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Datum: 13.06.2025

OB-Antwortbrief auf offenen Brief des Theaters

Oberbürgermeister Steffen Zenner wandte sich mit einem offenen Antwortbrief an die Verfasser des offenen Briefs des Theaters, der der Stadt am 28. Mai zugegangen war. In dem vom Betriebsrat, Gewerkschaft und Genossenschaften unterzeichneten Schreiben wurden die politischen Entscheidungsträger der Stadt aufgefordert, »Ihren finanziellen Beitrag für das Jahr 2025 zu leisten« und beriefen sich dabei auf den Grundlagenvertrag der Städte Zwickau und Plauen zur Sicherung der Theater Plauen-Zwickau gGmbH.
Oberbürgermeister Steffen Zenner wiederum verwies in seiner Antwort auf die eigene sehr schwierige finanzielle Lage der Kommune, da »gerade die größte kommunale Finanzkrise im Nachkriegsdeutschland (vgl. Newsletter des Deutschen Städtetages vom 28. Mai 2025) alle Kommunen unserer Bundesrepublik mit einem bisher nicht gekannten Spar- und Konsolidierungsdruck konfrontiert.« Außerdem erläuterte er darin die Unterstützung, die durch die Gesellschafter bereits erfolgt: »So bezuschussen wir zum Beispiel schon über viele Jahre jede gekaufte Eintrittskarte mit mehreren hundert Euro aus den zur Verfügung stehenden Geldern der Stadt Plauen für freiwillige Leistungen. Wir investieren regelmäßig in Gebäudesubstanz, Technik und sonstige Ausstattungsmerkmale.« Die Stadt Plauen wird im Genehmigungsbescheid des Doppelhaushaltes 2025/26 aufgefordert, regelmäßig zu berichten, welche Einsparbemühungen bei der Theaterfinanzierung des Theaters Plauen-Zwickau gGmbH auf den Weg gebracht werden - auch dazu informiert der OB. Die Stadt würde sich bei der Finanzierung mehr Unterstützung seitens der Landkreise wünschen. Der OB hofft, dass die Unterzeichner des offenen Theaterbriefes bei geplanten Strukturierungsmaßnahmen mitwirken. »Der Erhalt des Mehrspartentheaters wird von uns favorisiert«, schreibt er. Die Stadt ist vom noch offenen Haushalt des Freistaats abhängig, ehe sie zusätzliche Finanzierungsentscheidungen treffen könnte. Erst dann gibt es »endgültige Finanzierungsklarheiten von Kunst und Kultur in unserem Freistaat«. Der OB ergänzt, dass »wir in Kürze die Gremienbeschlüsse beider Stadträte [erwarten], die dann möglicherweise weitere Personalkosten und zusätzliche Finanzierungsbedarfe neu festlegen werden«.
Wichtig ist ihm der Hinweis, dass nur gemeinsam und abgestimmt das produzierende Mehrspartentheater in die Zukunft geführt werden kann.
Das Schreiben ging am 12. Juni an die Unterzeichner des offenen Briefes und an die Stadträte der Stadt Plauen.

Der gesamte offene Brief befindet sich im Anhang.

Anlagen

Antwort auf offenen Brief vom 22.05.2025.pdf (593 kB)