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Zukunftszug nimmt Fahrt auf

Die Bewerbung der Städte Leipzig und Plauen als Standorte für das „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“ nimmt Fahrt auf: Am 8. September absolvierte der Zukunftszug – ein zentraler Bestandteil der Bewerbung – erfolgreich seine erste Fahrt von Leipzig nach Plauen mit Zwischenhalten in Chemnitz und Reichenbach. Mit an Bord: Die Oberbürgermeister Burkhard Jung (Leipzig) und Steffen Zenner (Plauen) sowie rund 150 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Kultur, Bürgerschaft und Medien.

„In diesem Zug zu sitzen, 33 Jahre nach der Friedlichen Revolution, und mit so vielen Menschen zu sprechen über ihre vielfältigen Erfahrungen von damals, und daraus neue Erkenntnisse mitzunehmen für die Zukunft – das ist das gelebte Zukunftszentrum. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit Plauen diesen Zug auf die Schiene gebracht haben und hoffentlich dauerhaft bringen werden. So schaffen wir es, den Menschen zuzuhören, ihre Geschichten aufzunehmen und Veränderungen einzuleiten. Mit den Menschen wollen wir in Verbindung bleiben“, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung.

„Der Zukunftszug zeigt, wie wir mit dem geplanten Zukunftszentrum etwas bewegen können – wir werden auf diese Weise den Dialog zu den Bürgern bringen. Das ist unser Vorschlag an die Jury: Neben den zwei festen Standorten in Leipzig und Plauen möchten wir eine mobile Version der Kommunikation etablieren, die verbindet. Außerdem vernetzen wir so alle Bewerberkommunen – es gäbe keine Verlierer. Und: Wir sind schnell! Denn mit den Zukunftszügen bringen wir die Arbeit und die Idee des Zukunftszentrums schnell unter die Menschen, nicht erst mit der Eröffnung eines noch zu füllenden Gebäudes nach mehreren Jahren Bauzeit. Somit wird der Begriff vertraut – und die Menschen identifizieren sich mit der Einrichtung. Ein optimaler Start für ein großes und wichtiges Projekt“, erklärte Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner.

Mit seiner vielfältig gestalteten ersten Fahrt griff der Zug die wichtigsten Anliegen des geplanten Zukunftszentrums auf: Menschen zusammenbringen und den Dialog über die Transformationserfahrungen seit 1989 und die aktuellen Umbrüche fördern. Die Ausschreibung des Bundes für das Zukunftszentrum formuliert den Anspruch, über das Zentrum Menschen in ganz Deutschland und Mittel- und Osteuropa zu erreichen. Diesen Ansatz haben die Bewerber Leipzig und Plauen weitergedacht und die Idee des Zukunftszugs entwickelt, der nicht nur zwischen den beiden Standorten des Zukunftszentrums, sondern in Deutschland und Europa unterwegs sein soll. Das Zukunftszentrum kommt durch die Züge zu den Menschen, in die Zentren und in den ländlichen Raum und ermöglicht ihnen durch Dialogformate, kulturelle Angebote und die Beteiligung an Forschungsprojekten die Auseinandersetzung mit eigenen Umbruchserfahrungen und Zukunftserwartungen.

Bilder des Fotowettbewerbes