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Datum: 29.04.2021

Wie soll das Weisbachsche Haus künftig heißen?

Das Weisbachsche Haus in der Elsteraue ist eines der ältesten noch vorhandenen Manufakturgebäude Sachsens. Voll an Geschichte und Geschichten, vor allem in Zusammenhang mit der Textilindustrie. Dort wird zurzeit gebaut, umgebaut, saniert: Im Weisbachschen Haus entsteht ein Erlebnismuseum, in dem die Historie der hiesigen Textil- und Spitzenindustrie erlebbar gemacht wird.

Offiziell trägt das Haus den Namen „Weisbachsches Haus Plauen – Deutsches Forum für Textil und Spitze“. Dieser offizielle Titel steht zwar dran, aber für die Vermarktung sucht die Stadt nun einen schlagkräftigen, spannenden, eindeutigen, vielleicht etwas unterhaltsamen, aber auf jeden Fall „Lust auf mehr“-machenden Marketingnamen.

Dieser soll in diesem Sommer gefunden werden. Die Stadt hat am 26. April begonnen, gezielt vorab ausgewählte Fachbüros und Agenturen mit der Bitte um Beteiligung anzuschreiben und zur kreativen Teilnahme aufzufordern. Informationen zum Prozess sind auf www.plauen.de/namensfindung veröffentlicht.

Ende Mai müssen die Vorschläge bei der Stadt eingereicht sein, dann folgt die Auswertung innerhalb einer Jury (bestehend aus Vertretern der Stadt, des Tourismusverbandes und Experten der Branche). Die Top 5 werden ermittelt und bekannt gegeben, dann sind die Plauener*innen gefragt: im Juli/August sollen sie wie auch eine weitere Fachjury (Stadtratsvertreter, Bürgermeister, Museumsdirektor) über die Top 5 abstimmen. Ende September dann soll der Name stehen.

Am 1. April wurde das Ausschreibungsverfahren im Kultur- und Sportausschuss der Stadt Plauen vorgestellt und ohne Änderungswünsche angenommen.

Für den Wettbewerb wurden regional und deutschlandweit 34 Marketing- & Kommunikationsagenturen angeschrieben. Die Auswahl der Fachagenturen fand unter Berücksichtigung der jeweiligen Referenzen und Arbeiten in themennahen und -verwandten Feldern statt. Die Unterlagen zum Wettbewerb sind auf Anfrage bei der Stadt Plauen und dem Vogtlandmuseum Plauen zugänglich. Weitere Interessenten sind von der Teilnahme nicht ausgeschlossen.


Bild vergrößern: Entwurf der Ausstellungspräsentation im Weisbachschen Haus Architekturbüro KOKO
Entwurf der Ausstellungspräsentation im Weisbachschen Haus
 

Kosten und Föderung

Die Gesamtbaukosten betragen aktuell 11.5 Mio Euro davon wurden bisher 6,2 Mio Euro Zuwendungen über das Programm Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE ISE) bewilligt.

Zusätzlich werden über das Bund-Länderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ 770.000 Euro , die Hans-Leopold-Hartensteinstiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 400.000 Euro, das Landesamt für Denkmalpflege des Freistaates Sachsen 30.258 Euro und über PMO (Vermögen der Parteien und der ihnen verbundenen Massenorganisatoren der ehemaligen DDR) 725.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Weitere Finanzhilfen sind beantragt.