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Datum: 19.08.2025

Weischlitz hat »Ja« gesagt - Standesämter wollen sich zusammenschließen

Die Stadt Plauen und die Gemeinde Weischlitz wollen einen weiteren bedeutsamen Schritt in der interkommunalen Zusammenarbeit gehen. Der Gemeinderat von Weischlitz hat in seiner Sitzung am 18. August den einstimmigen Beschluss zur Bildung eines einheitlichen Standesamtsbezirkes mit der Stadt Plauen gefasst. Der Stadtrat von Plauen soll am 9. September der Verwaltungsvorlage zustimmen. Die Zweckvereinbarung zur Übertragung der Aufgaben im Personenstandswesens zum Zwecke der Bildung eines gemeinsamen Standesamtsbezirkes wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2026 beschlossen und wird vorbehaltlich der Zustimmung des Plauener Stadtrates durch die Verwaltungschefs der beiden Kommunen unterzeichnet.

Die Zweckvereinbarung regelt neben der Aufgabenübertragung natürlich auch die entsprechende Personalübernahme und die Finanzierung.

Nadja Friedländer-Schmidt, Fachbereichsleiterin Bürgerservice: »Hintergrund des Zusammenschlusses der Standesämter ist die Absicherung der personellen Voraussetzungen für ein Standesamt. Zum einen bestehen sehr spezielle Anforderungen an die Standesbeamten in Bezug auf Ausbildung und Praxiserfahrung. Und zum anderen muss jedes Standesamt mindestens einen Vertreter haben, der ebenfalls alle Voraussetzungen für einen Standesbeamten erfüllt.« Bürgermeister Tobias Kämpf: »Gerade Letzteres ist für eine kleine Gemeinde allein sehr schwer zu realisieren, da bei vorhandenen Teilzeitstellen kaum noch zu erwarten ist, das entsprechend qualifizierte Personal über Ausschreibungen zu erhalten. Mit dem Zusammenschluss gelingt es Weischlitz nun, auch langfristig die personelle Absicherung der Arbeit im nunmehr großen Standesamtsbezirk zu gewährleisten.«

Mit der Aufgabenübertragung wird das Standesamt Weischlitz zum 31. Dezember dieses Jahres aufgelöst. Weiterhin sind Trauungen in Weischlitz möglich - beide Trauräume bleiben erhalten und werden durch die Standesbeamten des zusammengelegten Standesamtsbezirkes durchgeführt. Der Bürgermeister aus Weischlitz, Steffen Raab begrüßt diesen Schritt der Zusammenlegung: »Für uns als Gemeinde waren zwei Punkte ausschlaggebend. Zum einen, dass weiterhin in Weischlitz geheiratet werden kann und zum anderen, dass wir unseren Bürgern einen noch besseren Service und bessere Beratung ermöglichen. Auch die räumliche Entfernung zwischen dem Standesamt und der Gemeinde Weischlitz wird nur eine untergeordnete Rolle spielen: eine Vielzahl von Online-Angeboten machen eine persönliche Vorsprache im Standesamt nicht zwingend erforderlich.«

Bürgermeister Tobias Kämpf betont: »Der Zusammenschluss soll ein Gewinn für alle Beteiligten sein und zugleich als Vorbild für die interkommunale Zusammenarbeit dienen.«

Die Stadt Plauen bildet schon seit 1997 zusammen mit der Gemeinde Theuma des Verwaltungsverbandes Jägerswald und der Gemeinde Pöhl einen gemeinsamen Standesamtsbezirk.