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Datum: 04.10.2022

Hohes Besucherinteresse an Fabrik der Fäden erwartet

Ein Besuchererlebnis soll es werden, die Fabrik der Fäden, die derzeit im Weisbachschen Haus in der Elsteraue entsteht. Aktuell wird die Unterkonstruktion der Glasfassade installiert, innerhalb der nächsten fünf Wochen soll die Verglasung des Neubaubereiches zum Mühlgraben fertig gestellt werden. Im kommenden Jahr ist die Eröffnung geplant. „Es wird ein großartiges Museum“, ist Bürgermeister Tobias Kämpf voller Vorfreude. „Wir gehen, anders als im Kultur- und Sportausschuss am 22. September dargestellt, von rund 30.000 Besuchern im Jahr aus, diese Zahl steht auch im Bewirtschaftungsplan. Die kommunizierten 15.000 Besucher waren übervorsichtig berechnet und hingen mit Prognosen in Jahren während der Corona-Pandemie zusammen“, stellt Kämpf richtig.

Das Kulturdenkmal Weisbachsches Haus bildet als bedeutendes Manufakturgebäude der industriellen Entwicklung Sachsens einen wichtigen Teil des industriekulturellen Erbes der Stadt Plauen. Hier zieht die „Fabrik der Fäden“ ein, ein Museum zum Mitmachen und Erleben: Zwar wird der Grundstock der Schau das bestehende Spitzenmuseum sein, das ins Weisbachsche Haus umzieht, aber im künftigen Zentrum wird Historisches auf moderne Weise erlebbar gemacht. Als neues, innovatives und interaktives Museum für vogtländische Textilindustrie öffnet die Fabrik der Fäden als Leuchtturm nationaler Tragweite im Museumssektor der Bundesrepublik im Herbst 2023 die Pforten. Ausgewählte Exponate und Maschinen präsentieren sich im Zusammenspiel modernster Ausstellungsgestaltung mit der ursprünglichen Bausubstanz eines der ältesten Manufakturgebäude Deutschlands. Thematisch gegliederte Ausstellungsbereiche stellen Textilherstellung, Mode, Technologie, sowie Sozial- und Kulturgeschichte facettenreich dar und bieten ein modernes und interaktives Vermittlungsangebot mit zahlreichen Entdeckungen für Groß und Klein.

Für das Gesamtprojekt sind 9,65 Millionen Euro veranschlagt, wobei rund 7,41 Millionen Euro Fördermittel sind.

Bild vergrößern: Planungsansicht zum Weisbachsches Haus © Neumann Architekten BDA
Planungsansicht zum Weisbachsches Haus


Kosten und Föderung

Die Gesamtbaukosten betragen aktuell 11.5 Mio Euro davon wurden bisher 6,2 Mio Euro Zuwendungen über das Programm Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE ISE) bewilligt.

Zusätzlich werden über das Bund-Länderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ 770.000 Euro , die Hans-Leopold-Hartensteinstiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 400.000 Euro, das Landesamt für Denkmalpflege des Freistaates Sachsen 30.258 Euro und über PMO (Vermögen der Parteien und der ihnen verbundenen Massenorganisatoren der ehemaligen DDR) 725.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Weitere Finanzhilfen sind beantragt.