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Plauener Stadtnachrichten

08.08.2019

Interessanter Waldspaziergang mit dem Stadtförster

Umbau wird auch im Stadtwald von Plauen weitergeführt / Alle Schäden wegen der Trockenheit noch nicht abzusehen

Endlich Regen, sagten sich die 20 interessierten Plauener, die am späten Mittwochnachmittag der Einladung von Forsttechniker Michael Ernst gefolgt waren, um mit ihm am Freibad Haselbrunn zu einem Waldspaziergang aufzubrechen. Regen, also Wasser, das ist das, was der Wald am meisten braucht. "Aber es müsste wohl bis nächstes Jahr April ständig regnen, um das Defizit auszugleichen. Die Schäden würden trotzdem bleiben", sagte der Stadtförster auf dem Weg in den Stadtwald hinein.

In der Nähe des großen Waldspielplatzes zeigte er dann, dass der Waldumbau schon längst begonnen hat. "Vor allem Buchen und Eichen wachsen jetzt, werden nachgepflanzt, Fichten gar nicht mehr. Die Fichte mit ihren flachen Wurzeln ist hier um Plauen herum der falsche Baum, weil es für sie zu trocken ist", so der Fachmann.

Michael Ernst erläutert die explosionsartige Vermehrung der Borgenkäfer.

Michael Ernst erläutert die explosionsartige Vermehrung der Borgenkäfer.

Seit 2016 ist der junge Forsttechniker in Plauen. Gemeinsam mit Stadtförster Steve Fischer ist er für insgesamt 2.300 Hektar Wald im Besitz der Stadt zuständig, die vor allem im Raum Bergen, im Burgsteingebiet und rund um Plauen liegen. Alle Arbeiten werden nach Ausschreibung an forstwirtschaftliche Dienstleistungsunternehmen vergeben.

Die vielen Fragen der Spaziergänger zeigen, dass es gerade um den Wald viele Missverständnisse gibt. Ein Beispiel ist der "unaufgeräumte" Wald nach Forstarbeiten. Aber Reisig, Äste, Stammstücke müssen liegen bleiben, denn sie liefern Nährstoffe für die Bäume. Schwere Technik für Pflege und Holzeinschlag sind sicher nicht das Beste, aber anders geht Forstarbeit einfach nicht, da sie heute keiner mehr machen will, so die Antwort auf eine weitere Frage. Und der Stadtwald hat drei Funktionen: Erholung für die Bevölkerung, wirtschaftlicher Nutzen und Schutz der Umwelt. "Die drei stehen miteinander in Konkurrenz, gerade im Stadtwald", zeigt Michael Ernst ein Problem auf.

Bernd Haßler (links) lässt sich von Michael Ernst zeigen, wie die Waldschädlinge unter der Borke eine riesige Fichte abgetötet haben.

Bernd Haßler (links) lässt sich von Michael Ernst zeigen, wie die Waldschädlinge unter der Borke eine riesige Fichte abgetötet haben.

Laut Forsteinrichtung, wie das Bewirtschaftungs- und Planungsinstrument für den Wald genannt wird, sollen jährlich cirka 20.000 Festmeter Holz in den stadteigenen Wäldern eingeschlagen und verkauft werden, was die Nachhaltigkeit sichert. Aber durch Stürme, Trockenheit und Schädlinge mussten letztes Jahr 28.000 Festmeter geschlagen werden. Die Waldschäden haben den Holzpreis ins Bodenlose fallen lassen. Um dem entgegen zu wirken, wurde an der Schöpsdrehe ein großes Zwischenlager geschaffen, das mindestens 500 Meter vom Wald entfernt sein muss.

Dort wird wahrscheinlich auch der Stamm einer riesigen Fichte landen, die der Forsttechniker den Spaziergängern ein paar hundert Meter weiter zeigt. Für den Laien sieht sie gesund aus, doch unten rund um den Stamm zeigt brauner Holzstaub, dass unter der Borke das große Fressen im Gang ist. Der Baum ist tot. Aber die Forstexperten mussten entscheiden, in diesem Jahr wegen der langen Trockenheit nicht nachzupflanzen. Gut, dass dank Umbau rundum Buchen und Eichen schon recht groß sind, damit der Stadtwald weiter Stadtwald bleibt.

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Nadine Läster

Redaktion Plauener Stadtnachrichten

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