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Datum: 25.08.2023

Die Fabrik der Fäden - große Maschinen und filigrane Spitze

Aus den umfangreichen Sammlungen des Vogtlandmuseums, des Spitzenmuseums und des Innovations- und Dokumentationszentrums Plauener Spitze mussten anschauliche Objekte ausgewählt werden, anhand derer die Ausstellungsinhalte für die Fabrik der Fäden gut erläutert werden können. Dies war eine kleine Herausforderung, da die Objekte der Textilgeschichte für den Laien gar nicht so leicht zu verstehen sind. Die Maschinen sind oft sehr komplex aufgebaut. Und woran erkennt man an einem kleinen Stoffstück, ob es als Tüll- oder Luftspitze hergestellt wurde?

Die Aussagekraft der Exponate wird unterstützt von einer mit modernen Medien ausgestatteten Gestaltung. In jedem Raum der Fabrik der Fäden wird es interaktive Stationen geben, die einen spielerischen Zugang ermöglichen sollen. Hinzu kommen aber auch inszenierte Räume und Ausstellungseinheiten, die eine zum Thema passende Atmosphäre vermitteln. Ein Aspekt, der sich durch das ganze Museum zieht, ist die Veränderlichkeit der Mode, auf die die Textilindustrie beständig reagieren musste. Wie stellt man diese grundlegende Vergänglichkeit dar, die Segen und Fluch zugleich war? Dies versucht das estnische Gestalterbüro KOKO beispielweise mit der Inszenierung eines auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 präsentierten Kleides zu schaffen. Das Kleid selbst existiert nicht mehr. Es gibt nur wenige unscharfe Fotografien davon. Aber gerade dieses Spiel aus „Nicht-Mehr-Real“ aber „Doch-Noch-Irgendwie-Unscharf-Vorhanden“ wird in der Ausstellung zelebriert. Darauf dürfen sich die Besucher freuen, wenn am 12. November die Fabrik der Fäden im Weisbachschen Haus eröffnet wird.

Alle Informationen zur Fabrik der Fäden gibt es unter www.plauen.de/fabrikderfaeden   


Kosten und Föderung

Die Gesamtbaukosten betragen aktuell 11.5 Mio Euro davon wurden bisher 6,2 Mio Euro Zuwendungen über das Programm Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE ISE) bewilligt.

Zusätzlich werden über das Bund-Länderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ 770.000 Euro , die Hans-Leopold-Hartensteinstiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 400.000 Euro, das Landesamt für Denkmalpflege des Freistaates Sachsen 30.258 Euro und über PMO (Vermögen der Parteien und der ihnen verbundenen Massenorganisatoren der ehemaligen DDR) 725.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Weitere Finanzhilfen sind beantragt.