Pflanzen und Pflegen an der Pauluskirche
Das Projekt „Pflanzen und Pflegen an der Pauluskirche“ wird von der Arbeitsloseninitiative Sachsen e.V. rund um die Pauluskirche in Plauen seit November 2020 angeboten. Es liegt im ESF-Fördergebiet „Plauen Nord“ und ist Bestandteil sowohl der ersten Förderperiode ESF, als auch der zweiten Förderperiode ESF Plus.
Ziel ist es hierbei, ein Areal rund um die Pauluskirche gemeinsam mit einem Praxisanleiter zu pflegen, zu bepflanzen und auch zu gießen. Dies findet einmal wöchentlich statt. In den Monaten, wo eine Pflege vor Ort nicht erfolgen kann, finden kurze Lehrgänge zu praktischem Wissen und Arbeitseinsätze in der Holzwerkstatt statt. Hierbei werden z.B. Vogelhäuser erstellt. Zudem erfolgen Seminare zu Gehölz- und Obstbaumschnitten, kleinere Bauprojekte wie Nisthilfen oder Insektenhotels oder auch der Besuch von Firmen aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau. Hierbei besteht die Möglichkeit, gemeinsam in den Austausch zu gehen und sich ggf. für ein späteres Praktikum vorzustellen. Grundsätzlich soll das Projekt „Pflanzen und Pflegen an der Pauluskirche“ vermitteln, dass Verantwortung zu übernehmen auch Spaß machen kann, es kann helfen, wieder in einen geregelten Tagesablauf zu finden und das soziale Miteinander wieder aufzubauen und zu festigen.
Der praxisorientierte Ansatz richtet sich an den überdurchschnittlich hohen Anteil an Leistungsbeziehern des SGB II im Fördergebiet, insbesondere junge Erwachsene mit dem Ziel der Schaffung einer Berufsperspektive. Gleichzeitig sollen Migranten mit Leistungsbezug des SGB II integriert werden und damit die gegenseitige Akzeptanz verbessern helfen. Zudem ist der Verein seit vielen Jahren sehr stark vernetzt mit dem agierenden Pfarrer der beiden Kirchen Markuskirche und Pauluskirche.
Da die Umsetzung in kleinen Gruppen erfolgt, ist eine Anmeldung gerne gesehen. Ein Kontakt ist jederzeit möglich, Ansprechpartnerin ist hierbei Frau Schumann.
Die meisten der bisherigen Teilnehmer wollten sich im Quartier engagieren, Zeit in der Gesellschaft verbringen oder auch die Chance nutzen, ein Sprungbrett in eine spätere Beschäftigung zu finden. Den Teilnehmer fällt es deutlich leichter, bei der gemeinsamen Arbeit soziale Bindungen aufzubauen, ihren Tag wieder zu strukturieren und Verantwortungsgefühl zu entwickeln.