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Datum: 02.05.2022

Freistaat fördert Umbau des »Weisbachschen Hauses« in Plauen mit 725.000 Euro

Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch hat am Freitag (29. April)  einen Fördermittelbescheid in Höhe von 725.000 Euro an Oberbürgermeister Steffen Zenner übergeben. Mit den Geldern aus dem PMO-Vermögen fördert der Freistaat den Umbau des „Weisbachschen Hauses – Deutsches Forum für Spitze und Stickerei“ in Plauen: die Ausstellungselemente Lichtboden im Erdgeschoss und um die Lichtdecke im 1. Obergeschoss sowie um die wellenartige Außenbekleidung am Dachgeschoss des Neubaus.

Hintergrund zu den PMO-Mitteln

Nach der deutschen Wiedervereinigung verwaltete die Treuhandanstalt das Vermögen von SED und anderen Massenorganisationen der DDR. Die SED, aber auch andere Parteien, hatten Teile ihres Vermögens über Scheinfirmen auf Banken in der Schweiz transferiert. In jahrelangen Rechtsstreitigkeiten gegen verschiedene Banken, zuletzt unter der Regie der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS), die vom Bundesfinanzministerium als Treuhandnachfolge eingesetzt worden war, wurde auf die Herausgabe dieser Vermögenswerte geklagt. Das verfügbare Vermögen wird auf Basis der Einwohnerzahl zum 31.12.1991  auf die ostdeutschen Bundesländer verteilt.  Der Einigungsvertrag legt zur Mittelverwendung fest: Die ostdeutschen Länder müssen das Geld für Maßnahmen der wirtschaftlichen Umstrukturierung oder für investive oder investitionsfördernde Maßnahmen im sozialen und kulturellen Bereich einsetzen.

Kosten und Föderung

Die Gesamtbaukosten betragen aktuell 11.5 Mio Euro davon wurden bisher 6,2 Mio Euro Zuwendungen über das Programm Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE ISE) bewilligt.

Zusätzlich werden über das Bund-Länderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ 770.000 Euro , die Hans-Leopold-Hartensteinstiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 400.000 Euro, das Landesamt für Denkmalpflege des Freistaates Sachsen 30.258 Euro und über PMO (Vermögen der Parteien und der ihnen verbundenen Massenorganisatoren der ehemaligen DDR) 725.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Weitere Finanzhilfen sind beantragt.