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Datum: 06.10.2025

Kommunale Wärmeplanung für Plauen fertiggestellt

Die kommunale Wärmeplanung legt die wesentlichen Grundlagen für die künftige Umstellung der Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien. Dabei werden verschiedenste Themen untersucht, unter anderem, wie viel Wärme in Plauen benötigt wird, welche regenerativen Energiequellen genutzt werden können (beispielsweise Erdwärme und Solarenergie) oder wo das Fernwärmenetz erweitert werden kann.

Der Wärmeplan entwickelt dabei verschiedene Szenarien, definiert Maßnahmen und zeigt schrittweise den Weg auf, wie eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung in Plauen realisiert werden kann. Damit soll Planungssicherheit geschaffen werden, sowohl für Gebäudeeigentümer und Unternehmen als auch für Energieversorger und Netzbetreiber.

Für Plauen wurde ermittelt, in welchen Gebieten bis 2045 voraussichtlich Fernwärme, Wasserstoff oder dezentrale Heizungsanlagen am besten geeignet sind. Vor allem in der Innenstadt und in den dicht bebauten Wohngebieten soll das Fernwärmenetz erhalten, verdichtet und erweitert werden. In den außenliegenden Ortsteilen werden vorrangig dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen, Biomasse- oder Solaranlagen zum Einsatz kommen. Alle übrigen Gebiete können entweder mit sogenannten „grünen Gasen“ wie Wasserstoff oder über dezentrale Anlagen versorgt werden. Die Verfügbarkeit von Wasserstoff ist derzeit jedoch schwer einschätzbar; daher wurden diese Gebiete vorerst als Prüfgebiete eingeteilt.

Die Wärmeplanung ist lediglich eine strategische Planung – sie ist rechtlich nicht verbindlich. Aus ihr resultieren weder eine Pflicht noch ein Anspruch, sich für eine bestimmte Wärmeversorgungsart zu entscheiden.

Alle Vorgaben zum Heizungstausch sind im Gebäudeenergiegesetz (GEG) geregelt. Wer Unterstützung benötigt, kann sich an die Energieberatung der Verbraucherzentrale oder an einen zertifizierten Energie-Effizienz-Experten (www.energie-effizienz-experten.de) wenden.

Der Wärmeplan wird aller fünf Jahre fortgeschrieben. Somit stellt die Wärmeplanung nun den Auftakt für einen längerfristigen Prozess dar, der in den kommenden Jahren evaluiert und an den künftigen Entwicklungen ausgerichtet werden muss. Ziel ist, bis 2045 eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.

Die kommunale Wärmeplanung und alle Informationen dazu sind unter www.plauen.de/waermeplanung  zu finden.

Das Vorhaben „KSI: Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung für die Stadt Plauen“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.