#Spitzengeschichte: Margitta Schier im Interview
Für Geschichten aus dem Mittelalter bis in die Moderne schlüpft Margitta Schier gern in ihre Paraderolle als Plauener Hexe. Regelmäßig lädt sie zu Hexenführungen ins atmosphärische Stadtquartier rund um die Weberhäuser ein – eine echte #Spitzengeschichte.
Im Interview verrät sie, was sie antreibt und was in Zukunft geplant ist.
- Interview geführt im Mai 2025 -
Sie und die Frauen vom Unikat-Verein haben lang für die Belebung der Weberhäuser gekämpft. Würden Sie es wieder tun?
Das ist eine gute Frage. Wenn ich alles im Vorhinein gewusst hätte, wie schwer es werden wird, sicher nicht. Aber so darf man es nicht sehen. Man muss beginnen, den ersten Schritt wagen, für seine Ideale kämpfen. Ohne die Unterstützung der Stadt hätte wir das nicht geschafft.
Sie wollen ein Buch über die Weberhäuser schreiben? Verraten sie uns was dazu.
Ich will mit dem Buch zeigen, dass man ein Projekt erfolgreich zum Ziel führen kann, aber auch auf Widrigkeiten eingehen. Der ständige Kampf um eine ausreichende Finanzierung gehört dazu.
Gibt es schon einen Titel?
‚Der Zauber der Weberhäuser‘ soll es heißen, denn zauberhaft ist es am Mühlgraben. Wie von Zauberhand haben wir in 25 Jahren einem Stadtquartier neues Leben eingehaucht. Die Plauener haben es zu ihrem Lieblingsplatz erkoren. Das Buch sollte eigentlich heißen ‚Der Frosch im Butterfass‘, weil wir so lange wie der Frosch in Äsops Fabel gestrampelt haben, bis die Sahne fest wurde.
Was fasziniert Sie an den Führungen in diesem Stadtviertel?
Mit dem Ankauf der Hempelschen Fabrik ist der Stadt aus meiner Sicht ein wirklich großer Wurf gelungen. Auf kurzen Wegen kann man den Leuten schon allein anhand der Architektur viel erklären. Es wurden Industriegebäude erhalten und Orte der Begegnung geschaffen, die weit über das Vogtland hinausstrahlen.
Unlängst haben Sie in der „Bierelektrischen“ die Stadt aus der Straßenbahn-Perspektive erklärt. Wie war‘s?
Die Stadtbilderklärung mit der Straßenbahn war ganz bezaubernd. Man kann in gelöster Atmosphäre seine Stadt gut erklären, weil man zweimal an den wichtigen Gebäuden vorbeifährt.
Sie arbeiten gern mit Kindern. Wie kam’s?
Seit 1993 leite ich in Jößnitz den Keramikzirkel. Die ehemalige Bürgermeisterin Ute Müller hat es geschafft, dass ich über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme finanziert werden konnte. Die Gemeinde hat damals den Ausbau des Keramikraumes in der Schule unterstützt. Daraus hat sich ein Ganztagesangebot für etwa 40 Schüler entwickelt.
Die ausführliche #Spitzengeschichte gibt es unter www.plauen.de/spitzengeschichten
Plauen braucht Macher! Wer soweit ist, dass die eigene Idee mit etwas Support an den Start gebracht werden kann und soll, dann hilft die Stadt beim Vermitteln von Kontakten, Beraten und dem Versuch, gemeinsam die Idee lebendig werden zu lassen. Zu finden ist das entsprechende Portal unter www.plauen.de/macher