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Datum: 02.10.2025

Plauen erhält Fördermittel der Städtebauförderung »Wachstum & Erneuerung« (WEP) für Haselbrunn

Der Plauener Stadtteil Haselbrunn kann dank neuen Fördermitteln weiter nachhaltig entwickelt, umgestaltet und aufgewertet werden. Oberbürgermeister Steffen Zenner nahm am 1. Oktober den Fördermittelbescheid der Städtebauförderung „Wachstum & Erneuerung“ (WEP) von der Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, in Leisnig entgegen.

„Das ist die große Chance für Haselbrunn, um unseren Stadtteil weiter voranzubringen. Ich freue mich sehr, dass wir es im dritten Anlauf geschafft haben, den Zuschlag zu erhalten. Hier zeigt sich wieder, dass sich Durchhalten und Dranbleiben auszahlt. Mein Dank gilt allen Unterstützern, besonders dem Mitglied des Landtages Jörg Schmidt. Für die Finanzmittel bedanke ich mich beim Bund und dem Freistaat Sachsen“, so Oberbürgermeister Steffen Zenner.

Für Haselbrunn gibt es bereits Fördermittel aus den europäischen Programmen „Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung“ (EFRE) und dem „Europäischen Sozialfonds“ (ESF Plus). Das Zusammenspiel dieser Förderprogramme hat bereits in der Elsteraue gut funktioniert und soll jetzt auf Haselbrunn übertragen werden.

Nun erhielt Plauen den Zuschlag von WEP und damit 10 Millionen Euro Finanzhilfen. Mit diesen Fördermitteln soll der bezuschusste Teil von 75 Prozent des bereits bewilligten Förderprogramms EFRE auf 90 Prozent aufgestockt werden. Der Eigenanteil der Stadt bleibt somit am geringsten. Neben dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF Plus), bei dem es Fördermittel für Vereine und Einrichtungen gibt, sollen die Vorhaben für Haselbrunn somit durch die Überlagerung eines dritten Förderprogramms finanziert werden. Das EFRE-Programm läuft bis 2027.

Wesentliche geplante Projekte sind unter anderem die energetische Sanierung der Friedrich-Rückert-Oberschule sowie der Neubau der Feuerwache Plauen Stadtmitte. Wichtige Projekte sind zudem eine Vielzahl an Straßensanierungen und die Aufwertung der öffentlichen Grünbereiche.

Staatsministerin Regina Kraushaar: „Die Städtebauförderung ist ein verlässliches Instrument. Seit 1991 sind über 6,3 Milliarden Euro von Bund und Land in Sachsens Städte geflossen. Ohne Städtebauförderung wären viele Kommunen mit der Last der Sanierungen und Modernisierungen allein geblieben. Die Förderung hat sichtbare, positive Gestaltungsspuren hinterlassen. Plätze sind wieder zu Orten der Begegnung geworden. Kitas, Schulen, Grünanlagen, Spielplätze und Straßenräume sind modernisiert. Wir haben Lebensqualität geschaffen – und zwar dort, wo Menschen jeden Tag zu Hause sind.“

Mit einer weiteren Gebietskulisse in Haselbrunn hat sich Plauen bereits 2023 und 2024 für das Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung (WEP)“ beworben und wurde zweimal abgelehnt. Ende Januar dieses Jahres hatte die Stadt die überarbeiteten Unterlagen erneut im Ministerium eingereicht – diesmal mit Erfolg. Oberbürgermeister Steffen Zenner lobt zudem die gute Zusammenarbeit mit dem Stadtrat: „Hier haben alle Fraktionen an einem Strang gezogen und somit dazu beigetragen, dass Haselbrunn als Stadtteil mit Potenzial eine gute Entwicklungsperspektive hat.“


Hintergrund Städtebauförderung:

Städtebauförderung ist ein gemeinsames Förderinstrument von Bund, Ländern und Gemeinden, das darauf abzielt, Kommunen bei der nachhaltigen Entwicklung und Erneuerung von Städten und Gemeinden zu unterstützen. Ziel ist die Gestaltung sozial, wirtschaftlich und ökologisch ausgewogener und lebenswerter Stadtquartiere, die auf die Herausforderungen von demografischem Wandel und Funktionsverlusten reagieren.

Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt Städte und Gemeinden bei der Bewältigung des wirtschaftlichen und demografischen Wandels in Gebieten, die von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten und Strukturveränderungen betroffen sind.