Inhalt
Datum: 13.11.2025

Podiumsgespräch zur Sonderausstellung »Bomben auf Plauen« - Erinnern, Aufarbeiten, Vermitteln

Mit dem Ende der Sonderausstellung »Bomben auf Plauen« im Oktober schließt das Vogtlandmuseum ein intensives Kapitel der historischen Aufarbeitung. Die Auseinandersetzung mit den Bombardierungen Plauens in den Jahren 1944 und 1945 geht dennoch weiter: Am 20. November findet um 17 Uhr ein Podiumsgespräch im Forum der Fabrik der Fäden statt, das den Fokus auf Erinnerung und Vermittlung legt.
Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs werden immer seltener. Dr. Günter Scholz, 1940 in Plauen geboren, erlebte die Bombardierungen als Kind und hat seine Erinnerungen an Bomben, Hunger und die Nachkriegszeit in dem Buch »Kindheit in schweren Zeiten" niedergeschrieben. Als Historiker ordnet er seine persönliche Geschichte in die größeren Zusammenhänge ein. Jörg Schmidt, Landtagsabgeordneter und Regionalvertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, bringt die Perspektive institutioneller Erinnerungsarbeit ein: Der Volksbund leistet durch politische Bildung wichtige Arbeit für die Friedenskultur in Europa und unterstützt auch in Sachsen Familien bei der Suche nach Vermissten.
Moderiert wird das Gespräch von Gerd Naumann, Historiker und Kurator der Ausstellung »Bomben auf Plauen«. Im Anschluss an das Podiumsgespräch öffnet sich die Runde: Das Publikum ist eingeladen, mitzudiskutieren - ob mit eigenen Erfahrungen oder Fragen zur Aufarbeitung.
Der Eintritt zur Veranstaltung kostet 5 Euro. Karten sind ab dem 17. November im Vorverkauf an den Kassen des Vogtlandmuseums und der Fabrik der Fäden erhältlich.