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Plauener Stadtnachrichten

12.10.2020

Als es in Plauen noch eine Kunstschule gab

  • Ausstellung "Nouveautés - Kunstschule und Spitzenindustrie" bis 10. Januar 2021 im Vogtlandmuseum
  • Zusammenarbeit des Vogtlandmuseums und des Kunstgewerbemuseums Dresden
  • Ausstellung ab 1. Mai 2021 in Dresden zu sehen

Kunstschule und Spitze stehen jetzt im Einklang im Plauener Vogtlandmuseum. An die Zeit, als es in Plauen noch eine Kunstschule gab, erinnert eindrucksvoll die neue Ausstellung "Nouveautés - Kunstschule und Spitzenindustrie in Plauen". Die Historie der Kunstschule, die von 1877 bis 1945 bestand, steht im engen Zusammenhang mit der berühmten Plauener Spitze. Denn die stilprägenden Neuheiten (französisch Nouveautés) der Stickerei- und Spitzenindustrie in der Stadt, so ist es überliefert, gingen damals zumeist auf Entwürfe der Absolventen der Plauener Kunstschule zurück.

Der Fachdirektor des Vogtlandmuseums Dr. Martin Salesch und den Direktor des Kunstgewerbemuseums Dresden Thomas A. Geisler in der neuen Ausstellung. Foto Pressebüro Zeh

Der Fachdirektor des Vogtlandmuseums Dr. Martin Salesch und den Direktor des Kunstgewerbemuseums Dresden Thomas A. Geisler in der neuen Ausstellung. Foto Pressebüro Zeh

Zu sehen sind rund 120 Exponate, davon sind 50 aus Dresden. Dazu gehören auch die vergrößerten Fotografien in schwarz-weiß, welche feine Damen anno dazumal in moderner Spitzenkleidung zeigen. Der Zeichentisch des Plauener Spitzenentwerfer Max Meyer nebst Porträt sowie faszinierende Modeentwürfe der damaligen Studenten an der Kunstschule sind zu besichtigen. Auch ein originales Kleid nach einem Plauener Entwurf ist dabei.

Die Spitze aus Plauen brachte damals viel internationale Anerkennung. So etwa zur Weltausstellung im Jahr 1900 in Paris. Und die Schau verdeutlicht, dass die Plauener Spitze - wenn Design und Industrie zusammen arbeiten - ein textil-grafisches und sinnliches Kunstwerk sein kann.

Die Sonderausstellung "Nouveautés - Kunstschule und Spitzenindustrie" in Plauen ist bis zum 10. Januar im Vogtlandmuseum Plauen zu sehen. Es gilt beim Besuch das allgemeine Mund-Nasenschutzgebot.

Hintergrund

Die Plauener Kunstschule wurde 1945 im Krieg zerstört, ein Bild in der Schau zeugt davon.

Rund 2000 Textilien - Dr. Salesch spricht von einem Rest - blieben erhalten. Dazu Vorlagemappen und Modefotografien, die den Studenten als Inspiration für eigene Entwürfe dienten. Die Aufzeichnungen zu den Objekten gingen verloren im Krieg, die Herkunft war oft ungeklärt - ist es teils bis heute.

Der Anfang für die Aufarbeitung wurde jetzt gemacht. Und: "Wir mussten beim Forschen sortieren, uns auf ein Thema festlegen", so Kerstin Stöver, wissenschaftliche Mitarbeiterin vom Dresdener Museum.  "Die Kunstschule Plauen ist der rote Faden der Ausstellung." Stöver unterscheidet drei Faktoren: Anschauungsmaterial für Schüler, Entwürfe und ausgeführte Arbeiten an der Kunstschule sowie die Industrieherstellung. So sind in die Ausstellung Spitzenentwürfe von der Plauener Kunstschule neben industriell gefertigten Spitzen, welche aus dem Dresdener Museum zugesteuert wurden, zu sehen. Es ergibt sich ein Gesamtbild.

"Es ist eine Sensation, ich habe Muster in den Entwürfen wiedergefunden", so Katrin Färber vom Vogtlandmuseum. "Die Zusammenarbeit hilft uns, viel über die Spitze herauszufinden."

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Nadine Läster

Redaktion Plauener Stadtnachrichten

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