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Der Tag des Baumes

Baum des Jahres
Seit 1989 wird vom Umweltschutzverein Wahlstedt (heute Baum des Jahres e.V./Stiftung Baum des Jahres) jedes Jahr der "Baum des Jahres" ausgerufen. Grundsätzlich kann jede heimische Baumart "Baum des Jahres" werden. Die Gründe für die Wahl eines Baumes sind unterschiedlich: So soll auf die Seltenheit einer Baumart, die Gefährdung durch neuartige Waldschäden oder Baumkrankheiten, auf die Bedeutung eines Baumes für den Menschen, auf die Relevanz der Bäume für das Ökosystem oder auf den Lebensraum des Baumes selbst hingewiesen werden. Das "Kuratorium Baum des Jahres" will Menschen am Beispiel des jeweiligen Jahresbaumes an Bäume heranführen- sie für das Lebewesen BAUM sensibilisieren.

Tag des Baumes
Die Idee eines "Arbor Day", eines Tages des Baumes, kommt aus dem nordamerikanischen Bundesstatt Nebraska. Am 10. April 1872, dem ersten "Arbor Day", wurden dort mehr als 1 Mio. Bäume gepflanzt.

Am 27. November 1951 wurde von den Vereinten Nationen ein internationaler "Tag des Baumes" beschlossen. Der deutsche Tag des Baumes wurde erstmals am 25. April 1952 gefeiert. Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, pflanzten im Bonner Hofgarten einen Ahorn.

Die Stadt Plauen nimmt den "Tag des Baumes" zum Anlass, um seit 1998 an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet den "Baum des Jahres" zu pflanzen. Ein gemeinsamer Standort befindet sich am Elsteruferweg zwischen Lochbauer und Teufelskanzel als sogenannter "Pfad- Bäume des Jahres". Im Jahr 2003 wurden an diesem Standort die ersten 15 Bäume des Jahres 1989 - 2003 gepflanzt. Zwischenzeitlich hat sich die Anzahl der Jahresbäume auf 31 erhöht. Seit 2013 wird der Weg bis ins Pfaffengut weitergeführt.

Maßgeblichen Anteil daran haben die Sternquell Brauerei GmbH, die seit 1995 jedes Jahr den Baum spendet, die Schüler der Montessori Grundschule, die gemeinsam mit der ISP die Bäume pflanzen, das Umweltzentrum Pfaffengut und die Stadt Plauen. Seitenanfang

Zu diesem Anlass wird am 24. April in Plauen der Baum des Jahres 2020 gepflanzt

Vor mehr als 30 Jahren kam Silvius Wodarz auf den Gedanken, Bäume des Jahres zu küren. Daraus entwickelte sich eine viel beachtete Erfolgsgeschichte, die zahlreiche Menschen für die Belange der Bäume und der Natur sensibilisierte. Er verstarb am 29.12.2018 im Alter von 88 Jahren. Silvius Wodarz, der 1930 in Oberschlesien geboren wurde, ist bundesweit als Gründer des Kuratoriums "Baum des Jahres" bekannt geworden. Wodarz setzte sich zeitlebens dafür ein, dass Bürger die Natur, insbesondere aber die Bäume schätzen lernen. Ein Motto seiner Arbeit lautete:

"Man muss Bäume nicht neu erfinden, man muss sie nur neu entdecken."

Die Stadt Plauen griff den Gedanken auf und hat es sich bereits zur Tradition gemacht, jedes Jahr auf dem Gelände des Pfaffengutes den jeweiligen Baum des Jahres mit Unterstützung von Schulklassen und Sponsoren zu pflanzen.

Gekürt wurde im Jahr 2020 zum Baum des Jahres die – Gewöhnliche Robinie -

Gewöhnliche Robinie - so lautet ihr offizieller Name. Ungewöhnliche Robinie wäre allerdings der sehr viel passendere Name, wenn man ihre erstaunlichen Eigenschaften kennenlernt und sieht, was aus ihr in den letzten Jahrhunderten geworden ist.

Die bei ihrer Entdeckung zunächst für eine Akazienart gehaltene Robinie läuft auch heute noch gelegentlich unter den Namen Akazie oder - was der Wahrheit etwas näher kommt - Scheinakazie oder Falsche Akazie. Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von Ähnlichkeiten mit nordafrikanischen Akazien. Sie alle haben Fiederblätter, Dornen, Hülsenfrüchte, gelegentlich auch eine ähnliche Gestalt und gehören alle zu der großen Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler. Aber ihre Blüten unterscheiden sich doch erheblich. Akazien gehören zu den Mimosen, Robinien zu den Schmetterlingsblütlern.
Zunächst allerdings war es ausschließlich seine dekorative, exotisch wirkende Erscheinung, die diesen Baum in Europa zu einem begehrten Objekt in den Park- und Gartenanlagen von Adel und reich gewordenem Bürgertum machte: Auffällig sind seine zarten Fiederblätter, seine grobe, tief gefurchte Borke, seine hängenden weißen und süßlich duftenden Blütentrauben und seine nicht selten bizarr verzweigte Krone. Auch als Alleebaum war die Robinie schon bald gern gesehen.
In Deutschland wurden die ersten Robinien 1670 gepflanzt, und zwar zwei Exemplare im barocken Lustgarten des Berliner Stadtschlosses. Allerdings wurden sie bereits 1713 wieder gefällt, als der Soldatenkönig den Lustgarten in einen Exerzierplatz umwandeln ließ. Auch in den damaligen botanischen Gärten wuchsen recht bald die ersten Robinien - der Leipziger Garten machte 1675 den Anfang.

Wie viele Pflanzen in der Familie der Hülsenfrüchtler enthält auch die Robinie toxische Lektine. Für uns Menschen sind besonders die Rinde, aber auch die reifen Samen und Blätter giftig. Für Rehe, Ziegen, Rinder und andere Wiederkäuer dagegen sind die eiweißreichen Blätter eine sehr bekömmliche Delikatesse. Hasen und Kaninchen nagen im Winter gerne die Rinde junger Robinien ab, ohne Schaden zu nehmen. Allein die Blüten der Robinien sind nicht giftig - im Gegenteil: Die stark duftenden Blütentrauben lassen sich - ähnlich wie die Blütenstände des Holunders - in Pfannkuchenteig getaucht und in heißem Öl ausgebacken - in delikates Naschwerk verwandeln. Mit wässrigen Auszügen aus den Blüten lassen sich Limonaden und Gelees aromatisieren.

Bienen produzieren einen hellen, klaren, milden und dank des hohen Fruktosegehalts über Jahre nicht kristallisierenden Honig. Meist wird er unter dem irreführenden Namen Akazienhonig vermarktet.

Indianer stellten aus dem sehr zähen und elastischen Holz der Robinie ihre Bögen her. In Europa wurde diese Eigenschaft für Grubenholz genutzt, das sich erst deutlich verformt und knarrt, ehe es bricht, und so neben seiner Stützfunktion auch vor drohenden Stolleneinbrüchen warnen konnte.

Schon sehr früh wurde auch die besondere Härte und ungewöhnlich hohe Witterungsbeständigkeit des Robinienholzes erkannt. Kein anderes Holz aus Europa ist über Jahrzehnte ohne jegliche Imprägnierung derart resistent. Zunächst wurde diese Eigenschaft für Rebstöcke, Zaun- und Weidepfähle genutzt. Heute wird es auch im Wasser-, Boots-und Brückenbau sowie für Lärmschutzwände eingesetzt. Spielplätze werden mit Robinienstämmen gestaltet. Bei Gartenmöbeln, Terrassendielen und anderen Gartenhölzern ist Robinienholz die ideale, oft auch haltbarere Alternative zu all den Tropenhölzern, die derzeit für den Outdoor-Bereich angeboten werden. Das gelbgrünliche, sich später bräunlich verfärbende Kernholz wird wegen seiner schönen Maserung auch im Möbelbau eingesetzt.
Wegen seines überaus hohen, alle heimischen Hölzer übertreffenden Heizwertes ist das Robinienholz auch als Energieholz von besonderem Interesse.
Jahresbäume von 1989 bis heute
Es gibt natürlich nicht nur den aktuellen Jahresbaum sondern davor auch verschiedene andere interessante Baumarten die zum Baum des Jahres gekürt wurden.

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Carmen Kretzschmar

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