Plauener Stadtrat hat neue Friedensrichterin gewählt
Nadine Kießling soll Plauens neue Friedensrichterin werden. In der Stadtratssitzung vom 24. Juni wurde sie gewählt. Gemeinsam mit einer weiteren Mitbewerberin hatte sie sich dort vorgestellt und konnte die Wahl durch die Stadträte mit einer Mehrheit von 31 zu sechs Stimmen (eine Enthaltung) für sich entscheiden.
Nadine Kießling ist gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte und arbeitet im Landratsamt Greiz. Noch ausstehend ist die abschließende Prüfung durch den Vorstand des Amtsgerichts, bevor sie offiziell das Amt als Plauens neue Friedensrichterin aufnimmt. Gabriele Weiß, die übergangsweise die Stelle des Friedensrichters besetzte, bleibt in ihrem Amt als Stellvertreterin weiterhin tätig.
Das Amt des Friedensrichters und dessen Stellvertreters ist ein Ehrenamt. Beide werden vom Stadtrat für die Dauer von fünf Jahren gewählt und können auch wiedergewählt werden. Die Aufgabe des Friedensrichters besteht darin, in einem außergerichtlichen Schlichtungsversuch kleinere Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten zu schlichten. Dazu gehören zum Beispiel Nachbarschaftsstreitigkeiten, Ärger mit dem Vermieter, aber auch Körperverletzung, Hausfriedensbruch, Beleidigung oder Sachbeschädigung.
Nachdem der bisherige Plauener Friedensrichter verstorben und damit vorzeitig aus seinem Amt geschieden ist, war eine unverzügliche Neuwahl notwendig.