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Projekt der Arbeitsloseninitiative Plauen. V.: Pflanzaktion

Der Projektstandort befindet sich im ESF-Gebiet „Östliche Bahnhofsvorstadt“ und ist eine der wenigen Grünanlagen in diesem dicht besiedelten und von sozialen Problemen gekennzeichneten Stadtgebiet. Die Grünanlage ist einfach gestaltet und geprägt von Bäumen, Sträuchern und Rasenflächen, welche einer sparsamen städtischen Pflege unterliegen. In ihrem derzeitigen Zustand ist die Grünanlage nur bedingt für die Nutzung durch Erholungssuchende in der Östlichen Bahnhofsvorstadt geeignet, da sie weder über eine attraktive Gestaltung, noch über die notwendigen Vorrausetzungen für eine gute Aufenthaltsqualität verfügt. Die derzeitige unbefriedigende Situation bringt es mit sich, dass sich Verunreinigungen der Grünanlage häufen. Auch gab es in jüngster Zeit immer wieder Probleme mit alkoholisierten Personen, welche die Attraktivität der Grünanlage zusätzlich beeinträchtigten.

Die Teilnehmer des Projektes sollen durch einfache gärtnerische Tätigkeiten Freude an der Arbeit mit Pflanzen gewinnen und für sich eine berufliche Perspektive im Garten- und Landschaftsbau entdecken. Darüber hinaus sollen die Teilnehmer für ein bürgerschaftliches Engagement im Stadtgrün interessiert werden, so dass möglicherweise durch eine dauerhafte Mitarbeit in der neu gegründeten Bürgerwerkstadt Stadtgrün der Stadt Plauen auch eine Eingliederung in ehrenamtliche Strukturen gelingt.  
Die Teilnehmer erlernen Fähigkeiten, die sie auf zentrale Tätigkeiten im Garten- und Landschaftsbau vorbereiten. Auf diese Weise können Sie für sich austesten, ob eine Ausbildung in diesem Bereich für sie in Frage kommt. Sie kommen dabei mit Landschaftsarchitekten und Lehrausbildern des Garten- und Landschaftsbaues sowie mit Firmen aus der Region in Kontakt. Gemeinsam mit einer Landschaftsarchitektin entwickeln die Teilnehmer Vorstellungen für eine Umgestaltung der Grünanlage „Pauluskirchplatz“, welche sie praktisch zumindest teilweise auch im Laufe des Projekts umsetzen.

Die zentralen Aufgaben des ESF Projektes liegen in der Verbindung zwischen einer attraktiven Gestaltung des erweiterten Wohnumfeldes durch benachteiligte Bürgerinnen und Bürger und deren beruflicher und sozialer Eingliederung. Durch eigenes Tätigwerden im Stadtgrün erfahren die Teilnehmer Wertschätzung, erleben die allmähliche Entwicklung selbst angelegter Pflanzungen und können sich austesten, ob ihnen diese Arbeiten für einen künftigen Berufseinstieg liegen.