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ehemalige Musikhalle

Seit ca. 1918 fanden im Stadtpark während der Sommermonate wöchentliche Konzerte der Städtischen Kapelle des Theaters sowie Sonntagmorgen-Konzerte des Plauener Sängerbundes statt. Jedoch fehlte dazu eine geeignete Schutzhalle für Musiker und Instrumente.

Aufgrund hoher Kosten und der Inflation infolge des Ersten Weltkriegs erfolgte der erste Spatenstich erst im Mai 1924. Am 29. Juni 1924 wurde die Musikhalle mit einem Eröffnungskonzert feierlich eingeweiht. Das eingeschossige Gebäude hatte einen rechteckigen Grundriss mit massivem Sockel, darüber Wände in Fachwerkkonstruktion und eine aufwendige Dachform. Der Musikraum war seitlich und zum Tal hin geöffnet. Die Veranstaltungen waren bei der Bevölkerung sehr beliebt. 1925 wurde gegenüber der Halle, auf dem Plateau über der Drachengrotte, ein bestuhlter Ruheplatz für die Konzertbesucher angelegt. Die Musikhalle wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, es blieben nur die Grundmauern erhalten. 2004 entstand an dieser Stelle als Projekt von Lehrlingen der Immobilienservice Plauen GmbH ein Aussichtspunkt.