2.5: Klimainseln
Die Stadt Plauen plant innerhalb der EFRE (NiSE) Förderkulisse die Anlage von drei Klimainseln. Ziel dieses Vorhabens ist es, das Stadtklima nachhaltig zu verbessern und den zunehmenden Überhitzungstendenzen im Stadtgebiet aktiv entgegenzuwirken. Durch die Schaffung von Grünflächen mit hitze- und trockenheitsverträglichen Bäumen, Sträuchern und Stauden sollen die Auswirkungen des Klimawandels gemindert und die Lebensqualität vor Ort gesichert werden.
Klimainsel 1: Herderstraße
Der Innenhof der Wohnbebauung an der Herderstraße, Gunoldstraße und Lange Straße stellt sich derzeit überwiegend als Wiesenfläche mit einem Wäschetrockenplatz dar. Zur Herderstraße hin wird der Innenhof durch die rückwärtigen Fassaden einer Garagenreihe begrenzt. Ziel der geplanten Maßnahme ist die Anlage einer Klimainsel, um die mikroklimatischen Bedingungen im Innenhof nachhaltig zu verbessern und den Aufenthaltswert für die Bewohnerschaft sowie die ökologische Funktion für die Tierwelt zu erhöhen. Durch die Pflanzung ausgewählter, klimaresistenter Insekten- und Vogelnährgehölze wird die biologische Vielfalt deutlich erhöht. Gleichzeitig tragen diese Gehölze zur Bindung von Feinstaub, Ozon und Luftstickstoff bei und leisten durch Verschattung sowie Verdunstung einen wichtigen Beitrag zur Abkühlung des Umfeldes.
Im Zuge eines früheren Abbruchs von Hinterhofgebäuden wurde das anfallende Abbruchmaterial vor Ort verfüllt, wodurch es zu einer sichtbaren Erhöhung der bestehenden Wiesenfläche kam. Um künftig verbesserte Bodenverhältnisse für die geplanten Pflanzungen zu schaffen, wird geeignetes Pflanzsubstrat aufgebracht, mit Oberboden überdeckt und anschließend durch eine Wiesenansaat begrünt. Ergänzend ist zur nachhaltigen Bewässerung der neu angelegten Grünfläche die Aufstellung eines Wassercontainers vorgesehen, der das anfallende Dachwasser der Garagen aufnimmt.
Zeitplan:
- Pflanzung erfolgt im Herbst 2026
- Maßnahmenende: 11/2027
Klimainsel 2: Dobenaustraße
Entlang der Dobenaustraße, auf Höhe der Einmündung zur Myliusstraße, sind sechs neue Baumpflanzungen geplant. Ziel ist es, durch die Erweiterung des Straßenbegleitgrüns einen Beitrag zur Klimaanpassung zu leisten. Hierbei wird gezielt eine Gehölzart ausgewählt, die als Klimabaum gilt und sich durch eine hohe Hitze- und Trockenheitstoleranz auszeichnet. Vor diesem Hintergrund soll am genannten Standort Acer rubrum als Straßenbegleitgehölz eingesetzt werden.
Zeitplan:
- Pflanzung erfolgt im Frühjahr 2026
- Maßnahmenende: 11/2027
Klimainsel 3: Max-Planck-Straße
An der Ecke Max-Planck-Straße/Martin-Luther-Straße soll eine aktuell mit Rasen bewachsene Grünfläche als Klimainsel aufgewertet werden. Hierzu werden Stauden gepflanzt, die speziell für die aktuellen klimatischen Herausforderungen geeignet sind. Ergänzt wird die geplante Staudenmischpflanzung durch eine Blumenzwiebelmischung sowie durch drei hitze- und trockenheitsresistente Sträucher. Dadurch kann eine lange Blühperiode sichergestellt werden und die Fläche erbringt einen zusätzlichen Mehrwert als Bienenweide. Entlang der Max-Planck-Straße wird zudem ein weiterer Bereich mit insektenfreundlichen Rosenarten bepflanzt. Die vielfältigen Blühaspekte, kombiniert mit abwechslungsreichen Texturen und Strukturen, tragen das ganze Jahr über zur Aufwertung des Straßenraums bei.
Zeitplan:
- Pflanzung erfolgt im Frühjahr 2026
- Maßnahmenende: 11/2027
Kosten und Förderung:
- Gesamtausgaben geplant: 79.995,00 EUR
- davon Fördermittel aus den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE): 59.996,25 EUR
- die Stadt trägt einen Eigenanteil i.H.v.: 19.998,75 EUR