Inhalt

Mobilität und Digitalisierung

Ziel

Die Einzelvorhaben 6 (Errichtung von Mobilitätsknoten) und 7 (Digitalisierung) wurden zu einem Vorhaben 6/7 Mobilität und Digitalisiserung zusammengefasst. Hierbei ergeben sich drei Bausteine, welche die ursprünglichen Ziele der beiden Einzelvorhaben 6 und 7 beinhalten. Der „Plauener Süden“ soll sich zu einem attraktiven und zukunftsfähigen Wohn-, Sport- und Bildungsstandort, auch mit zukunftsfähiger mobiler und digitaler Ausstattung, entwickeln. Mit einem Mobilitäts- und Digitalisierungskonzept und daraus folgender Umsetzungsmaßnahmen, u.a. zur Stärkung des ÖPNV,  soll klimaneutrale Mobilität gestärkt und der CO2 Ausstoß gesenkt werden. Mit z.B. der Schaffung von Mobilitätsknoten und einer Vernetzung des ÖPNV-Bestandes mit neuen Anbindungsmöglichkeiten, mit der Erweiterung eines sicheren Radwegenetzes und der Einsatzmöglichkeit von weiteren e-mobilen Fahrzeugen soll der motorisierte Individualverkehr (MIV) gesenkt und die Bereitschaft der Bevölkerung zur klimafreundlichen Mobilität sensibilisiert und gestärkt werden. Eine smarte Ausstattung des Wohngebietes soll die digitale Vernetzung in viele Lebensbereiche verbessern.

Projektstand

Baustein 1 - Erstellung eines Mobilitäts- und Digitalisierungskonzept

Bei der zukunftsfähigen Entwicklung des Fördergebietes geht es darum, mobile und digitale Anreize bzw. Angebote zu schaffen und das Mobilitätsverhalten der Bewohner dahingehend zu beeinflussen, die Nutzung mit emissionsarmen Verkehrsmitteln so attraktiv wie möglich zu machen und den motorisierten Individualverkehr zu mindern. Im Fördergebiet sowie im gesamten Stadtgebiet fehlen bisher Angebote wie z. B. Mobilitätsknoten oder Carsharing. Der Anteil der Radfahrer liegt bei 2% (Modalsplit) und der Anteil ÖPNV bei 18 %. Zur Senkung des PKW-Anteils (50%) ist das Angebot an Radwegen, die Verbindung von intermodalen Knotenpunkten sowie die Erreichbarkeit des ÖPNV zu verbessern. Diesbezüglich wird ein darauf abgestimmtes Mobilitäts- und Digitalisierungskonzept erstellt, welches nachhaltige Mobilitätsangebote auf Grundlage des Bestandes untersucht und Maßnahmen festlegt. Eine digitale Vernetzung der Mobilitätsangebote sowie eine smarte Ausstattung des Fördergebietes soll auf Grundlage des bisherigen Breitbandangebotes erarbeitet werden.

Baustein 2: Impulsmaßnahmen, welche sich aus dem Baustein 1 heraus entwickeln (priorisierter Maßnahmenkatalog)

Das Konzept (Baustein 1) erstellt einen priorisierten Maßnahmenkatalog, aus welchem sich Umsetzungsmaßnahmen zur Mobilität und Digitalisierung ergeben, welche vorrangig im Stadtteil Ostvorstadt ggf. im gesamten Fördergebiet durchgeführt werden können.

Baustein 3: Umsetzung Radwegverbindung Ostvorstadt – Lessing-Gymnasium

Mittels Verbesserungen der emissionsarmen Mobilität (z.B. Ausbau eines Radweges) zum Stadtzentrum und zum Modellgebiet soll die Erreichbarkeit der einzelnen Standorte für die Nutzer unterstützt und die Funktionen besser vernetzt werden. Mit dem Plauener Straßenbahnnetz ist für die E-Mobilität der Stadt Plauen ein bedeutender Grundstein gelegt. Um diesen zu stärken und zu verbessern, ist eine Vernetzung mit weiteren emissionsarmen Mobilitätsformaten vorgesehen. Insbesondere wird hierfür ein Radweg von der Ostvorstadt bis zum Standort Lessing-Gymnasium angelegt, um die Erreichbarkeit der Halle für den Großteil der Vereinsmitglieder, insbesondere für Kinder und Jugendliche deutlich zu verbessern. Der neue Radweg schließt einen Teil bestehender Plauener Radwege mit ein und bietet auch den Anschluss an das Stadtzentrum und an weitere Straßenbahn- und Bushaltestellen. Der Fuß- und Radwegeausbau von der Ostvorstadt zum Lessing-Gymnasium definiert die funktionale Verbindung des Hauptfördergebiets zum Einzelstandort Lessing-Gymnasium. Die Vorplanung des Radweges wurde durch die Stadt Plauen selbst (FG Stadtplanung mit Verkehrsplanung und Fachgebiet Tiefbau) erarbeitet. Die weiteren Leistungsphasen wurden bereits extern beauftragt. Die Fertigstellung ist Radweges ist maßgeblich mit der Inbetriebnahme der Dreifeldhalle am Lessing-Gymnasium (EV2) verbunden und soll 2024 fertiggestellt sein.


Kosten und Förderung

Der Deutsche Bundestag hat Plauen für die Teilnahme an einem Programm zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung ausgewählt. Das Modellvorhaben wird deutschlandweit in sieben Kommunen – Hamburg, Saarbrücken, Rostock, Erfurt, Plauen, Coswig und Duisburg – umgesetzt.

Das Projekt „Zukunft Leben im Plauener Süden“ ist ein Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung, gefördert mit Mitteln des Bundes im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik sowie mit Mitteln der Städtebauförderung des Freistaates Sachsen.

Das Modellvorhaben ist mit insgesamt 50 Millionen untersetzt. Der Bund unterstützt die Stadt mit 25 Millionen und das Land Sachsen mit 20 Millionen Euro Fördermittel. Die Stadt Plauen trägt einen Eigenanteil von 5 Millionen Euro.