Aktualisierung des Mietspiegels - neue Befragung geplant
Im Jahr 2023/2024 hat die Stadt Plauen einen qualifizierten Mietspiegel erstellt, um für Transparenz am Wohnungsmietmarkt zu sorgen und Informationen zu lokalen Mietpreisen für Mieter und Vermieter gleichermaßen bereitzustellen.Laut Gesetz muss der Mietspiegel alle vier Jahre neu erstellt und alle zwei Jahre aktualisiert werden.
Aufgrund dessen startet am 25. August eine erneute, aber kleinere Umfrage für 2.000 Mieter und die entsprechenden Vermieter. Da für die Aktualisierung durch eine Stichprobe lediglich das mittlere Mietpreisniveau der Bestandsmieten im Bezugszeitraum zu ermitteln ist, sind die Anforderungen an den Umfang der zu erhebenden Stichprobe deutlich geringer als bei der im Turnus von vier Jahren anstehenden Neuerstellung.
Der Fragebogen umfasst zehn Fragen und kann wieder bevorzugt online ausgefüllt werden. Anschließend werden noch die Vermieter befragt. Alle, die postalisch zur Teilnahme aufgefordert werden, sind verpflichtet, den Fragebogen auszufüllen. Unter anderem wird diesmal abgefragt:
o Wann hat das Mietverhältnis begonnen?
o Wann wurde die Grundmiete (Kaltmiete) zuletzt geändert?
o Wie hoch ist die Gesamtfläche der gesamten Wohnung?
o Wie hoch ist die Grundmiete (Kaltmiete) zum 01.09.2025?
Mit den Ergebnissen der Aktualisierung ist etwa im Frühjahr 2026 zu rechnen.
»Beide Interessenvertreter für Mieter und Vermieter haben uns mitgeteilt, dass sie zufrieden mit der Handhabung des Online-Mietpreisrechners waren und auch perspektivisch das Tool weiter zur Verfügung stehen soll«, so Bianca Aurich von der Kommunalen Statistikstelle. Unter www.plauen.de/mietspiegel kann der Mietpreisrechner für Plauen genutzt werden.
Der Gesetzgeber sieht mit Blick auf den hohen Kosten- und Zeitaufwand für die Neuerstellung eines Mietspiegels zwei vereinfachte Verfahrensweisen für die Marktanpassung eines bestehenden qualifizierten Mietspiegels vor. Die Aktualisierung kann einerseits mittels des vom Statistischen Bundesamts ermittelten Verbraucherpreisindex (VPI) aller privaten Haushalte in Deutschland erfolgen oder andererseits auf der Basis einer kleineren Stichprobe.
»Die Interessenvertreter haben sich für die erneute Befragung mit einem geringeren Umfang entschieden. Grund hierfür ist, dass eine Orientierung an dem VPI für Plauen nicht zielführend ist, da die Wohnungsmarktentwicklung bei uns nicht vergleichbar mit der von Berlin oder München ist«, so Bianca Aurich.
Eingesehen werden kann der aktuelle Mietspiegel unter www.plauen.de/mietspiegel