Inhalt

Wohnen und Leben an der Einfallstraße - Städtebauliche und funktionale Perspektiven für stark belastete Wohnquartiere an Bundes- und Hauptverkehrsstraßen

Ziel

Unattraktive Lagen an Hauptverkehrstraßen und in unmittelbarer Nähe bzw. in Nachbarschaft von Industrie- und Gewerbeanlagen besitzen kaum noch Vermarktungschancen. Ein Abriss der maroden Gebäude ist oft nicht möglich, zumindest nicht ohne die Probleme (z. B. Belästigung durch Verkehrslärm) direkt auf die dahinterliegenden Bereiche zu übertragen.

Entsprechend differenzierte Lösungsansätze sind gefragt. Eine Möglichkeit besteht darin, die direkt an den Straßen liegenden Gebäude durch aktive Lärmschutzmaßnahmen aufzuwerten und so zu versuchen, das Verfallen der Gebäude zu verhindern. Die letzte Alternative sollte der Abriss der nicht mehr vermarktungsfähigen Gebäude sein. Hierbei besteht die Möglichkeit, auf den frei werdenden Flächen weniger lärmsensible Funktionen zu etablieren, die zudem von der direkten Lage an den Hauptverkehrsstraßen profitieren würden. Potentiale werden z. B. mit dem Einbau von Lärmschutzfenstern, Ankauf, Rückbau und Erweiterung des Gewerbes gesehen.

Bausteine

  • Städtebauliches Konzept oder Bebauungsplan zum zukünftigen Rückbau maroder Wohnbebauung zugunsten gewerblicher Anlagen und Grün
  • Ankauf und Rückbau maroder Wohnbebauung mit wirksamen Lärmschutzmaßnahmen für dahinterliegende Bebauung

geplante Umsetzung

  • Nachrückeprojekt

geplante Kosten

  • ca. 3,0 Mio Euro

Kosten und Förderung

Der Deutsche Bundestag hat Plauen für die Teilnahme an einem Programm zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung ausgewählt. Das Modellvorhaben wird deutschlandweit in sieben Kommunen – Hamburg, Saarbrücken, Rostock, Erfurt, Plauen, Coswig und Duisburg – umgesetzt.

Das Projekt „Zukunft Leben im Plauener Süden“ ist ein Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung, gefördert mit Mitteln des Bundes im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik sowie mit Mitteln der Städtebauförderung des Freistaates Sachsen.