Spuren bewahren: Schülerinnen und Schüler der »Produktionsschule im Vogtland« kümmern sich um Kuntze-Denkmal
Die Schülerinnen und Schüler der »Produktionsschule im Vogtland« wollen das Oskar-Theodor-Kuntze Denkmal im Plauener Stadtwald in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und ihm zu neuem Glanz verhelfen.Mit ihrem Projekt »Spuren bewahren: Schülerinnen und Schüler der Produktionsschule im Vogtland für das Kuntze-Denkmal« hat sich die Schule erfolgreich im Rahmen des Schülerprojekts »Pegasus - Schulen adoptieren Denkmale« des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen beworben.
Für ihre Projektidee wurde die Schule mit einer Prämie in Höhe von 500 Euro ausgezeichnet. Das Preisgeld wird in Absprache mit der Stadt Plauen für die Anfertigung und Anbringung einer neuen Gedenkplatte am bestehenden Naturstein des Kuntze-Denkmals im Stadtwald verwendet.
Praxispartner bei der Umsetzung sind das Fachgebiet Stadtwirtschaft sowie die untere Denkmalschutzbehörde.
Wie es dazu kam? Im Rahmen ihrer praktischen Arbeit zur Instandhaltung von Sitzbänken, die am 30 Oktober wieder aufgestellt werden sollen, stießen die Jugendlichen und Betreuer auf das Denkmal. Dabei kamen Fragen zur Person Oskar Theodor Kuntze und zur fehlenden Gedenktafel auf. Aus dieser Neugier entstand die Idee, das Denkmal zu pflegen, sich mit der Geschichte von Oskar Theodor Kuntze zu beschäftigen und eine neue Gedenktafel zu gestalten.
Das Projekt verbindet praktisches Lernen, lokale Identitätsbildung und handwerkliches Arbeiten. Ziel ist es, neues Hintergrundwissen zu Oskar Theodor Kuntze zu sammeln, Kenntnisse zur Plauener Stadtgeschichte zu gewinnen und die Zusammenarbeit im Team zu stärken, um Ideen für eine neue Gedenktafel zu entwickeln. Im Rahmen des Projekts wurde die Geschichte der Stadt in den Unterricht mit eingebunden und die Schülerinnen und Schüler erhielten einen Einblick in neue Berufsfelder wie die Arbeit eines Steinmetzes. Eine Exkursion in den Stadtwald, um die Natur und Umwelt besser kennenzulernen, gehörte auch dazu. Die Schüler sollen ein Gespür für Umwelt und Denkmalschutz bekommen. Außerdem übernehmen sie die Patenschaft des Denkmals sowie die regelmäßige Kontrolle.
Die Arbeiten am Denkmal sollen dokumentiert und am Ende öffentlich präsentiert werden.
»Es ist schön, dass sich junge Menschen mit der Geschichte unserer Stadt und insbesondere mit der von Oskar Theodor Kuntze beschäftigen. Auch freuen wir uns, dass die aufgearbeiteten Bänke nun wieder an ihrem Platz stehen und die umliegenden Flächen rund um die Bänke aufgehübscht sind, « freut sich Marcel Uebel, Fachgebietsleiter Stadtwirtschaft und Dirk Schadek, Wegemeister.