Inhalt

Plauener Spitzenprinzessinnen und der »Tag der Sachsen"

Eine wahre #Spitzengeschichte ist die Tradition der Spitzenprinzessin in Plauen. Sie ist Repräsentantin der Stadt Plauen, des Vogtlandkreises und des Branchenverbandes Plauener Spitze und Stickereien e.V. Seit 1996 gibt es dieses Amt, das Katja Balzer-Jähn als erste ausüben durfte. Die aktuelle Spitzenprinzessin Maxi Schulz wurde 2021 gewählt. Zwei Prinzessinnen, die eines verbindet: Der „Tag der Sachsen“. Katja Balzer-Jähn war 1997 dabei, Maxi Schulz wird 2027 amtieren: Vom 18. bis 20. Juni 2027 findet der „Tag der Sachsen" gemeinsam mit dem Spitzenfest in Plauen statt. Jetzt interessiert eines: Wie blicken die Spitzenprinzessinnen von damals und heute auf den „Tag der Sachsen"?

  • Interview mit Maxi Schulz

    • amtierende Spitzenprinzessin

    1. Wie blicken Sie auf den „Tag der Sachsen“ 2027 in Plauen? Was wünschen Sie sich dafür?

    Ich freue mich riesig auf den „Tag der Sachsen“ 2027! Für mich ist das eine einmalige Chance, Plauen von seiner schönsten Seite zu zeigen. Ich wünsche mir vor allem, dass ganz viele Menschen, egal ob aus Sachsen oder darüber hinaus, unsere Stadt besuchen und genauso begeistert von Plauen sind wie ich. Plauen hat so viel zu bieten: eine wunderschöne Altstadt, Geschichte, Kultur, die berühmte Plauener Spitze, tolle Veranstaltungen und vor allem herzliche Menschen. Ich hoffe, dass viele Gäste unsere Stadt neu entdecken und mit ganz vielen schönen Erinnerungen nach Hause fahren. Besonders würde ich mich freuen, wenn auch viele junge Menschen und Familien kommen und erleben, wie lebendig und vielfältig Plauen ist.

    2. Worauf freuen Sie sich als Spitzenprinzessin am meisten beim „Tag der Sachsen“?

    Am meisten freue ich mich darauf, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Ich finde es schön, neue Leute kennenzulernen, ihre Geschichten zu hören und ihnen unsere Spitzenstadt näherzubringen. Außerdem freue ich mich auf die besondere Stimmung, die vielen Vereine, die Musik, den Festumzug und darauf zu sehen, wie ganz Plauen gemeinsam feiert. Solche Veranstaltungen zeigen einfach, was Zusammenhalt und Gemeinschaft bedeuten.

    3. Was bedeutet es für Sie, die Stadt Plauen als Spitzenprinzessin beim „Tag der Sachsen“ und auch bereits davor zu repräsentieren?

    Für mich ist es eine unglaublich große Ehre, die 10. Plauener Spitzenprinzessin sein zu dürfen. Ich liebe dieses Amt und bin sehr stolz darauf, meine Heimat vertreten zu dürfen. Es ist etwas Besonderes, Botschafterin für eine Stadt zu sein, die einem selbst so am Herzen liegt. Ich möchte zeigen, wie modern, offen und gleichzeitig traditionsbewusst Plauen ist. Wenn ich durch mein Amt dazu beitragen kann, dass Menschen neugierig auf unsere Stadt werden oder gerne wiederkommen, dann macht mich das einfach glücklich.

    4. Was ist das Besondere für Sie am „Tag der Sachsen“?

    Der „Tag der Sachsen“ verbindet Menschen. Vereine, Ehrenamtliche, Familien, Gäste und die ganze Stadt ziehen an einem Strang. Genau das macht dieses Fest so besonders. Es zeigt die Vielfalt Sachsens und gleichzeitig den Stolz auf die eigene Heimat. Ich finde es schön, dass Tradition und Moderne zusammenkommen und jede Generation etwas erleben kann. Dass der „Tag der Sachsen“ 2027 gemeinsam mit dem Plauener Spitzenfest gefeiert wird, macht das Ganze noch einzigartiger und bietet die perfekte Gelegenheit, unsere Stadt in ihrer ganzen Vielfalt zu präsentieren.

    5.  Wie bereiten Sie sich auf den „Tag der Sachsen“ 2027 vor?

    Eigentlich gibt es für mich keine besondere Vorbereitung. Ich möchte einfach ich selbst bleiben, authentisch, offen und mit ganz viel Freude dabei sein. Natürlich gehört dazu, sich Zeit freizuhalten, um möglichst viele Termine wahrnehmen zu können und bei den Vorbereitungen und Veranstaltungen präsent zu sein. Ich möchte jeden Moment genießen und die Vorfreude gemeinsam mit den Plauenerinnen und Plauenern erleben.

    6. Was sind Ihre Eindrücke vom „Tag der Sachsen“ 1997 in Plauen?

    Ich war damals natürlich noch nicht geboren, deshalb kenne ich den „Tag der Sachsen“ 1997 nur aus Erzählungen und von Bildern. Was mir dabei sofort auffällt, ist die große Begeisterung der Menschen. Überall sieht man lachende Gesichter, eine tolle Atmosphäre und ganz viel Gemeinschaft. Rund 380.000 Besucher waren damals in Plauen, das zeigt, welche Strahlkraft dieses Fest hatte. Besonders schön finde ich, dass 1997 auch die erste Plauener Spitzenprinzessin gewählt wurde und damit eine Tradition begann, die ich heute mit großer Freude weiterführen darf. Das erfüllt mich mit Stolz. Ich wünsche mir sehr, dass wir 2027 wieder solche unvergesslichen Momente schaffen und dass die Menschen in 30 Jahren genauso gerne auf dieses Fest zurückblicken wie heute auf den „Tag der Sachsen“ 1997.

  • Interview mit Katja Balzer-Jähn

    • Spitzenprinzessin zum „Tag der Sachsen" 1997

    1. Wie war der „Tag der Sachsen“ 1997 für Sie? Welche Erinnerungen haben Sie daran?

    Es war erst der 6. „Tag der Sachsen“ und damit für unsere Stadt ein absolutes Groß-Event. Alle waren aufgeregt und es wurde so viel vorbereitet. Bereits am Freitag hatte ich als amtierende 1. Spitzenprinzessin Auftritte. Und dann stand der 6. September an, der Tag, an dem die 2. Plauener Spitzenprinzessin gewählt werden sollte. Vormittags hatten wir noch eine Spitzenmodenschau und dann ging es zum Altmarkt, wo die Wahl durchgeführt wurde. Es war ein Wochenende voller Aufregungen.

    2. Was hat Ihnen damals der „Tag der Sachsen“ und das Amt der Spitzenprinzessin bedeutet?

    Nach einem aufregenden ersten Amtsjahr als Symbolfigur hatte ich die Chance, wiedergewählt zu werden. Natürlich war ich sehr aufgeregt. Es war eine Ehre, als Spitzenprinzessin die Stadt Plauen und den Vogtlandkreis zu repräsentieren – auch über die Grenzen Deutschlands hinweg.

    Das Amt der Spitzenprinzessin brachte mich unter anderem in die UNO nach New York, wo ich neben unserem damaligen Außenminister Klaus Kinkel die dort versammelten diplomatischen Elite begrüßen durfte und als „Princess of Lace“ vorgestellt wurde.

    3. Wie blicken Sie jetzt auf den „Tag der Sachsen“ zurück?

    Es war für die Einwohner und Gäste einfach ein grandioses Erlebnis. Natürlich konnte ein Fest in dieser Größenordnung damals noch unbeschwerter vorbereitet und durchgeführt werden als heute. Alles hat gepasst – sogar das Wetter hat mitgespielt. Der krönende Abschluss war der Festumzug durch die Stadt, wo ich als neu gekürte Spitzenprinzessin die Fahrt in einem Cabrio genießen durfte.

    4. Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie zur Spitzenprinzessin ernannt wurden?

    Ich weiß noch, dass ich meine Bewerbung ziemlich spät eingereicht hatte, da das Amtsjahr nun von einem auf zwei Jahre ausgeschrieben wurde und ich nicht wusste, ob ich das mit meinem Studium vereinbaren konnte. Heute kann ich sagen, dass es die richtige Entscheidung war.

    Für die Wahl waren es, wenn ich mich richtig erinnere, über 100 Fragen, die wir auswendig lernen mussten. Ich habe mir ehrlich gesagt nicht viele Chancen ausgerechnet, da es auch sehr viele Bewerberinnen waren, die beim Finale auf der Bühne standen. Die Freude war umso riesiger, als ich dann meinen Namen hörte.

    5. Was war Ihr schönster Moment beim damaligen „Tag der Sachsen“ als Spitzenprinzessin?

    Der schönste Moment war, als mir unser damaliger Ministerpräsident Prof. Dr. Kurt Biedenkopf die Urkunde überreichte und mir schließlich noch ein Küsschen auf die Wange gab.

    6. Wie blicken Sie auf den „Tag der Sachsen“ 2027 in Plauen? Was wünschen Sie sich dafür?

    Ich wünsche der Stadt Plauen toi toi toi für die Organisation und die Durchführung. Ich hoffe auf gutes Wetter, gut gelaunte Gäste und dass alles so verläuft, wie es sich die Organisatoren vorstellen. Des Weiteren wünsche ich der Stadt einen genauso erfolgreichen „Tag der Sachsen“ wie 1997.