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Tag der Sachsen 2027 - in Plauen

Die Stadt Plauen wird im Jahr 2027 den „Tag der Sachsen“, Sachsens größtes Vereins- und Verbandsfest, ausrichten.

Das Kuratorium „Tag der Sachsen“ hat gestern (10. Dezember) in einer außerordentlichen Sitzung über die Ausrichterstadt für den 31. „Tag der Sachsen“ 2027 abgestimmt und der Stadt Plauen den Zuschlag erteilt.

  • Fakten zum Tag der Sachsen

    • Seit über 30 Jahren: Bis 2023 fand der Tag der Sachsen jährlich statt. Seit 2025 wird das Fest im Zweijahres-Rhythmus am ersten Septemberwochenende gefeiert

    • Wechselnde Austragungsorte: Jedes Jahr fand das Fest in einer anderen sächsischen Stadt statt, z. B. Sebnitz, Freiberg, Döbeln

    • Riesiges Volksfest: Mit Besucherzahlen zwischen 200.000 und 500.000 gehört es zu den größten Volksfesten in Ostdeutschland.

    • Vielfältiges Programm: Das Event bietet Musik, Tanz, Sport, historische Darstellungen, Handwerk und Kulinarik – für alle Altersgruppen etwas.

    • Stärkung der sächsischen Identität: Ziel ist es, Kultur, Geschichte und regionale Wirtschaft zu präsentieren und das Zusammengehörigkeitsgefühl in Sachsen zu fördern.

  • Zeitplan zum Tag der Sachsen

    • 09.09.2025: Stadtrates spricht sich für Bewerbung zum Tag der Sachsen aus
    • Ende September: Einreichung der offiziellen Bewerbung der Stadt Plauen
    • III. Quartal 2025: Besuch einer Vorab-Delegation aus Mitgliedern des Präsidiums des Kuratoriums
    • 10.12.2025: Bewerbungsvortrag und Entscheidung über Zuschlag
    • Januar 2026: Beginn der konkreten Festvorbereitung
    • Oktober 2026: Durchführung der Präsidiumssitzung des Kuratoriums „Tag der Sachsen“ in der Ausrichterstadt 2027 (Rundfahrt durch Festgebiet u. a.)
    • 18. bis 20. Juni 2027: Tag der Sachsen findet in Plauen statt
  • Wie das Fest finanziert wird:

    • Der Freistaat Sachsen hat die Finanzierung des „Tages der Sachsen“ ab 2027 auf neue Beine gestellt und seinen Fördermittelanteil nahezu verdoppelt. Die Förderqoute beträgt ca. 85 Prozent 
    • Sachmittel:
      • Das Land Sachsen fördert den „Tag der Sachsen“ mit 1.141.500 Euro zusätzlichen FAG-Mitteln.
      • Hinzu kommt ein Eigenanteil der Stadt Plauen von 20 Prozent (238.300 Euro).
    •  Anschubfinanzierung:
      • Zusätzlich erhält Plauen 658.500 Euro.
      • Davon fließen bereits 263.500 Euro im Jahr 2026.
    • Teilnehmerförderung: Der Freistaat Sachsen stellt für die aktive Teilnahme von Vereinen und Verbänden zusätzlich 240.000 Euro bereit. Diese Mittel können von den Vereinen für beispielsweise Fahrtkosten und Übernachtungen beantragt werden.
  • Vorteile, die für Plauen sprechen

    • Wirtschaftlicher Schub: Mit erwarteten 250.000 Tagesgästen kann ein Umsatz von rund 6 Millionen Euro generiert werden. Davon profitieren Gastgewerbe, Einzelhandel und Handwerk. Lokale Unternehmen können sich einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.
    • Tourismus: Plauen und das Vogtland haben die Möglichkeit, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und für sich zu werben. Viele Ausrichterstädte verzeichneten nach dem Fest steigendes touristisches Interesse und höhere Übernachtungszahlen. Der „Tag der Sachsen" weckt die Lust, Plauen und das Vogtland weiter zu erkunden.
    • Stärkung des Gemeinschaftsgefühls: Ein Fest dieser Größe schweißt zusammen. Bürger, Vereine, Verwaltung und Wirtschaft arbeiten Hand in Hand. Dieses Gemeinschaftserlebnis stärkt das Vertrauen und die lokale Identität, aber auch das Verständnis füreinander. Vereine können sich präsentieren und neue Mitglieder gewinnen.
    • Hohe mediale Aufmerksamkeit: Die Veranstaltung zieht die Blicke von regionalen und überregionalen Medien auf Plauen und das gesamte Vogtland und das nicht nur am Festwochenende, sondern auch weit im Vorfeld und in der Nachbetrachtung des „Tag der Sachsen“. Der Höhepunkt, der Festumzug, wird live im MDR-Fernsehen übertragen.


Rückblick: Tag der Sachsen 1997 in Plauen

1997 war Plauen Gastgeber des 6. „Tag der Sachsen“ anlässlich des 875. Stadtjubiläums. Rund 380.000 Besucher erlebten drei Festtage, die die Innenstadt belebt und den Gemeinschaftssinn gestärkt haben.

Der große Festumzug
Der Höhepunkt des Programms war der große Festumzug am Sonntag: neun Kilometer Strecke, 6.662 Teilnehmer aus 260 Vereinen und eine Dauer von vier Stunden.

Das Programm
An über 50 Veranstaltungsorten wurden Unterhaltung und Aktivitäten für alle Altersgruppen geboten. Historischer Markt, Handwerkerstraße und Handwerkermarkt brachten vogtländisches Flair in die Innenstadt. Partnerstädte und befreundete Regionen Europas bereicherten das Fest mit internationalen Beiträgen. Die Wahl der Spitzenprinzessin fand erstmals statt und ist bis heute ein fester Bestandteil des Festes.

Festplakette und Wahrzeichen
Die Festplakette bestand aus Plauener Spitze und wurde 250.000-mal hergestellt. Die Figuren „Vater und Sohn“ von Erich Ohser begleiteten das Fest auf Plakaten, Flyern, T-Shirts und Souvenirs und wurden zum symbolischen Wahrzeichen. Lebensgroße Figuren sind weiterhin im Stadtbild präsent.

Nachhaltige Wirkung
Dank staatlicher Fördermittel wurden städtische Sanierungs- und Verschönerungsmaßnahmen umgesetzt. Der Rathausturm wurde für die Öffentlichkeit zugänglich, Führungen ermöglichen einen Blick über die Stadt. Insgesamt stärkte der Tag der Sachsen 1997 die städtische Gemeinschaft, erhöhte die Bekanntheit Plauens und bot wertvolle Erfahrungen in der Organisation eines Großevents.