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Datum: 14.05.2024

Feuerwehr und THW üben an neuer Sandsackfüllmaschine

Um auf Hochwasser und Starkregen in Plauen besser reagieren zu können, hat die Stadt Ende letzten Jahres eine Sandsackfüllmaschine angeschafft. Dafür wurden rund 20.000 Euro investiert. Am Samstag (11. Mai) haben die Kameraden der Plauener Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks die Befüllung von Sandsäcken mit der neuen Maschine geübt. Mit der Anlage können die Helfer rund 2.400 Sandsäcke pro Stunde abfüllen. „Mit der Inbetriebnahme der Sandsackfüllanlage erreicht die Stadt Plauen gegenüber den herkömmlichen Füllmethoden eine erhebliche Effizienzsteigerung bei der Bekämpfung von Hochwasser- und Starkregenereignissen. Die Maschine erlaubt das Füllen einer großen Menge von Sandsäcken in einer sehr kurzen Zeit. Damit kann die Schadenbekämpfung wesentlich schneller und wirksamer vorgenommen werden als bisher“, so die Bürgermeisterin des Geschäftsbereiches II, Kerstin Wolf.

Für den Betrieb der Anlage und das Betreiben des hierzu notwendigen Logistikpunktes kooperiert die Stadt Plauen mit der Bundesanstalt des Technischen Hilfswerkes (THW), Ortsverband Plauen. Das THW übernimmt die kompletten Aufgaben des sogenannten Sandsackfüllplatzes. Unterstützt werden sollen die Kameraden des THW auch durch Spontanhelfer, also freiwillige Bürgerinnen und Bürger. „Der Betrieb der Maschine durch die Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Plauen ist ein tolles Beispiel für die enge Vernetzung der Hilfsorganisationen und der Feuerwehr zum Wohle unserer Bürger“, so Gemeindewehrleiter René Schreiter.

Bild vergrößern: Sandsackfüllmaschine Feuerwehr ELLEN LIEBNER © Ellen Liebner
Sandsackfüllmaschine THW BFW: 4 Personen können an der Maschine Säcxke mit Sand füllen

Der Sandsackfüllplatz ist so gewählt, dass er unabhängig von allen anderen Einsatzstellen und den anderen, für die Gefahrenabwehr notwendigen Liegenschaften betrieben werden kann. Gleichzeitig ist er jedoch für Großfahrzeuge gut zu erreichen und zu befahren. Der Platz steht unter der Einsatzleitung der Plauener Feuerwehr und wird als eigenständiger Einsatzabschnitt geführt. Es ist geplant, die Maschine in Plauen stationär zu betreiben. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, mit ihr innerhalb kürzester Zeit andere betroffene Einsatzgebiete des Vogtlandes, in Sachsen oder dem Bundesgebiet zu unterstützen. Ebenfalls als Bedienpersonal des Sandsackfüllplatzes werden die Kameraden des Löschzuges Retten Vogtland II (LZR II) der Freiwilligen Feuerwehr Plauen eigewiesen und ausgebildet.

Die mittels Kraftstrom angetriebene Maschine verfügt über ein Sand-Silo, in dem eine Förderschnecke arbeitet. Diese verteilt den Sand auf die vier Abfülltrichter. Für die Befüllung des Sand-Silos wird bei Bedarf ein Radlader der Stadt Plauen eingesetzt. Je nach Einsatzlage kann die Maschine ab rund 15 Helfern bedient werden. Ein kontinuierlicher Betrieb der Maschine ist möglich. Die Helfer arbeiten im Sitzen, wodurch ein wesentlich ergonomischeres Arbeiten möglich ist.

Für einen Sofortbetrieb der Anlage stehen in Plauen derzeit rund 100 Tonnen Sand zur Verfügung. Im Ernstfall werden die gefüllten Sandsäcke auf Paletten gestapelt und zur Verteilung zur Verfügung gestellt. Kameraden des THWs und der Feuerwehr sowie zivile Unterstützer verteilen die Paletten dann entsprechend. Da die Anlage eine wesentlich höhere Kapazität als bisher erwarten lässt, ist auch ein Punkt zum Abholen gefüllter Sandsäcke durch betroffene Bürgerinnen und Bürger vorgesehen. Um jederzeit handlungsfähig zu bleiben, sind regelmäßige Übungen auf dem Sandsackfüllplatz mit Kameraden des THW und der Feuerwehr geplant.