Einweihung der Gedenktafel an der ehemaligen Synagoge
Nachdem die Tafel für den Gedenkort an der ehemaligen Synagoge in Plauen im April 2025 entwendet wurde, ist der Ersatz nun fertiggestellt und wurde am 23. Januar vor Ort angebracht.
Die offizielle Einweihung der Gedenktafel fand am Dienstag (27. Januar) zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus an der ehemaligen Plauener Synagoge statt.
Mit dabei waren neben Bürgermeister Tobias Kämpf auch Liane Kümmerl (Ehrenamtliche Akteurin für die jüdische Geschichte Plauens und Ansprechpartnerin für den Jüdischen Friedhof), Pastor Stefan Filter von der Adventgemeinde Plauen, Clemens Uhlig (Projektkoordinator Bruchstelle 1938) sowie Sebastian Dressel (Fachdirektor Vogtlandmuseum).
Bürgermeister Tobias Kämpf: „Mit der Einweihung der neuen Gedenktafel wird der Gedenkort der ehemaligen Synagoge wieder vervollständigt. Es ist traurig, dass wir die Tafel überhaupt neu anfertigen lassen mussten. Die Entwendung zeugt von fehlender Demut gegenüber den damaligen Geschehnissen. Umso wichtiger ist es, dass wir die Tafel nun wieder als mahnende Erinnerung aufstellen konnten. Ich hoffe, dass sie nun dauerhaft an der ehemaligen Synagoge bestehen bleibt.“
Die Bronzetafel wurde durch den Künstler Peter Luban nach Vorlage der alten Gedenktafel angefertigt. Zu lesen ist darauf: „Hier stand die Synagoge der israelitischen Religionsgemeinschaft zu Plauen. Geweiht am 6.4.1930. Zerstört in der Nacht vom 9. zum 10.11.1938 durch die Faschisten.“
Über dem Text ist eine Menora (siebenarmiger Leuchter), eines der wichtigsten Symbole des Judentums, abgebildet.