielen Lebens Schicksal ist. -
Doch gilt es hier in uns`rem Land,
dass man mit Herz und mit Verstand
die großen Werke früh`rer Zeit
mit Würde fort und fort betreut
und sie beschützet und sie erhält
gen alle Wetter und Kriege dieser Welt,
der Zukunft nötig sie erneut
als Zeugnis der Vergangenheit.
Woran die Gegenwart sodann
sich auch mal wieder messen kann, -
ob sie es heute -klug bedacht -
wohl würdiger, wohl besser macht?!
In diesem Sinne-allgemacht-
sei auch erneuert dieses Dach!
Mög`es dem Konvent ein sicherer
Beschützer sein,
das dieser Bau, so stolz und schön,
dem fernen, stürmischen Gedröhn,
das durch die heimischen Wälder hier geht,
viel hundert Jahre widersteht!
In dem romantischen Gewand
werde es für unser Heimatland
ein Kleinod und für jeden Blick
ein freundlich zauberhaftes Glück!
Doch nun sei endlich durch die Bank
den Leuten allen herzlich Dank,
die an dem Bau so tüchtig-schlicht
erfüllten ihre Handwerkspflicht!
Wir danken den Bauherrn, er war stets bereit
zu fördern die gute Zusammenarbeit.
Beim Termin hat`s uns schon ein bischen gegraut,
doch empfehlen Sie uns, wenn Ihr wieder mal baut.
Dem Regierungspräsidium Chemnitz auch Dank gebühr,
dass es das Geld dazu spendiert -
und so an uns`res Volkes statt
für dieses Dach was übrig hatt`.
Zum Schluss trink ich noch diesen Sekt
zum Wohl des Komturhofes so dass er schmeckt!
Glas
Und aus dem Scherben komm`zurück
auch weiterhin noch recht viel Glück
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