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Plauener Stadtnachrichten

08.10.2020

Gedenken an den Herbst '89 in Plauen

Die Glocken läuteten am Abend des 7. Oktober, gedämpfte Musikklänge von Schülern des Vogtlandkonservatoriums erklangen. Mehr als hundert Menschen standen an der Lutherkirche in Plauen. Sie einte das Gedenken an den Tag vor genau 31 Jahren, als in Plauen die erste große friedliche Demonstration in der DDR stattfand. Als die Menschen für die Freiheit auf die Straße gingen. Der Plauener Superintendent Thomas Küttner, dem es damals gelang, die Demonstration friedlich aufzulösen, versprach: "Wir werden wieder kommen." Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, der an den Geistlichen erinnerte, sagte jetzt: "Wir sind wiedergekommen und haben es durchgehalten bis zum Frühjahr 1990." Bis zur ersten freien Wahl der DDR.

Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer sprach sich in seiner Rede für ein Informations- und Dokumentationszentrum in Plauen aus.

Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer sprach sich in seiner Rede für ein Informations- und Dokumentationszentrum in Plauen aus.

Plauen nahm mit der ersten großen Demonstration die Vorreiterrolle in der Zeit der Friedlichen Revolution ein. "Wir haben Geschichte geschrieben", so der OB. Zum ersten Mal wich die Staatsmacht zurück. "Das Besondere damals in Plauen soll für unsere Stadt herausgestellt und bewahrt werden." Im Stadtrat werde gegenwärtig konstruktiv diskutiert, wo das zukünftige Informations- und Dokumentationszentrum entstehen soll. "Wichtig ist, dass es überhaupt entsteht", sagte Ralf Oberdorfer. So wie Plauen auch ein Wendedenkmal geschaffen hat - im Gegensatz zu Leipzig oder Berlin. Und: So lange es Menschen gibt, die am 7. Oktober hierher zur Lutherkirche, zum Ort des damaligen Geschehens kommen, denen es ein Herzensbedürfnis ist, so lange soll es auch ein gemeinsames Gedenken geben.

Teilnehmer entzünden Kerzen am Südportal der Lutherkirche

Teilnehmer entzünden Kerzen am Südportal der Lutherkirche

Laura und Aaron Frisch, ehemalige Schüler des Diesetrweg-Gymnasiums, die mittlerweile ein Studium aufgenommen haben, sagten, dass es für sie heute unvorstellbar sei, das Leben in der DDR. Dass die eigenen Eltern in einem anderen Land lebten, dass es keine Freiheit gab. "Aber auch wenn wir es uns nicht vorstellen können, kann man zuhören, Berichte lesen, Denkmäler anschauen und Zeitzeugen fragen." Das sei wichtig. Dem Mut und der Kraft der Menschen verdanke man ein Leben heute in Freiheit. "Wir brauchen keine Repressalien zu befürchten, wenn wir unsere Meinung sagen", so Aaron Frisch. Frank-Lucien Große vom Lessing-Gymansium bezeichnete die Freiheit als das größte Geschenk. Und: "Es liegt an der jungen Generation, die Freiheit zu beschützen und bewusst mit diesem Privileg umzugehen." Der emotionale Moment war gekommen, dass die Anwesenden andächtig Kerzen anzündeten und vor die Kirchentür stellten. So wie am 7. Oktober 1989.

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Nadine Läster

Redaktion Plauener Stadtnachrichten

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