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Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Dieses Denkmal wurde 1892, noch vor Anlegung des Stadtparks, zu Ehren des deutschen Regenten Kaiser Wilhelm I. im Kaiser-Wilhelm-Hain errichtet. Es bestand aus einem ca. 12 Tonnen schweren Diabasblock aus Tauschwitz. Daran wurde ein Bronzemedaillon mit dem Bildnis des Kaisers angebracht, gekrönt von einem Adler. Der Entwurf stammt von Prof. Christian Daniel Rauch (Begründer der Berliner Bildhauerschule).

Die Umsetzung erfolgte durch die Berliner Firma Schäffer & Walcker, die wenige Jahre später auch den „Stadtpark-Drachen“ herstellte. 1892 wurde das Denkmal eingeweiht. 1901 brachte man nachträglich einen bronzenen Lorbeer- und Eichenkranz um das Medaillon an und darüber eine Krone. Ab dem Jahre 1940 mussten aufgrund einer Verordnung alle Denkmale mit Kupfer- und Bronzeteilen an die Reichsstelle für Metalle gemeldet werden. Sie wurden dringend als Rüstungsreserve benötigt. Auf Anweisung des sächsischen Reichsstatthalters entfernte man die Bronzeteile des Denkmals im März 1943. Der heutige Verbleib ist nicht bekannt. Vermutlich wurden sie eingeschmolzen. Der Diabasblock aber steht noch heute.