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Leipzig und Plauen als Standorte für das „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“

Leipzig und Plauen bewerben sich gemeinsam als Standorte für das „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“. Das Zentrum soll sich künftig mit gesellschaftlichen Umbrüchen beschäftigen, wie es sie etwa in der Folge der Friedlichen Revolution in Ostdeutschland gab und immer noch gibt. Aktuell läuft dazu ein Standortwettbewerb der Bundesregierung, an dem Leipzig und Plauen stellvertretend für ganz Sachsen teilnehmen.

Zukunftszentrum: Leipzig/Plauen weiter dabei

Leipzig und Plauen sind mit ihrer Bewerbung um das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation in der nächsten Runde: von ursprünglich sieben Bewerbern sind noch fünf nach der Vorauswahl übriggeblieben. In den nächsten Wochen werden die Jurymitglieder die Bewerberstädte besuchen. Anfang des Jahres dann soll die Standortentscheidung fallen. Bis 2028 soll das Zentrum gebaut sein.

Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner: „Ich bin weiterhin überzeugt, dass wir durch unsere gemeinsame Bewerbung den idealen Boden für ein Zentrum mit den Ansprüchen des Zukunftszentrums mitbringen. Wir bilden eine zweifache Transformation ab, die sich vergleichen lässt und dadurch wissenschaftliche Schlüsse zulässt. Vor allem das gemeinsame Wirken und das Arbeiten an beiden Standorten erlaubt Transformationserfahrungen und –erforschungen auf einer ganz besonderen Ebene, etwas, das keine andere Stadt mitbringen kann. Das geht nur in unserem Duo. Ich freue mich ungemein auf die Jury und hoffe, dass wir sie von uns und unserer Idee so überzeugen, wie wir von unserer Vision überzeugt sind.“

Neben der gemeinsamen Bewerbung von Leipzig/Plauen sind noch die Bewerbungen von Halle, Jena, Frankfurt/Oder und Eisenach im Rennen.

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"Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“ (August Bebel) – den Weg der Friedlichen Revolution verstehen, die Wiedervereinigung und die daraus entstehenden Entwicklungen nachvollziehen können, eine Prognose für die Zukunft wagen, das sind Themen, die im „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“ ein Zuhause finden sollen.

Bis 2028 soll in Ostdeutschland ein solcher „Knotenpunkt für die wissenschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung mit der weitreichenden und alle Lebensbereiche umfassenden Transformationserfahrung im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung Deutschlands einerseits und der inneren Einheit des Landes andererseits“ entstehen. Das Zentrum soll zu Transformationsprozessen in Deutschland, aber auch zu Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa sowie zum Zusammenhalt in Europa forschen.

Der Bund hat die Bewerbungsphase für das Zukunftszentrum am 1. Juli gestartet. Die Städte Plauen und Leipzig bewerben sich gemeinsam um einen Doppelstandort: wo, wenn nicht hier könnten ideal die „Erfahrungen der Ostdeutschen im Wandel und die Bedingungen für gelingende Transformation für zukünftige Herausforderungen erforscht und vermittelt werden“, wie von der Regierung gefordert wird?

Unterstützer der sächsischen Bewerbung