Großer Brand in Plauen - sofort Wohnraum für obdachlose Bewohner ermöglicht
Zu einem Großbrand wurde die Feuerwehr in Plauen heute (5. Februar 2018) um 9.23 Uhr alarmiert. In der Dürerstraße brannte der Dachstuhl eines Hauses. 50 Feuerwehrleute waren vor Ort - darunter die Berufsfeuerwehr, die freiwilligen Feuerwehren Stadtmitte, Jößnitz, Großfriesen und Neundorf. Das THW Plauen kam zum Einsatz, im Verlauf mussten außerdem jeweils neun Atemschutzträger aus Oelsnitz und Reichenbach angefordert werden, um den Brand zu bekämpfen.Zwei Tote wurden geborgen, ein Schwerverletzter und drei Leichtverletzte ins Krankenhaus gebracht. Sechs tote Hunde wurden am Nachmittag geborgen.
Zur Brandursache wird ermittelt. Der Brand war gegen 16 Uhr gelöscht, nur einzelne Glutnester sind noch zu bekämpfen.
Die Brandermittler nehmen ihre Arbeit erst dann auf, wenn der Ort durch die Feuerwehr frei gegeben wurde.
In dem Haus waren 36 Bewohner gemeldet. Die vier Verletzten waren deutscher Herkunft. Die beiden Toten werden obduziert, um die Identität zweifelsfrei festzustellen. Das Haus ist aktuell nicht mehr bewohnbar. Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer und Sozialarbeiter Jörg Brückner waren vor Ort, um sich selbst ein Bild zu machen. »Unsere Feuerwehrleute und die Polizei haben einen bemerkenswerten Job erledigt. Rettungsleute, Feuerwehr und Polizei haben Hand in Hand gearbeitet. Jetzt greift der kürzlich erarbeitete Einsatzplan der Stadt für die Unterbringung der Bewohner«, so Ralf Oberdorfer.
Die kurzfristig obdachlos gewordenen Familien können in den Notunterkünften Hammerstraße und in Netzschkau unterkommen. »Wir sind eine soziale Stadt, in der wir soziale Aufgaben durch die bessere Koordinierung umgehend lösen können«, fasst Bürgermeister Steffen Zenner zusammen. Seit dem Brand in der Trockentalstraße im Dezember 2017 hat sich eine Koordinierungsgruppe gebildet, die mittels eines festgelegten Einsatzplanes agiert. Leiter dieser Gruppe ist Bürgermeister Steffen Zenner: »Damit können auf sehr kurzem Weg alle Informationen weiter gegeben werden und alles Notwendige in die Wege geleitet werden, wir arbeiten sehr gut mit dem Landkreis zusammen.«
Plauens Sozialarbeiter Jörg Brückner konnte in wenigen Stunden ermitteln, wie viele Personen in Notunterkünften untergebracht werden müssen. Die zur Verfügung stehenden Notunterkünfte in der Plauener Hammerstraße und zwei Wohnungen in Netzschkau, die dauerhaft ab sofort bezogen werden können, reichen aus, um alle Bedürftigen in der kalten Jahreszeit mit Wohnraum zu versorgen.
»Keiner muss unter komplizierten Bedingungen unterkommen. Es ist schön, dass Plauen auch unter ungünstigen Bedingungen zusammensteht und wir mit Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Helfer in der Lage sind, bedürftigen Mitbürgern Wohnraum zur Verfügung stellen zu können«, so Steffen Zenner. »Unser Koordinierungsplan hilft damit schnell und unkompliziert.«