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Datum: 11.09.2025

Plauen bewirbt sich für den 31. Tag der Sachsen 2027: Warum die Stadt diese Chance nutzt

Plauen will erneut Gastgeber des „Tag der Sachsen" sein – nach 1997 soll das größte Volksfest im Freistaat Anfang September 2027 ein zweites Mal in die Spitzenstadt kommen. Die Entscheidung der Stadträte, sich um die Ausrichtung des Tags zu bewerben, ist am gestrigen Dienstag (9. September) mit 26 Ja-, 12 Nein-Stimmen und einer Enthaltung gefallen. „Es ist unsere Chance, Plauen überregional positiv zu präsentieren, wirtschaftliche Impulse zu setzen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Wir wollen gemeinsam mit unseren Bürgern, Vereinen und Unternehmen ein tolles Fest organisieren und uns als gastfreundliche Stadt präsentieren“, so Oberbürgermeister Steffen Zenner.

Bilder vom Tag der Sachsen 1997

Vorteile, die für Plauen sprechen

Die Ausrichtung des „Tag der Sachsen" bringt für Plauen zahlreiche, nachhaltige Vorteile:

  • 1. Wirtschaftlicher Schub: Mit erwarteten 250.000 Tagesgästen kann ein Umsatz von rund 6 Millionen Euro generiert werden. Davon profitieren Gastgewerbe, Einzelhandel und Handwerk. Lokale Unternehmen können sich einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.
  • 2. Tourismus: Plauen und das Vogtland haben die Möglichkeit, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und für sich zu werben. Viele Ausrichterstädte verzeichneten nach dem Fest steigendes touristisches Interesse und höhere Übernachtungszahlen. Der „Tag der Sachsen" weckt die Lust, Plauen und das Vogtland weiter zu erkunden.
  • 3. Stärkung des Gemeinschaftsgefühls: Ein Fest dieser Größe schweißt zusammen. Bürger, Vereine, Verwaltung und Wirtschaft arbeiten Hand in Hand. Dieses Gemeinschaftserlebnis stärkt das Vertrauen und die lokale Identität, aber auch das Verständnis füreinander. Vereine können sich präsentieren und neue Mitglieder gewinnen.
  • 4. Hohe mediale Aufmerksamkeit: Die Veranstaltung zieht die Blicke von regionalen und überregionalen Medien auf Plauen und das gesamte Vogtland und das nicht nur am Festwochenende, sondern auch weit im Vorfeld und in der Nachbetrachtung des „Tag der Sachsen“. Der Höhepunkt, der Festumzug, wird live im MDR-Fernsehen übertragen.

Wie das Fest finanziert wird: Das liebe Geld

Der Freistaat Sachsen hat die Finanzierung des „Tages der Sachsen“ ab 2027 auf neue Beine gestellt und seinen Fördermittelanteil nahezu verdoppelt.

„Es bietet sich der Stadt Plauen eine große Chance, mit einer Förderquote von rund 85 Prozent etwas wirklich Tolles für die Stadt und die gesamte Region zu erreichen“, betont Büroleiter Lars Krämer.

Hier die wichtigsten Fakten zur Finanzierung:

  • 1. Sachmittel: Das Land Sachsen fördert den „Tag der Sachsen“ mit 1.141.500 Euro zusätzlichen FAG-Mitteln. Hinzu kommt ein Eigenanteil der Stadt Plauen von 20 Prozent (238.300 Euro).
  • 2. Anschubfinanzierung: Zusätzlich erhält Plauen 658.500 Euro. Davon fließen bereits 263.500 Euro im Jahr 2026.
  • 3. Teilnehmerförderung: Der Freistaat Sachsen stellt für die aktive Teilnahme von Vereinen und Verbänden zusätzlich 240.000 Euro bereit. Diese Mittel können von den Vereinen für beispielsweise Fahrtkosten und Übernachtungen beantragt werden.

Zusätzlich plant die Stadt, weitere Einnahmen durch Crowdfunding, Sponsoring, Standgebühren und den Verkauf von Merchandise zu generieren, um die finanzielle Belastung für den Haushalt zu minimieren. Auch hofft die Stadt auf die Unterstützung des Landkreises.

Gemeinsam für Plauen

OB Steffen Zenner: „Als Gastgeber des ‚MDR Jump Osterfeuers‘ und durch unsere überregional bekannten Stadtfeste haben wir unser Organisationstalent bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Plauen und seine Bürger können gemeinsam einen erfolgreichen ‚Tag der Sachsen‘ stemmen.“ Um Synergien zu nutzen, ist zudem geplant, das beliebte Spitzenfest 2027 mit dem „Tag der Sachsen“ zu bündeln. Weitere Überlegungen laufen und werden mit den Beteiligten zeitnah besprochen.

„Ich habe damals den Tag der Sachsen in Plauen 1997 miterlebt", erinnert sich Oberbürgermeister Steffen Zenner. „Das war etwas ganz Besonderes, ein Gemeinschaftsgefühl, das alle Plauener zusammengebracht hat. Genau dieses Gefühl möchte ich 2027 zurückholen."

Diese Bewerbung ist eine Investition in unsere Zukunft. In den nächsten Wochen wird eine Delegation des Kuratoriums „Tag der Sachsen“ in unserer Spitzenstadt alles genau unter die Lupe nehmen.

Die Entscheidung, welche Stadt den Tag der Sachsen 2027 ausrichtet, trifft das Kuratorium „Tag der Sachsen“ unter Führung des Landtagspräsidenten Alexander Dierks voraussichtlich im Dezember dieses Jahres.