| Plauener gedenken der Zerstörung ihrer Stadt vor 60 Jahren |
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Plauen 10. April 1945 – in memoriam
Am 10. April jährt sich zum sechzigsten Mal die Zerstörung der Stadt Plauen. In der Nacht zum
10. April des letzten Kriegsjahres wurde der letzte und stärkste Bombenangriff auf Plauen geflogen.
Die insgesamt 14 Angriffe auf die Stadt forderten 2300 Todesopfer. Große Trümmerflächen breiteten sich über das gesamte Stadtgebiet aus.
Zahlreiche Veranstaltungen widmet die Vogtlandstadt diesem Anlass.
„Es ist mir wichtig, dass wir diesen folgenreichen Tag in unserer Stadtgeschichte würdig begehen und dass wir die Aktivitäten und Veranstaltungen weitestgehend koordinieren und in einem Veranstaltungsprogramm bündeln“, so das Plauener Stadtoberhaupt.
„Von den Deutschen mit den Luftangriffen auf Warschau, Rotterdam und Coventry begonnen, wurde ab 1942 Deutschland selbst Bombenziel. Die Alliierten setzten die flächendeckende Zerstörung von Städten mit dem Ziel ein, die Bevölkerung zu demoralisieren. Vom 12. September 1944 bis zum
10. April 1945 wurde Plauen mit 14 Angriffen belegt. Die Stadt wurde zu fast 75 % vernichtet und gehört zu den am schwersten zerstörten Groß- und Mittelstädten Deutschlands. Die einst geschäftige Industrie- und agile Kulturstadt wurde in eine Trümmerwüste verwandelt.
An dieses für unsere Stadt und ihre Menschen so tragische Datum wollen wir mit Veranstaltungen die Erinnerung wach halten.
Wenn wir dabei auch gleichsam auf 60 Jahre Frieden in Deutschland zurückblicken können, sollten wir die Besinnung an das Vergangene als Mahnung für die Zukunft verstehen. In unserer Verantwortung muss es dabei liegen, keinerlei Verzerrung der geschichtlichen Wahrheit zu zulassen und jedes Wiedererstarken nationalsozialistischer Ideologie zu verhindern.
Es ist nur zu hoffen, dass die Gedenktage uns gegenüber jenen Menschen sensibel werden lassen, die durch Kriege aber auch durch Naturkatastrophen gegenwärtig Trauer, Leid und Not erdulden müssen“, so Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer in seinem Vorwort auf dem Faltblatt, das aus Anlass der Gedenktage erschienen ist.
Ein Teil der Veranstaltungen richtet sich ganz besonders an die jungen Menschen in und um Plauen. So entstand im Gespräch mit Zeugen der tragischen Geschehnisse im Plauen des Jahres 1945 auch die Idee, dass sich die damals (im Jahre 1945) Jungen am Abend des 10. April jenseits der Öffentlichkeit mit den heute Jungen treffen, um gemeinsam der 60. Wiederkehr jener schrecklichen Stunden zu gedenken und den Jungen von heute und künftigen Generationen ein mahnendes Vermächtnis zum Frieden zu bewahren.
Auch werden Plauener Schüler der 6 Mittelschulen, der 2 Gymnasien und der 2 Beruflichen Schulzentren in der Stunde des Angriffs, am 10. April um 22.30 Uhr mit Kerzen Friedenstauben und den Schriftzug „Nie wieder Krieg“ in das nächtliche Plauen „zeichnen“.
Foto: Plauen vor der Bombardierung (Vogtlandmuseum Plauen)
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Foto: Plauen im Sommer 1945 (Vogtlandmuseum Plauen)
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