Weitere Vorträge zur Sonderausstellung »Bomben auf Plauen«
Am 12. September 1944 wurde Plauen zum ersten Mal bombardiert, im Winter und Frühjahr 1945 folgten 13 weitere Luftangriffe. Die Bombardierung Plauens, die in enormen Zerstörungen und hohen Opferzahlen resultierte, stellt eine Zäsur in der Geschichte der Stadt dar, die deren Bild wesentlich und dauerhaft veränderte. Anlässlich der Sonderausstellung »Bomben auf Plauen«, die noch bis 19.10.2025 im Vogtlandmuseum Plauen zu sehen ist, fanden im Frühjahr mehrere themenbezogene Vorträge statt. Diese waren jedoch binnen kürzester Zeit ausgebucht.
In Abstimmung mit dem Historiker und Kurator der Ausstellung, Gerd Naumann, können zwei zusätzliche Termine angeboten werden. Aufgrund der größeren Platzkapazität lädt das Vogtlandmuseum diesmal in seine Außenstelle, die Fabrik der Fäden, ein.
Vortrag: "Plauen im Bombenkrieg 1944/1945"
Mittwoch, 24. September, 17.30 Uhr in der Fabrik der Fäden
Zwischen Militärstrategie und Willkür - die Bombardierung Plauens 1944/1945 im historischen Kontext: Zu einer fundierten Einordnung lädt das Vogtlandmuseum Plauen am 24. September um 17.30 Uhr in die Fabrik der Fäden ein. Der Historiker Gerd Naumann beleuchtet die dramatischen Ereignisse der letzten Kriegsmonate, als Plauen insgesamt 14 Bombenangriffe durch britische und amerikanische Streitkräfte erlebte.
Der Vortrag ordnet diese Luftangriffe in den größeren Kontext der Luftkriegstheorien der 1920er-Jahre und des Zweiten Weltkrieges ein. Naumann analysiert sowohl die Angriffsmittel und Fähigkeiten der Alliierten als auch die begrenzten Möglichkeiten der örtlichen Luftabwehr. Anhand ausgewählter Angriffe werden Zweck, eingesetzte Mittel und Ergebnisse detailliert untersucht, bevor eine umfassende Bilanz des Bombenkrieges gegen Plauen gezogen wird.
Vortrag: "Finale fernab der Metropolen. Plauen und das Vogtland am Ende des Zweiten Weltkrieges"
Mittwoch, 1. Oktober, 17.30 Uhr in der Fabrik der Fäden
Mut und Verzweiflung in den letzten Kriegstagen: Zu einer Spurensuche nach den dramatischen Ereignissen vom April 1945 lädt das Vogtlandmuseum Plauen am 1. Oktober um 17.30 Uhr in die Fabrik der Fäden ein. Der Historiker Gerd Naumann rückt das Kriegsende im Vogtland ins Zentrum und zeigt, wie sich die letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges fernab der großen Städte abspielten.
Im Mittelpunkt stehen neben den militärischen Ereignissen um den 16. April 1945 vor allem die Handlungsmotive und Schicksale damaliger Verantwortungsträger. Naumann stellt Menschen vor, die ihr eigenes Leben riskierten, um das Leben anderer zu retten und ihre Städte vor sicherer Zerstörung zu bewahren.
Der Vortrag beleuchtet auch weitgehend unbekannte, dramatische Ereignisse wie die Rasdorf-Repressalie vom 21. April 1945 und das blutige Gefecht um das Vorwerk Untergettengrün vom 29. April 1945 - Ereignisse, die auch überregional ohne Beispiel sind
Eintritt: jeweils 5,00 Euro pro Person
Plätze: bis zu 120 Sitzplätze im Forum der Fabrik der Fäden - Weisbachsches Haus Plauen - Deutsches Forum für Textil und Spitze
Tickets: ab sofort im Vogtlandmuseum Plauen und in der Fabrik der Fäden während der Öffnungszeiten erhältlich«