Förderprogramm ermöglicht vier Planstellen für Sozialpädagogische Fachkräfte
Die Kitas Sonnenblume, Sonnenkäfer, Mäuseburg und Regenbogen Elsteraue profitieren vom Europäischen Sozialfonds (ESF) Plus-Programm „KINDER STÄRKEN 2.0 – Vorhaben für Kinder mit besonderen Lern- und Lebenserschwernissen“ im Freistaat Sachsen. Dieses unterstützt und fördert im Rahmen ergänzender Sozialer Arbeit in Kindertageseinrichtungen Kinder und Familien in riskanten Lebenslagen.
Bisher sind bereits sechs Planstellen für Sozialpädagogische Fachkräfte im Rahmen dieses Förderprojekts im Stellenplan 2025/2026 in den Kitas Buratino und Kosmonaut sowie in den Horten der Grundschulen Am Wartberg, Karl-Marx, Kuntzehöhe und Erich-Ohser integriert.
„Ab dem 1. Juli 2026 werden vier weitere geförderte Planstellen für Sozialpädagogische Fachkräfte eingerichtet. Der Stadtrat hatte dem Vorhaben in seiner Sitzung vom 21. April zugestimmt. Die Personalkosten der vier Planstellen werden zu 95 Prozent gefördert, wodurch ein jährlicher Eigenanteil von 12.728 Euro für die Stadt verbleibt. Diese Kosten werden in den kommenden Haushaltsjahren veranschlagt“, so Hauptamtsleiterin Carola Blume-Brake.
Mit KINDER STÄRKEN 2.0 wird ein seit 2016 in Sachsen etabliertes Vorhaben der Kita-Sozialarbeit fortgeführt. Der ESF Plus fördert mit Beteiligung des Freistaates Sachsen je Kita-Standort, wozu Krippen, Kindergärten und Horte zählen, eine zusätzliche Sozialpädagogische Fachkraft (Kita-Sozialarbeiter) sowie eine Koordinierungs- und Beratungsstelle zur fachlichen Begleitung des Programms. Die Stellen sind zunächst befristet auf sechs Jahre.
Mit dem Programm wird in der Kita und unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes frühzeitig auf Entwicklungsrisiken, soziale Ungleichheit und Benachteiligung reagiert. Durch die Kita-Sozialarbeiter werden für Kinder und Familien bedarfs- und anlassbezogene Angebote zur Unterstützung und Förderung gemacht. Die Vorhaben, Maßnahmen und Tätigkeiten leiten sich aus den standortspezifischen Anlässen und Bedarfen der Kinder und Familien ab. Es werden Kooperationen mit relevanten externen Partnern und sozialen Diensten geplant und umgesetzt.
Konkrete Aufgaben sind dabei unter anderem die Erhebung von Hilfe- und Unterstützungsbedarfen für Kinder mit besonderen Lern- und Lebenserschwernissen und deren Familien sowie die Entwicklung und Umsetzung von förderlichen und spezifisch notwendigen Angeboten und Unterstützungsmaßnahmen. Außerdem wird die Zusammenarbeit sowie die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen der Kindertageseinrichtung und den Eltern aktivieret, unterstützt und vertieft. Netzwerke mit anderen Fachkräften wie Therapeuten und Ärzten werden aufgebaut und verstetigt. Zudem erfolgt eine Zusammenarbeit mit den Kompetenz- und Beratungsstellen (KBS) sowie eine sozialpädagogische Begleitung und Beratung der Fachkräfte in den Einrichtungen.