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Sport- und Bildungscampus Ostvorstadt

Ziel

Für die breite Öffentlichkeit stehen kaum Sport- und Freizeitanlagen zur freien Verfügung. Durch den hohen Andrang auf die bestehenden Sporteinrichtungen und -anlagen ist nur eine eingeschränkte Nutzung zu festgelegten Zeiten möglich. Beim Schul- und Vereinssport dominieren klar die qualitativen Defizite.

Beide Schulsporthallen (Grundschule und Oberschule) entsprechen nur den Anforderungen einer Turnmehrzweckhalle und nicht den Anforderungen an eine Einfeldhalle. Die noch zu DDR-Zeiten vorhandenen Freianlagen (Weitsprung- und Kugelstoßanlage) unmittelbar neben dem Schulgebäude wurden in den zurückliegenden Jahren auf eine einfache Bolzplatzfläche und ein Volleyballfeld reduziert. Sie werden für den Sportunterricht nur noch selten genutzt. Gerade leichtathletische Disziplinen können nicht ausgeführt werden.

Auch die ehemaligen Freianlagen an der Stöckigter Straße sind, einschließlich des öffentlichen Bolzplatzes, nicht mehr nutzbar. Infolge der hohen Beanspruchung in den zurückliegenden 25 Jahren ist ein hohes Unfall- und Verletzungsrisiko im Schul- und Freizeitsport gegeben. Allein der 2008 entstandene Beachvolleyball-Platz bereichert das Sportangebot.

Für das in die Jahre gekommene Vereinsheim des 1. FC Wacker Plauen e.V. stellen die immer größer werdenden Betriebskosten eine große Herausforderung dar. Deshalb soll eine energetische Sanierung Ertüchtigung des Gebäudes ein Teilvorhaben darstellen.

Mit dem Bau einer modernen und innovativen Turnhalle an der Kemmler-Oberschule sowie der dringend notwendigen Sanierung und Modernisierung der benachbarten Außensportanlagen und des Vereinsheims des 1. FC Wacker Plauen e.V. einschließlich der umgebenen Freiräume, soll ein standortsichernder und identitätsstiftender Sport- und Bildungscampus in der Plauener Ostvorstadt entstehen, der vielfältige Angebote sowie eine optimale alters- und sportartgerechte Nutzung schafft und somit auch die Wohn- und Lebensqualität im Stadtteil nachhaltig verbessert. Der Wacker-Enkelgarten - Baustein 4 - komplettiert das Einzelvorhaben.

Bausteine

  • Neubau Einfeldhalleplus, Turnhallenumbau, Freiflächengestaltung mit Planungswettbewerb und Gesamtplanung
  • Energetische Ertüchtigung des bestehenden Vereinsgebäudes des 1. FC Wacker Plauen e.V. (energieautarkes Vereinsgebäude)
  • Erneuerung der Kleinfeld-Sportanlage (einschl. öffentlicher Bolzplatz) an der Stöckigter Straße
  • Umnutzung eines brachgefallenen Kleingartens für den generationenübergreifenden Breitensport - der Wacker-Enkelgarten

Projektstand

Baustein 1 - Neubau Einfeldhalleplus, Turnhallenumbau, Freiflächengestaltung mit Planungswettbewerb und Gesamtplanung

Die Fördermittelbescheide  von Bund und Land zum gesamten Einzelvorhaben sind Ende des letzten Jahres in der Stadt Plauen eingegangen. Im Vorfeld liefen mehrere Abstimmungsrunden im inneren und erweiterten Arbeitskreis. Dabei wurden Anregungen und Änderungswünsche aufgenommen.Mit den Schülern der Kemmler Oberschule wurden im März 2022 Ideen für die Schulhofgestaltung erarbeitet werden. Diese Ideen fließen ebenfalls in die Planung bzw. in den Wettbewerb mit ein. siehe hierzu Bürgerbeteiligung,

geplante Umsetzung

  • Umsetzung Bau 2023 - 2024
  • Planung 2022 - 2023

geplante Kosten

  • 6.100.000 Euro

Baustein 2 - Energetische Ertüchtigung des bestehenden Vereinsheimes des 1. FC Wacker Plauen e.V.

Das Projekt musste auf Grund verschiedener Umstände angepasst werden. Derzeit wird untersucht, das Dach des Gebäudes zu erneuern und zukünftig als Fläche für regenerative Energieerzeugung zu nutzen. Dies könnte dann zur Stromversorgung der gesamten Sportanlage genutzt werden. Die Planung hierzu wird bereits vorbereitet.

geplante Umsetzung
  • Umsetzung Bau 2022
  • Planung 2021 - 2022

geplante Kosten

  • 300.000 Euro

Baustein 3 - Erneuerung der Kleinfeldsportanlage

Vom Fachgebiet Stadtplanung und Umwelt wurde ein Konzept der zukünftigen Kleinfeldsportanlage erarbeitet. Hierbei flossen die Ideen der Arbeitskreise bereits mit ein. Vorgesehen sind Nutzungen für den Schul- und Vereinssport und für weitere umliegende soziale Einrichtungen. Auch die Öffentlichkeit soll bedacht werden. Der Planungsauftrag hierfür ist bereits in Bearbeitung

geplante Umsetzung

  • Umsetzung Bau 2023
  • Planung 2022

geplante Kosten

  • 640.000 Euro

Baustein 4 - Umnutzung eines brachgefallenen Kleingartens für den generationenübergreifenden Breitensport – der Wacker - Enkelgarten

Das FG Stadtplanung und Umwelt erarbeitete in Zusammenarbeit mit dem FG Tiefbau und dem 1. FC Wacker Plauen e.V. eine konzeptionelle Planung der Fläche, welche die Grundlage für die Bauausführung und Ausschreibung darstellt. (Kosten 60.000 Euro)

Der Enkelgarten soll Erwachsene bis ins hohe Alter zum Spielen animieren. Dabei soll der Gartencharakter weitestgehend erhalten bleiben und auch Ruhe- und Aufenthaltsqualität bieten.

Zunächst muss jedoch die kleingärtnerische Nutzung zurückgebaut werden. Dies umfasst die, teilweise nur noch rudimentär vorhandenen, baulichen Anlagen. Das vorhandene Totholz und der Wildwuchs wurden bereits durch Mitglieder des 1.FC Wacker e.V. beseitigt. Hierfür möchte sich die Stadt ganz herzlich bedanken. Gegebenenfalls werden einzelne Grünelemente (Büsche, Sträucher) versetzt. Zeitgleich ist die vorhandene Einfriedung an drei Seiten zu erneuern und zur Straße und den Nachbarn zu begrünen.  Auf einen neuen Ballfangzaun kann dabei verzichtet werden. Die Bauarbeiten sollen ab Mai - Juni dieses jahres beginnen und im Sommer abgeschlossen sein. Mit Fertigstellung einer begehbaren Rasenschicht ist das Projekt fertiggestellt und kann eingeweiht werden.

Die Maßnahme wird als städtische Maßnahme durchgeführt. Die Betreibung soll über den Pächter, dem 1. FC Wacker Plauen e.V. laufen.

geplante Umsetzung

  • Umsetzung Bau 2022
  • Planung 2021

geplante Kosten

  • 60.000 Euro

Formblatt

Kosten und Förderung

Der Deutsche Bundestag hat Plauen für die Teilnahme an einem Programm zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung ausgewählt. Das Modellvorhaben wird deutschlandweit in sieben Kommunen – Hamburg, Saarbrücken, Rostock, Erfurt, Plauen, Coswig und Duisburg – umgesetzt.

Das Projekt „Zukunft Leben im Plauener Süden“ ist ein Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung, gefördert mit Mitteln des Bundes im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik sowie mit Mitteln der Städtebauförderung des Freistaates Sachsen.

Das Modellvorhaben ist mit insgesamt 50 Millionen untersetzt. Der Bund unterstützt die Stadt mit 25 Millionen und das Land Sachsen mit 20 Millionen Euro Fördermittel. Die Stadt Plauen trägt einen Eigenanteil von 5 Millionen Euro.